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Heizkosten effektiv senken für Mieter und Eigentümer

Nebenkosten : Heizkosten effektiv senken für Mieter und Eigentümer

Jedes Jahr das gleiche Problem: Die Preise für Heizung und Co. steigen rapide an, die Rechnung fällt immer höher aus. Doch welche Möglichkeiten, außer Frieren, gibt es für Mieter und Eigentümer?

Während Mieter kaum eine Wahl haben und die angebotenen Heizoptionen des Vermieters nutzen müssen, gibt es für Eigentümer mehr Flexibilität.

Als Mieter weniger für Heizung bezahlen

Spätestens mit Beginn der Heizperiode schaltet der Vermieter die Heizung wieder ein. Laut Mietvertrag wird es für Mieter dann sogar Pflicht, regelmäßig zu heizen. Doch was, wenn die Nebenkostenabrechnungen horrende Summen aufweisen? Es gibt einige Tipps, wie auch Mieter ihre Kosten senken können.
Ein häufiger Fehler ist, dass die Fenster in Kippstellung stehen, während die Heizung bollert. Ein Fehler, denn Wärme entweicht nach oben und findet so schnell einen Weg aus dem Fenster.

Wenn gelüftet wird, sollte die Heizung herabgedreht werden, denn durch die Absenkung der Raumtemperatur, dreht die Heizung die Leistung hoch. Auch ist es wichtig, dass die Heizkörper nicht von Möbeln oder Vorhängen bedeckt werden, denn diese nehmen die Wärme auf.

Außerdem hilft es bereits, wenn die Raumtüren geschlossen sind, so dass Wärme nicht unnötigerweise in den Flur entweichen kann. Fugen und Ritzen sollten abgedichtet werden, um eine maximale Dämmung zu erzielen.

Die Wärmepumpe für Eigentümer

Eine Wärmepumpe als Heizung nutzen, ist für Eigentümer eine guteLösung, wenn Heizkosten gespart werden sollen. Diese nutzt ohnehin vorhandene Energien, um Wärme zu spenden.

Unterschieden wird zwischen Erdwärmepumpen, Grundwasserwärmepumpen und Luftwärmepumpen, die jeweils eine andere Energiequelle nutzen. Die Erdwärmepumpe greift auf die, ohnehin vorhandene, Wärme unter der Erde zurück. Sie wird mittels Sonde betrieben, die tief in Richtung Erdkern geführt wird.

Luftwärmepumpen nutzen die Umgebungsluft, um Wärme zu spenden. Sie sind abhängig von der Witterung und die am wenigsten geeignete Methode für Wohnhäuser. Bei der Grundwasserwärmepumpe wird das Grundwasser als Energiequelle genutzt, welches ab einer gewissen Tiefe immer die gleiche Temperatur aufweist.

Es gibt Förderprogramme des Bundes, die eine energetische Sanierung unterstützen. Auch Wärmepumpen werden gefördert, wenn es sich um Hochleistungsmodelle handelt, die vom Bund spezifisch empfohlen werden. Es existiert eine Liste, die mehrere, förderungsfähige, Modelle auflistet. Wer hier ein Modell auswählt, kann eine lohnende Förderung beantragen und sich so beinahe komplett alle baulichen Kosten sparen.

Spartipps für Mieter und Eigentümer effektiv

Die, für Mieter genannten, Spartipps bezüglich der Heizkosten gelten gleichwohl auch für Eigentümer. Selbst wenn eine energetische Sanierung erfolgt ist und die klassische Ölheizung gegen eine Wärmepumpe ausgetauscht wurde, muss Wärme nicht verschwendet werden. Auch hier gilt es, so wenig wie möglich und so viel wie nötig zu heizen. Wenn im Zuge von Sanierungsmaßnahmen Lücken in der Dämmung auffallen, ist es oft hilfreich diese zu beheben.

Denn, je besser das Gebäude gegen Wärmeverlust isoliert ist, desto weniger Leistung muss die Heizung bringen. Und je höher die Grundtemperatur in einem Raum ist, desto geringer ist die Herausforderung für die Heizung.

Bei der Entscheidung für eine Wärmepumpe ist gleichzeitig auch ein gesonderter Stromtarif erforderlich. Denn die Pumpe funktioniert mit Strom. Im günstigen Tarif lassen sich die Kosten rapide senken, so dass trotz Strom- und Heizkosten eine langfristige Ersparnis der Nebenkosten möglich ist.