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Hemden richtig waschen und pflegen: So sehen Ihre Hemden immer gut aus

Schön wie am ersten Tag : Hemden richtig waschen und pflegen

Hemden waschen? Hört sich einfach an, trotzdem kann man einiges falsch machen. Mit den richtigen Tipps behalten Hemden Form und Farbe und sind immer einwandfrei sauber.

Ob Sie eigene Hemden pflegen oder für jemand anderen die Wäsche übernehmen, wir haben wichtige Punkte zusammengestellt, die ein gutes Ergebnis garantieren. Hemden aus Baumwolle, Leinen oder Mischgewebe dürfen in die Waschmaschine. Seidenhemden sollten von Hand gewaschen werden.

Das neue Hemd: So bleibt es schön wie am ersten Tag

Die erste Wäsche sollte schon vor dem ersten Tragen erfolgen. Wenn Sie beispielsweise online neue Hemden gekauft haben, ist es empfehlenswert, bei gefalteten und verpackten Hemden ebenso wie bei einem Hemd, das in einem Geschäft am Bügel gehangen hat, das neue Kleidungsstück zu waschen. Im zweiten Fall vielleicht sogar noch mehr, denn das Hemd wurde unter Umständen von vielen Kunden angefasst und von etlichen Herren anprobiert.

Normalerweise wäscht man ein Hemd nicht einzeln, sondern sammelt im Wäschebehälter mehrere Exemplare. Der Beginn des Waschprozesses ist immer gleich:

  • Hemden im Freien ausschütteln, um Fusseln und Haare zu entfernen
  • die Brusttasche kontrollieren, ob sie leer ist
  • Manschettenknöpfe schließen
  • Kragen hochklappen, obersten Knopf schließen
  • Hemden auf links drehen

 Bei den Vorbereitungen können Sie auch gleich kontrollieren, ob noch alle Knöpfe sicher angenäht sind. Bei einigen Kragenformen können Kragenstäbchen in den Ecken stecken. Die Stäbchen müssen vor dem Waschen herausgenommen und danach wieder eingesetzt werden.

Hemden vor dem Waschen nach Farben sortieren

Hier geht es um vier Kategorien: Weiße Hemden sollten immer nur zusammen mit weißen Hemden oder anderer reinweißer Wäsche gewaschen werden. Ebenso bilden pastellfarbene sowie bunte Hemden jeweils eine eigene Gruppe. Dunkle und schwarze Hemden gehören auch zusammen.

Der zweite Sortiervorgang bezieht sich auf die Stoffqualität und die dafür empfohlene Waschtemperatur, die auf dem eingenähten Pflegeetikett steht. Grundsätzlich kann man alle Hemden bei 30°C oder 40°C waschen. Weiße Hemden vertragen im Allgemeinen eine Waschtemperatur von 60°C.

Wenn das Hemd Flecken aufweist, kommt es auf die Art der Flecken an, ob Sie diese extra vorbehandeln müssen. Experten raten zur separaten Fleckbehandlung bei Kugelschreiberspuren, Obst- und Blutflecken sowie bei Fett- und Schmierölflecken. Man verwendet dafür spezielle Fleckenmittel oder erprobte Hausmittel.

Waschmaschine richtig befüllen

Nach dem Sortieren wandern die Hemden in die Maschine. Legen Sie die Hemden lose ein, sie sollten in der Waschmaschine Platz haben. Mehr als sieben oder acht Hemden sollten es pro Waschgang nicht sein. Hemden ausdünnen, empfindlichen Stoffen können Sie auch sicherheitshalber in ein Wäschenetz oder einen Kissenbezug stecken. Dann geben Sie das passende Waschmittel dazu.

Bis 30 oder 40 Grad verwendet man ein Feinwaschmittel. Farbige Hemden werden mit Buntwaschmittel gewaschen, weiße Hemden mit Vollwaschmittel. Waschmittel in Pulverform kommt in das dafür vorgesehene Fach an der Waschmaschine. Bei Flüssigwaschmittel ist die beste Variante diejenige, bei der das Flüssigwaschmittel in eine Kunststoffkugel gefüllt und direkt in die Maschine auf die Wäsche gelegt wird. Wer Caps, Pods oder Tabs verwendet, beachtet die Herstellerhinweise. Weichspüler ist nicht erforderlich.

Wählen Sie jetzt das passende Waschprogramm und die Temperatur:

  • Baumwolle, 60°C, für weiße Hemden
  • Feinwäsche, 40°C, für pastellfarbene, gemusterte und dunkle Hemden
  • Buntwäsche, 40 bis 60°C, für bunte Freizeithemden

 Bei der Hemdenwäsche ist es immer sinnvoll, die Schleuderdrehzahl in einem niedrigen Bereich zu wählen. Damit wird erstens der Stoff geschont, zweitens reduziert man damit den Aufwand beim Bügeln. Bügelleichte und bügelfreie Hemden sollten nur leicht angeschleudert und anschließend auf einem Bügel aufgehängt und getrocknet werden. Eine höhere Drehzahl ist nur dann sinnvoll, wenn die Hemden im Wäschetrockner getrocknet werden sollen. Nach dem Waschvorgang nehmen Sie die Hemden möglichst sofort aus der Maschine.

Nach dem Waschen: Trocknen, eventuell bügeln und richtig aufbewahren

Hemden trocknen am besten, wenn sie auf einem Kunststoffbügel hängen. Ziehen Sie das Hemd in Form, dann ist meist gar kein Bügeln notwendig. Oft reicht es auch aus, wenn Sie nur den Kragen, die Knopfleiste und die Manschetten bügeln. Bei Stoffen mit einem Leinenanteil oder ohne jegliche bügelfreie Ausrüstung müssen Sie zum Bügeleisen greifen, wenn Sie ein makellos glattes Hemd wünschen. Achten Sie auf den richtigen Zeitpunkt: Wenn der Stoff noch leicht feucht ist, gelingt das Bügeln mühelos. Wer einen Wäschetrockner verwendet, wählt die Einstellung „bügelfeucht“.

Die komplett sauberen Hemden dürfen jetzt wieder in denchrank. Allerdings erst, wenn sie wirklich vollständig trocken sind! Ideal ist eine Aufbewahrung auf Kleiderbügeln, so haben Sie auch immer einen guten Überblick. Man kann Hemden aber auch falten und liegend aufbewahren.