Gut schlafen trotz heißer Temperaturen

München : Gut schlafen trotz heißer Temperaturen

Wer kennt es nicht: Es ist Sommer. Den ganzen Tag über waren es konstant um die 30 Grad, und die Luft im heimischen Schlafzimmer ist dermaßen aufgeheizt, dass man das Gemach getrost auch als Sauna nutzen könnte. An erholsamen Schlaf ist kaum zu denken.

Abgesehen davon, dass es diverse Techniken gibt, um den Schlafraum an sich so kühl wie möglich zu halten, lässt sich dabei aber auch durch die Wahl der Bettwäsche Abhilfe schaffen.

Sich für den richtigen Stoff entscheiden

Viele vergessen (oder wissen nicht), dass verschiedene Bettwäschematerialien unterschiedlichen Einfluss auf die Temperaturentwicklung unter der Decke haben. So gibt es Stoffe, die eher kühlen und von daher vor allem für die Sommerzeit geeignet sind und Stoffe, die besonders gut Wärme speichern bzw. eine Entweichung von Wärme eher behindern und insofern überwiegend in den kalten Wintermonaten zum Einsatz kommen sollten.

Dabei spielt es im Grunde keine Rolle, ob man eher große oder eher kleine Bettdecken benutzt. Denn eine Bettwäsche 200 x 200 kühlt, wenn sie aus angemessenem Material besteht, genauso gut, wie eine in der Größe 135 x 200. Welche Stoffe eigenen sich aber nun gut für den Sommereinsatz?

Die weich-warme Biber-Bettwäsche tut dies sicherlich nicht und sollte spätestens ab Juni tief im Schrank verstaut werden. Dagegen sind vor allem die Stoffe Renforcé, Jersey, Seesucker, Perkal, Leine oder Seide die idealen Deckenhüllen für die - in der Regel jedenfalls - heiße Jahreszeit. Gibt es dabei Unterschiede und wenn ja, worin bestehen sie?

Verschiedene Materialien, verschiedene Eigenschaften

Renforcé ist ein feinfädiges und gebleichtes Baumwoll-Material. Durch die spezielle Webart ist es sehr glatt und strapazierfähig. Es ist ferner fähig zu einer hohen Feuchtigkeitsaufnahme, wodurch es temperaturausgleichend wirkt und sich somit gut für den Sommer eignet.

Ebenso ist auch der nach der britischen Insel benannte Jersey-Stoff sehr saugfähig. Er besteht aus einem Mix aus Bauwoll- und Synthetikfasern. Im Sommer sollte vor allem Single-Jersey verwendet werden.

Noch besser für den Sommereinsatz geeignet ist Seesucker-Bettwäsche. Dieser etwas gewöhnungsbedürftig auszusprechende und zu schreibende Stoff bietet den Vorteil einer groben, rauen Strukturiertheit; er liegt quasi nie vollständig auf der Haut auf, sodass die Luft gut zirkulieren kann und ein Kühlungseffekt eintritt.

Ebenfalls atmungsaktiv, jedoch glatt ist der Baumwoll-Stoff Perkal. Es gibt aber auch Ausführungen aus Polyester.

Schließlich sind Leinen- und Seidenbettwäsche besonders unterstützend für einen angenehmen Schlaf in den Sommermonaten. Sie sind saugfähig und sehr glatt; Seide überzeugt ferner auch durch ihre Allergiker-freundlichen Eigenschaften.

Bei aller Sorgfalt hinsichtlich der Auswahl der Bettwäsche: Da man im Sommer in jedem Fall viel schwitzt, sollte die Bettwäsche regelmäßig und häufiger als im Winter ausgewechselt werden. Dann sollte einem - zumindest halbwegs - erholsamen Schlaf nichts mehr im Wege stehen.

(vo)