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Hauskauf in der Pandemie: Wie Corona den Immobilienmarkt geprägt hat

Hauskauf in der Pandemie : Wie Corona den Immobilienmarkt geprägt hat

Die Corona-Krise hat große Auswirkungen auf den Immobilienmarkt. Nicht nur der deutsche, sondern auch der ausländische Markt wurde maßgeblich geprägt.

Der Kauf von Eigentumswohnungen und -häusern gilt für viele als Anlagestrategie oder langfristige Investition. Wie viele Bereiche unseres Alltags beeinflusst die Corona-Pandemie den deutschen und weltweiten Markt massiv. Ob Geschäfts- oder Wohnobjekt, Angebot und Nachfrage passen sich mehr oder weniger der aktuellen Situation an. Welche konkreten Entwicklungen zu erwarten sind, erfahren Sie im Folgenden anhand einiger Beispiele. Ein Auslandsvergleich untersucht zudem Aussagen der Immobilienmakler auf Mallorca.

Auswirkungen auf den deutschen Markt

Entgegen zahlreicher Vorhersagen beobachten Experten sowohl bei Gewerbe- als auch bei Wohnimmobilien keine signifikanten Sprünge. Zwar habe der angedeutete Lockdown laut Kai Enders, Vorstandsmitglied bei Engel & Völkers, die Anfragen zwischen dem ersten und zweiten Quartal stark reduziert, danach wurden diese aber sozusagen nachgeholt. Das ergeben Vergleiche zum Vorjahr.

Beide Teilbranchen weisen kleinere Verschiebungen auf: Viele Arbeitgeber tendieren zum langfristigen Home Office, sodass die Wonhungsnachfrage sich geringfügig aus den Zentren in die Vororte verlagert. Bei Firmen ist aktuell vor allem Lagerraum gefragt, der folglich etwas teurer wird. „Die Corona-Pandemie führt kurzfristig zwar zu Verlagerungen von Kaufabschlüssen, langfristig wird sie die Wohnraumnachfrage aber nicht mindern. Die Angebotspreise für Eigentumswohnungen sind beispielsweise von Februar bis Juni 2020 um 4,8 % gestiegen - und damit in gleichem Maße wie im Vergleichszeitraum im Vorjahr.“ - Kai Enders, Vorstandsmitglied Engel & Völkers

Leichte Minderung der Durchschnittkosten war vorhergesagt

Mittelfristig ist trotz dieser brancheninternen Meinung eine leichte Senkung der Quadratmeterkosten zu erwarten, wirklich gravierend fällt diese laut Institut der deutschen Wirtschaft (IW) aber nicht aus: „Realistisch ist ein Preisrückgang zwischen 0 und 12 Prozent“, meint Professor Michael Voigtländer, Autor einer IW-Studie in 50 deutschen Städten von April 2020. Diese Prognose habe sich im Inland soweit bestätigt.

So beeinflusst Corona den Markt für Immobilien auf Mallorca

Weltweit sind Mietpreise minimal gesunken und Kaufsummen relativ stabil. Immobilienmakler auf Mallorca verfügen über ein enges Netzwerk in die Bundesrepublik. Natalia Bueno, Präsidentin des Verbandes der Immobilienmakler auf Mallorca (API), hatte schon 2019 zu hohe Mieten beklagt. Im September sagte Bueno der Mallorcazeitung: „Bei den Mieten von mehr als 900 Euro hat sich eine Senkung bemerkbar gemacht, so etwa um zehn bis 15 Prozent.“ Das liege vornehmlich an weniger Mut zu Investitionen.

Im Niedrigpreissektor sei die Nachfrage hingegen unverändert, sodass für Immobilien auf Mallorca weiterhin ähnliche Preise aufgerufen werden. Der vom spanischen Statistik-Institut INE berechnete Rückgang fällt mit 0,5 Prozent gering aus. Das bedeutet in Relation zum Vorjahr einen Anstieg von 4,6 Prozent, was deutlich unter den Wachstumszahlen der letzten Jahre liegt.

