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Hausbau und Modernisierung? So verändern Tools die Planungsphase

Hausbau und Modernisierung : So verändern Tools die Planungsphase

Technische Zeichnungen von Häusern oder einzelnen Räumen werden längst in digitaler Form angefertigt. Der Einsatz von Profi-Tools, mit dem sich Grundrisse oder 3D-Modelle am Computer erstellen lassen, steht jedoch nicht nur erfahrenen Architekturbüros offen.

Unternehmen und selbst Privatpersonen können die Zusammenarbeit mit einem Architekten durch den Einsatz von digitalen Tools vereinfachen. Ohne Vorkenntnisse nutzbar, lassen sich diverse Prozesse von der Wohnraumgestaltung bis zum Elektro- oder Sanitärplan in der Planungsphase vereinfachen.

Intelligente Hausplanung als Zeit- und Kostenfaktor

Wie wichtig beim Thema Bauen und Wohnen die professionelle Planung ist, wissen private und gewerbliche Bauherren aus eigener Erfahrung. Projekte frühzeitig und im Detail zu planen, unterstützt nicht nur die termingerechte Fertigstellung des Vorhabens. Auch die Kosten des Bauprojekts lassen sich einfacher in Grenzen halten, wenn alle Eventualitäten bedacht und durch eine intelligente Planung aufgefangen werden.

Zwar lässt sich nicht jedes Ergebnis auf einer Baustelle voraussehen. Eine kluge und fachliche Planung gibt jedoch klare Richtlinien an die Hand, wie sich in jedem Moment zu verhalten ist. Dies gilt bereits in der Planungs- und Entwicklungsphase für das Gebäude oder einzelne Räume selbst.

Von Budget und Förderung leiten lassen

Bei vielen Bauprojekten stehen die Wünsche und Ideen des zukünftigen Eigentümers ohne kritischen Blick auf die Finanzierbarkeit im Vordergrund. Zu einer klugen Objektplanung gehört, den umgekehrten Blickwinkel einzunehmen. Hierzu gehört die frühzeitige Abklärung, ob das angedachte Bauprojekt durch die KfW oder andere Einrichtungen förderfähig ist. Dies schafft vom Finanzvolumen und bei der Kreditaufnahme unerwartete Spielräume.

Erste, unverbindliche Informationen zur Kreditfinanzierung sind genauso ratsam, um den eigenen Kreditrahmen für das Bauprojekt abzuschätzen. Mit diesen Informationen fällt das Festlegen einer Obergrenze für die Gesamtkosten leichter. Experten der Baubranche empfehlen, mit einem Puffer von wenigstens zehn Prozent zu arbeiten. Schließlich können je nach Bauprojekt unerwartete Situationen dazu beitragen, dass die Fertigstellung teurer wird als gedacht.

Grundrisse und 3D-Modelle für das Projekt erstellen

Die technische und visuelle Sprache von Architekten und der Baubranche ist die Welt der 2D- und 3D-Modelle. Nicht nur bei Neubauten helfen per CAD erstellte Visualisierungen, Projekte exakt zu planen und einen lebhaften Einblick in die fertige Immobilie zu gewinnen.

Auch für bestehende Objekte ist der Einsatz sinnvoll, beispielsweise um den Grundriss des Gebäudes und der einzelnen Gebäude auf den neusten Stand zu bringen.

Mittlerweile lässt sich innovative Software für Unternehmen und Architekten auch durch private Anwender nutzen. Mit einer Einarbeitung in die speziellen Softwarelösungen wird es möglich, eigene Ideen in eine visuelle Sprache zu übersetzen, mit der Profis etwas anfangen können.

Funktionsspektrum der Software beachten

Welchen Umfang eine Anwendung für die architektonische Planung bieten sollte, hängt von Art und Häufigkeit des Einsatzes ab. Wer als privater Bauherr lediglich einmal einen neuen Grundriss seiner Immobilie erstellen will, wird nicht in ein großes Profi-Tool investieren wollen.Je kommerzieller der Einsatz der Software geplant wird, umso eher lohnt es, in eine professionelle und branchenweit erprobte Lösung zu investieren.
Zu den wichtigsten Features, die von einer Profi-Anwendung im Bereich architektonischer Planungen in 2D und 3D zu erwarten sind, gehören:

