1. Leben
  2. Bauen und Wohnen

Fünf clevere Tipps für mehr Nachhaltigkeit im Badezimmer​

Umweltschonend : Fünf clevere Tipps für mehr Nachhaltigkeit im Badezimmer

Nachhaltigkeit spielt heutzutage in jedem Bereich des täglichen Lebens eine Rolle. Egal ob es um Lebensmittel geht, um Mülltrennung oder um Verhütung: Umweltschutz ist ein Faktor, den die meisten Konsumenten heutzutage in ihre Kaufentscheidungen einbeziehen.

Auch im Badezimmer gibt es inzwischen ein großes Einsparpotential an Plastikverpackungen und Einwegprodukten. Die folgenden fünf Tipps sollen erklären, welche Maßnahmen einfach umzusetzen sind.

Badreiniger selbst machen

Viele Menschen haben ganze Schränke voller chemischer Reinigungsmittel, die sie eigentlich nicht brauchen. Leider suggeriert uns die Werbung, dass es notwendig ist, für jeden Bereich des Hauses einen speziellen Reiniger zu besitzen. Nach dem Putzen gelangen die chemischen Mittel ins Abwasser und verunreinigen somit langfristig das Grundwasser. Davon abgesehen verbraucht es auch eine Menge Plastik, wenn man Toilettenreiniger, Glasreiniger, Scheuermilch, Badreiniger und Bodenreiniger einzeln kauft. Umweltschonender, günstiger und auch praktischer ist es, sich seine Putzmittel einfach selbst herzustellen. Dafür benötigt man nur einige Hausmittel, die in jeder Drogerie kostengünstig erhältlich sind. Essig, Zitronensäure, Soda, Kernseife und Natron sind die wichtigsten Zutaten von selbstgemachten Putzmitteln. Diese fünf Inhaltsstoffe sind vollkommen biologisch abbaubar und sanft zur Natur.

Umweltschonende Periode

Frauen, die menstruieren, benutzen dabei pro Tag etwa drei bis fünf Binden oder Tampons. Bei einer Periode, die fünf Tage dauert, käme man also auf 25 Tampons pro Periode. Das sind etwa 300 Tampons pro Jahr – eine Unmenge an Müll. Viel umweltschonender ist es, stattdessen auf wiederverwendbare Produkte zurückzugreifen. Davon bietet der Markt mittlerweile eine ganze Menge. So sind wiederverwendbare Slipeinlagen und Periodenunterwäsche eine praktische Alternative zu herkömmlichen Binden. Perioden-Panties haben einen integrierten Schutzbereich, der Flüssigkeit aufnimmt und das Auslaufen verhindert. Nach dem Gebrauch werden die Panties ausgewaschen und anschließend in der Waschmaschine gereinigt.

Ein ähnliches Prinzip kommt bei mehrfach nutzbaren Binden aus Bio-Baumwolle zum Einsatz. Frauen, die ansonsten Tampons verwenden, können auch Menstruationstassen oder Schwämme nutzen. Die Tassen aus Silikon heften sich durch einen Unterdruck innerhalb der Scheide fest und fangen das Blut auf. Schwämme saugen das Blut, ähnlich wie ein Tampon, auf und können nach dem Gebrauch ausgewaschen und erneut verwendet werden. Es gibt also verschiedene Möglichkeiten, auf Plastik und chemische Zusatzstoffe bei der Periodenhygiene zu verzichten.

Sparsamer Wasserverbrauch

Eine schöne warme Dusche nach einem langen Tag ist sicherlich eine Wohltat für Körper und Seele. Dennoch sollte man dabei nicht aus den Augen verlieren, dass auch der Wasserverbrauch die Umwelt belastet. Insbesondere das Erhitzen des kalten Wassers auf eine Temperatur, die uns angenehm erscheint, kostet viel Energie. Versuchen Sie daher, Ihren Wasserverbrauch zu reduzieren. In der Dusche gelingt dies zum Beispiel, indem Sie während des Einseifens das Wasser ausschalten und nicht unnötig lange duschen. Für umweltfreundlichen Sex unter der Dusche schaltet man besser auch das Wasser ab – oder verlegt das Vergnügen gänzlich an einen anderen Ort. Hartgesottene können auch dazu übergehen, ganz kalt zu duschen. Das schont nicht nur die Umwelt, es ist auch gut fürs Immunsystem und kurbelt die Fettverbrennung an.

Feste Seife statt Shampoos in Plastikverpackungen

Die meisten Verbraucher haben eine Vielzahl duftender Beauty-Produkte in der Dusche: Shampoo, Duschgel, Conditioner, Haarkuren – und in der Regel alles in Plastik verpackt. Dabei gibt es bereits viel umweltschonendere Alternativen: Fast jedes dieser Produkte ist mittlerweile als festes Seifenstück erhältlich. Diese Seifen können oft auch sowohl für die Haare als auch für die Haut verwendet werden und sind somit praktisch und platzsparend.

Statt fünf verschiedenen Produkten benötigt man so nur noch eines. Außerdem sind viele Naturkosmetik-Seifen in recyclebaren Papierverpackungen erhältlich. Eine andere praktische Alternative: Kosmetik selbst machen. Reichhaltige Haarkuren und Gesichtsmasken lassen sich beispielsweise aus hochwertigen Ölen wie Kokosöl, Olivenöl oder Mandelöl als Basis schnell zusammenmischen. Aus Sheabutter, Kokosöl, Carnaubawachs und ätherischen Ölen lässt sich eine nährende Bodylotion herstellen, die noch dazu äußerst ergiebig ist.

Wiederverwertbare Abschminkpads

Frauen, die sich gerne schminken, kennen das Problem: Jeden Abend beim Abschminken werden zwei bis drei Abschminkpads benötigt, die anschließend im Müll landen. Nachhaltig ist etwas anderes! Versuchen Sie daher auch hier, Einwegprodukte zu vermeiden. Stattdessen gibt es mittlerweile ein großes Angebot an waschbaren Alternativen auf dem Markt. Meistens handelt es sich dabei um Abschminkpads, die nach dem Gebrauch einfach in der Waschmaschine gesäubert werden können.

Alternativ kann man sich die Abschminkpads auch einfach selbst herstellen – man benötigt dazu nur einige alte Frotteetücher. Diese schneidet man rund oder quadratisch in der Größe zu, die man praktisch findet – fertig! Bei Bedarf kann man die Tücher auch umklappen und zusammennähen, sodass zwei Lagen entstehen und das Pad ein wenig griffiger wird.