Immobilienmakler auf Mallorca suchen wohlhabende Käufer

Zusammengefasst weist der Markt für Immobilien auf Mallorca keinen reinen Rückgang auf. Stattdessen verschiebt sich die Nachfrage noch weiter zu Luxusobjekten, vor allem bei Interessenten aus Deutschland. Engel & Völkers, ebenfalls als Immobilienmakler auf Mallorca tätig, beobachtete im Juni bis zu 110 Prozent mehr Anfragen in dieser Kategorie. Hohe Hilfssummen der Regierungen könnten Anleger um verschiedene Währungen bangen lassen. Eine Investition in Immobilien auf Mallorca erscheint da als schnelle Absicherung.

Auf der anderen Seite werden einige Unternehmer oder Privatpersonen mangels Liquidität gezwungen, ihr Eigentum zum Verkauf anzubieten. Außerhalb des Luxussegments müssen Immobilienmakler auf Mallorca laut Natalia Bueno dabei eventuell Anpassungen vornehmen: „Viele verkaufswillige Eigentümer wollen das noch nicht wahrhaben, aber sie werden nachgeben müssen. Verkäufer, die ihren Preis nicht sofort um zehn Prozent nach unten korrigieren, verzeichnen derzeit noch nicht einmal Besichtigungen.“

Durchschnittliche Quadratmeterpreise von Wohnimmobilien 2020

  • Stuttgart: 5.500 Euro
  • Hamburg: 5.100 Euro
  • München: 8.000 Euro
  • Ferien-Immobilien auf Mallorca 2020: 5.324 Euro

Das ändert sich für Immobilienkäufer

Als offensichtlichste Änderung der bekannten Abläufe fällt die Besichtigung ins Auge. Waren Immobilienmakler auf Mallorca und im Inland stets darauf bedacht, dem Interessenten ein möglichst individuelles Erlebnis im potentiellen Objekt zu bieten, stehen heute Corona-Auflagen im Vordergrund. Die meisten Firmen nutzen Maske und Abstand.

Andere rücken eine Online-Besichtigung verstärkt in den Mittelpunkt oder ermöglichen diese erstmals. Das geschieht teils per zuvor aufgenommenem Kurzfilm, teils zu einem festen Termin mit einem Gegenüber vor Ort. Dieser Vermittler, meist ein professioneller Makler, führt mittels Videotelefonat durch die Immobilien auf Mallorca oder in Deutschland. So kann man Fragen stellen und sich bestimmte Ecken detaillierter zeigen lassen. Insgesamt verkompliziert und verlängert die Pandemie direkte Besichtigungen deutlich.

Immobilienmakler aus Mallorca stehen vor besonderen Herausforderungen. Bei Planung und Organisation ist mehr Zeit einzurechnen. Behörden sind ebenfalls von der Pandemie betroffen, leiden unter Personalmangel oder hohem Anfrageaufkommen. Teilweise sind persönliche Besuche erschwert und Routineabläufe dauern länger. Ähnlichen Organisationsschwierigkeiten stehen Immobilienmakler auf Mallorca und in Deutschland gegenüber.

Als größtes Hindernis für Besichtigung und Vertragsabschluss auf den Balearen sind die ständig aktualisierten Reisebeschränkungen zu nennen.

Immobilien als Geldanlage in Corona-Zeiten

Während der Durchschnittsbürger oder Investor auf dem Markt für Wohneigentum durchaus einige Vorteile aus der Corona-Krise ziehen könnte, ist die Suche nach luxuriösem Eigentum derzeit erschwert. Zwar folgt das Angebot dem Trend zu einem gehobeneren Lebensstil, die Nachfrage steigt während der aktuellen Krise aber schneller. Erschwerte Reisebedingungen und Terminprobleme führen zu weiteren Schwierigkeiten.

Das betrifft Immobilien auf Mallorca natürlich zusätzlich. Ihre Preise unterliegen einem laufenden Wandel, den die Pandemie stark beeinflusst, aber keineswegs stoppen kann. Eine Investition in in- oder ausländische Wohnobjekte ist also nach wie vor eine gefragte Strategie, die durch Corona voraussichtlich weder zum Schnäppchen noch zum Verlustgeschäft wird.