  1. Grundrisserstellung nach deutschen Baustandards: Grundrisse gehören zu den wichtigsten Dokumenten einer Immobilie in Deutschland. Sie geben klare Einblicke in die Raumaufteilung, die Lage von Elektro- und Sanitärinstallationen und vieles mehr. Für den Eigentümer gibt ein korrekter und aktueller Grundriss Sicherheit, den Aufbau seiner Immobilie genau zu erkennen. Wird eine Vermarktung oder der Verkauf der Immobilie geplant, gehören Grundrisse zu den wichtigsten, technischen Information für potenzielle Interessenten und Käufer. Die Erstellung mit einer professionellen Software sollte deshalb einfach und intuitiv gelingen. Auch nachträglich Anpassungen von importierten Daten sollten mit wenigen Klicks erledigt sein.
  2. Erschaffung eigener Bauobjekte: Software für Visualisierungen verfügen über ein breites Spektrum an Objekt- und Zeichentools. Mit diesen lassen sich geometrische Formen auf den Bildschirm bringen, die auf 2D-Grundrissen ausreichen und zu einer guten Visualisierung der einzelnen Ebenen beitragen. Bei einer Darstellung der Immobilie in der dritten Dimension werden die Ansprüche an die Software steigen. Hier sollen nicht nur dreidimensionale Objekte einfach erschaffen werden, die beispielsweise Möbel, Balkone oder Treppenhäuser darstellen können. Auch das Zusammenfügen zu festen Bauelementen oder Objekten sollte unterstützt werden. So lassen sich einmalig generierte Bauobjekte immer wieder verwenden und für zukünftige Visualisierungen nutzen.
  3. Müheloser Wechsel zwischen 2D und 3D: Je nach Projektphase und gewünschter Art der Darstellung sind Visuals in 2D oder 3D besser geeignet. Grundrisse sind im Regelfall zweidimensional, auch für einen schnellen Überblick über einzelne Ebenen ist die 2D-Darstellung die beste Wahl. Mit einem 3D-Visual lässt sich die Immobilie „zum Greifen nah“ erleben und ein Rundgang in virtuellen Gebäuden simulieren. Finden Anpassungen in einem Modell statt, sollten diese nach Möglichkeiten von anders dimensionierten Modellen übernommen werden. Dies ist zumindest beim Übergang des 3D-Modells auf eine zweidimensionale Fläche mit professioneller Software mühelos möglich. Beim Wechsel von 2D zu 3D ist eine Nachbearbeitung nötig, schließlich fehlt im Grundriss das Wissen über alle Auswirkungen in der dritten Dimension.
  4. Detaillierte und lebhafte Visualisierungen: Die Nutzung einer 2D- oder 3D-Software sollte über die Planungsphase hinausgehen. Was Architekten und Technikern beim Überblick über das Gebäude oder einzelne Räume hilft, bleibt für den zukünftigen Mieter oder Eigentümer oft abstrakt. Dies muss mit einer technisch hochwertigen Anwendung nicht sein, die lebhafte Modelle auf den Bildschirm bringt. Sämtliche Elemente der Innenarchitektur bis hin zum Griff einzelner Möbelstücke können detailliert und authentisch dargestellt werden. Dies schafft die Grundlage für einen Rundgang auf dem Bildschirm oder Display. Ein wichtiges Feature für einen Bauherren, der über wenig Vorstellungsvermögen verfügt und dennoch frühzeitig wissen will, was sein fertiges Objekt auszeichnet.

Technische Zusammenarbeit mit Architekten fördern

Für die technisch und zeitlich kluge Planung des Innenausbaus ist es ratsam, schnell Klarheit über den Umfang des Projekts mit allen Arbeitsschritten zu gewinnen. Die praktische Erfahrung zeigt, dass angehende Eigentümer und Architekten schnell aneinander vorbeireden. Wenn Vorstellungen von Räumen, Etagen oder ganzen Häusern in Worte gefasst werden, haben alle beteiligten Seiten andere Visualisierungen im Kopf.

Dies lässt sich auf Seiten eines Bauherren oder Käufers verhindern, indem frühzeitig auf die technische und bildliche Sprache der Architekten umgestiegen wird. Durch den Einsatz einer Software für 2D- und 3D-Modelle lassen sich die eigenen Ideen grundlegend bildlich darstellen.

Kein Architekturbüro wird erwarten, dass die ausgearbeiteten Visuals perfekt und bis ins Detail durchdacht sind. Diese als Grundlage für die Planungen der Experten zu verwenden, beschleunigt den Prozess im Vergleich zu rein verbalen Beschreibungen deutlich. Für zukünftige Eigentümer kann es deshalb lohnen, etwas Geld in eine solche Planungssoftware zu stecken und den Profis Ideen klarer zu vermitteln.

