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Hannover: Laubgehölze besser im Herbst pflanzen

Hannover : Laubgehölze besser im Herbst pflanzen

Der Herbst ist für viele Laubgehölze die beste Pflanzzeit. Darauf weist die Landwirtschaftskammer Niedersachsen hin. Der Grund: Laubgehölze haben den Winter über Zeit, neue Wurzeln zu bilden und anzuwachsen. Werden die Gehölze erst im Frühjahr gepflanzt, geraten sie in Stress, da neben den Wurzeln auch Triebe, Blätter und Blüten gebildet werden müssen.

Der optimale Pflanztermin ist den Angaben zufolge erreicht, wenn im Herbst die Blätter abgefallen sind. Unmittelbar vor dem Setzen werden die Wurzeln beschnitten, um den Neuaustrieb und das Verzweigen der Wurzeln anzuregen. Selbst bei niedrigen Temperaturen wachsen Bäume und Sträucher unterirdisch weiter.

Vor dem Pflanzen der Gehölze sollte das Pflanzloch richtig vorbereitet werden. Dazu wird die Erde gelockert und bei Bedarf angereichert, indem etwa drei bis fünf Liter Kompost mit Erde im Pflanzloch vermischt werden. Es sollte kein Mineraldünger zugesetzt werden, da die jungen Wurzeln salzempfindlich sind. Der erste Dünger kann im Frühjahr zu Beginn der Vegetation verabreicht werden.

Bei allen Gehölzen wird der Boden nach dem Pflanzen leicht angetreten. Obligatorisches Gießen spült die Erde dicht an die Wurzeln. Das fördert den sogenannten Wurzelschluss. Im Herbst Gepflanztes muss in der Regel nicht mehr gegossen werden. Nach der Pflanzung kann der Boden mit Holzhäcksel oder Rindenmulch abgedeckt werden. Das fördert die Fruchtbarkeit des Bodens, unterdrückt Kräuter und schützt den Boden vor dem Austrocknen.

(dpa)