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Berlin: Lebender Wind- und Sichtschutz: Einen Weidenzaun bauen

Berlin : Lebender Wind- und Sichtschutz: Einen Weidenzaun bauen

Ein Zaun ist platzsparender als eine Hecke — doch eine Hecke ist grün und somit schöner. Ein Weidenzaun kombiniert beides. Er besteht aus lebenden Ruten, die zunächst blätterlos wie ein kunstvoll geschmiedeter Zaun verflochten werden.

Später ergrünen sie dann wieder. Für den Zaun eignen sich die Korbweide, Kopfweide oder auch Ableger der Linde, erklärt Christian Nielsen vom Bund deutscher Baumschulen. Diese Gehölze wachsen schnell und vertragen einen regelmäßigen Rückschnitt gut. Denn ein Zaun sollte schließlich nur eine bestimmte Höhe haben.

Und so gehts:

- Schritt 1: Am besten nicht verzweigte, einjährige Ruten kaufen. Geschnitten werden sie zwischen November und April. Diese Stecklinge bilden im Boden Wurzeln und treiben im neuen Jahr aus. In der Anwachsphase sollten die Ruten wie alle Pflanzen gut feuchtgehalten werden - besonders wichtig an trockenen Herbst- und Wintertagen.

- Schritt 2: Der Naturschutzbund Willich (Nabu) rät, Ruten mit einem Durchmesser von maximal 4 Zentimetern in eine Tiefe von rund 30 Zentimetern in den Boden zu stecken. Der Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen beträgt 15 bis 20 Zentimeter. Die Erde auffüllen und gut festtreten.

- Schritt 3: Die frischen Ruten sind biegsam und machen es einfach, hübsche und gebogene Formen zu gestalten. Der Nabu rät, unten anzufangen und die Ruten miteinander so zu verflechten, dass sie abwechselnd vor- oder hintereinander liegen. So entsteht ein Rautenmuster.

- Extra-Tipp: Aus den Weidenruten lassen sich natürlich auch noch andere Konstruktionen bauen: Tipis, Zelte und Tunnel für die Kinder oder eine Trennwand für den Balkon und die Terrasse.

(dpa)