Intuitive Bedienung für Laien entscheidend

Wir alle sind mit dem Einsatz von Apps und PC-Anwendungen vertraut. Dies bedeutet nicht, dass das Modellieren und Visualisieren von Räumen und Häusern ohne Weiteres funktioniert. Die Qualität der genutzten Anwendung und die Einfachheit der Bedienung sind wichtige Faktoren. Kaum ein Laie ist schließlich bereit, sich mühsam in eine Software einzuarbeiten, die offensichtlich einem Profi-Bedarf entspricht.

Anwendungen von diversen Entwicklern gehen hierauf ein und sorgen dafür, dass auch Einsteiger einen schnellen Zugang in die Modellierung von Räumen und Objekten gewinnen. Dies wird beispielsweise durch die Positionierung von Elementen mittels Drag-and-drop unterstützt. Anwender können aus einer Vielzahl vorgegebener Objekte auswählen und diese für die Erstellung von Grundrissen und 3D-Modellen nutzen.

Geht es um die Erstellung eigener Objekte, sorgt die intuitive Bedienung der Anwendung für schnelle Erfolge. Es empfiehlt sich, Vorkenntnisse in einem grafischen Programm am PC mitzubringen. Natürlich hilft auch ein räumliches Vorstellungsvermögen, um eigene Ideen schnell und präzise auf den Bildschirm zu bringen.

Ein Mittel, um Baukosten zu senken?

Die Umsetzung neuer, nachhaltiger Bauprojekte ist als Teil der Wirtschaft in Deutschland essenziell geworden. Bei allen notwendigen Investitionen wünschen sich Bauherren und Planer, die Kosten so gering wie möglich zu halten. Doch können einzelne Eigentümer durch die eigenständige Nutzung einer 2D- und 3D-Software die Kosten aktiv senken? Schließlich wird bei einer präzisen Vorbereitung und Planung dem Architekturbüro Arbeit abgenommen.

Die Antwort liegt zwischen „Ja“ und „Nein“. Grundsätzlich gilt: Wem die professionelle Qualifikation zur Erstellung von Bauzeichnungen oder architektonischer Modelle fehlt, wird anhand seiner 2D- oder 3D-Modelle keinen Hausbau durchführen können. Hierfür ist die technische und praktische Erfahrung des Profis notwendig. Die konkrete Planungs- und Modellierungsphase muss vom Architekturbüro also weiterhin durchgeführt werden.
Dennoch gilt: In der Frühphase eines Projekts lassen sich Zeit, Geld und Mühen sparen, wenn eigene Ideen präzise visualisiert und dargestellt werden. Schließlich sollte sich nicht erst in der Bauphase zeigen, dass der Eigentümer eigentlich andere Vorstellungen hatte, die den Grundrissen nicht eindeutig zu entnehmen waren. Ein indirekter Spareffekt ist somit gegeben, zudem wird die Zusammenarbeit zwischen allen beteiligten Seiten angenehmer.

Mit konkreten Zahlen und Maßen zum Erfolg

Die Visualisierung von Häusern oder einzelner Räume soll nicht nur gut aussehen. In der Planungsphase sind konkrete Zahlen wie Angaben von Längen und Quadratmetern genauso wichtig. Hier liegt ein weiterer, großer Vorteil von Profi-Tools, bei denen orientiert an einem Grundriss die korrekte Berechnung von Maßen aller Art erfolgt.

Dies ist speziell bei Objekten von Vorteil, die über komplexe Formen verfügen. Vom Treppenhaus mit mehrfachen Richtungswechseln bis zur Dachschräge wird einige Mathematik benötigt, um zu den exakten Maßangaben zu gelangen. Dies lässt sich mit einem hochwertigen Tool einfacher meistern, da dieses die gewünschten Daten automatisch ermittelt und auf dem Bildschirm einblendet.

Verlässlichkeit entsteht so auch für die Berechnung der einzelnen Flächen bei einem Grundriss. Direkt auf dem Bildschirm dargestellt und digital ausgegeben, entsteht ein professioneller und vorzeigbarer Grundriss. Diesen bei einer Anzeige für den Haus- oder Wohnungsverkauf genutzt, werden potenzielle Interessenten schneller den Vorsatz einer seriösen und professionellen Vermarktung erkennen.

Nutzen auch ohne professionelle Zusammenarbeit

Apropos Erstellung von präzisen Grundrissen: Ist die Einarbeitung in eine Software dieser Art erfolgt, können private und gewerbliche Anwender auch ohne Zusammenarbeit mit einem Architekturbüro profitieren. Gerade bei Vermietung, Verkauf und Vermarktung wird nicht immer die Unterstützung durch Branchenprofis wie einen Makler gesucht. Hier verleiht der Einsatz von 2D- oder 3D-Modellen der privaten Vermarktung neue Impulse.

Beim Blick auf die großen Immobilienportale in Deutschland zeigt sich schnell, welche Angebote von privaten Laien eingestellt wurden. Oft fehlen grundlegende Informationen rund um die Immobilie, ansehnliche Fotos oder Grundrisse fehlen bei diesen Anzeigen. Dies lässt sich bei eigenen Angeboten ändern, indem die Anzeige durch selbst erstellte Visuals ergänzt werden.
Zu detailliert müssen die Visuals nicht sein, sofern es ergänzend aussagekräftige Fotos gibt. Allerdings sollten die Maßangaben stimmen, die sich auf Grundrissen oder bei 3D-Modellen finden lassen. Auf diese Werte möchten sich Interessenten verlassen, im Extremfall könnte es sonst sogar zur Nichtigkeit des Kaufvertrags aufgrund von falschen Angaben kommen.

Aktive Hilfe bei Modernisierung und Sanierung

Bislang wurde der Einsatz von Tools zur Modellierung für den Hausbau und ähnlich große Projekte in den Vordergrund gestellt. Auch im kleinen Rahmen lässt sich vom Einsatz dieser Anwendungen profitieren. Nehmen Hausherren Sanierungen oder Umbauten in Angriff, lässt sich die Planungsphase am Bildschirm ebenfalls einfacher und effizienter gestalten.

Wird ein einzelner Raum oder ein Teil des Hauses modelliert, kann am Bildschirm mit wenigen Klicks zwischen verschiedenen Ansichten gewechselt werden. Dies sorgt beispielsweise für einen konkreten Einblick, wie sich verschiedene Ideen eines Umbaus nach der Fertigstellung präsentieren würden. Solche Visuals werden zu einer Entscheidungshilfe, wenn sonst nur mit Worten über Ideen des Eigentümers mit seiner Familie gesprochen wird.

Großer Vorteil von Profi-Tools speziell bei An- und Umbauten ist die Erstellung fachgerechter Schnitte. Ohne Mühe lassen sich Häuser und Räume aus allen Blickwinkeln betrachten und optisch unterteilen. Dies erleichtert vom Querschnitt bis zur Vogelperspektive die konkrete Darstellung der Bauideen. Zu bedenken ist: Nicht jeder Mensch hat das gleiche Vorstellungsvermögen. Ideen, die im eigenen Kopf klar erkennbar sind, müssen für andere Menschen nicht so einfach vorstellbar sein.

Vom starken Modell zur sicheren Finanzierung

Die Planungsphase ist mit professionellen Visuals abgeschlossen? Architekten und Bauträger haben konkrete Vorstellungen von Bauideen und bestätigen die bauliche und technische Machbarkeit. Dann geht es im letzten Schritt an die verlässliche Finanzierung des Vorhabens. Hier macht sich erneut die konkrete Darstellung mittels 2D- und 3D-Modellen bezahlt.

Wenn Sie sich rechtzeitig um eine günstige Finanzierung kümmern, wird der potenzielle Geldgeber ebenfalls über konkrete Ansichten und verlässliche Dokumente begeistert sein. Neben der Kreditgewähr gilt dies speziell für förderfähige Projekte, für die Programme bei den Bundesländern, der KfW und anderen Institutionen warten.

Konkrete und ansehnliche Modelle machen die Abschätzung leichter, ob alle Voraussetzungen für eine Förderung erfüllt sind. Ein weiterer Grund, sich auch als privater Eigentümer bei Plänen einer geförderten, energetischen Sanierung mit einer Modellierung der Bauideen zu befassen.

Was Architekten und Planer seit vielen Jahren am Bildschirm umsetzen, steht längst auch Firmen und Privatanwendern offen. Die Möglichkeiten der Anwendung sind vielfältig und erleichtern die Kommunikation mit einem Branchenprofi erheblich. Auch ohne einen solchen Kontakt, beispielsweise für die private Vermarktung von Immobilien, hinterlassen Visuals einen uneingeschränkt positiven Eindruck.