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Frühjahrsputz: Tipps, um Terrasse, Garage und Eingangsbereich des Hauses aufzupolieren

Frühjahrsputz : Terrasse, Garage und Eingangsbereich des Hauses aufpolieren

Schränke abwischen, die Fenster putzen oder sich von Gegenständen verabschieden, die nicht mehr gebraucht werden – all das ist bei vielen Jahr für Jahr Teil des Frühjahrsputzes.

Doch auch die Outdoor-Bereiche des eigenen Zuhauses, wie Terrasse, Balkon, Eingangsbereich oder Garage, sehnen sich nach dem Winter nach Pflege. Wir geben Tipps.

Sobald sich der letzte Schnee von den Feldern verzogen hat und die ersten Frühblüher ihre Blüten zeigen, gehen viele zu Hause ans Werk – der Frühjahrsputz steht an. Schränke werden entrümpelt und abgewischt, die Fenster gesäubert und geölt, der Kühlschrank abgetaut und geputzt. Aber nicht nur das Innere des eigenen Zuhauses sollte auf Vordermann gebracht werden, sondern auch Außenbereiche lechzen nach der kalten Jahreszeit nach Zuneigung. Nachstehend gibt es Tipps für die wichtigsten Ecken und Zonen.

Terrasse & Balkon

Damit die ersten Sonnenstrahlen auf der Terrasse oder am Balkon genossen werden können, sollten Sie zunächst ein Augenmerk auf den dortigen Boden legen. Mit dem Besen lassen sich Reste des Herbstlaubes, Erde und kleine Steine wegfegen. Winkel, in denen sich Staub oder Spinnweben gebildet haben, können mit dem Staubsauger gereinigt werden. Wer Moose zwischen Pflastersteinen entfernen möchte, greift wiederum zu einem Fugenkratzer.

Zu guter Letzt wird gewischt und geschrubbt – zum Beispiel mit einer Bürste und milder Kern- und Schmierseife oder mit einem Hochdruckreiniger. Doch Achtung: Gerade beim Umgang mit Hochdruckreinigern ist Vorsicht geboten! Nicht jede Oberfläche eignet sich hierfür und gerade bei weichen Gesteinen kann die Oberfläche danach sogar schmutzanfälliger sein als zuvor. Wer sich unsicher ist, fragt bei Herstellern oder Gartenexperten nach. Im Zweifelsfall sollte der Druck reduziert werden, um Oberflächen nicht zu schädigen.

Ist der Boden sauber, kommen die Garten- oder Balkonmöbel an die Reihe. Holzmöbel befreien Sie am besten mit einer Bürste und warmem Wasser von Schmutz und Algen. Raue Oberflächen lassen sich mit einem Stück Schleifpapier und einem pflegenden Öl reduzieren. Der Vorteil dabei: Das Öl macht das Holz nicht nur geschmeidig, sondern schützt es auch vor der Sonne und dem Regen.

Und schließlich darf bereits dekoriert werden. Hierzu zunächst alle Töpfe, die für Pflanzen verwendet werden, säubern. Darin finden nun Frühblüher, die in kleineren Gefäßen vorgezogen wurden, Platz. Doch Achtung: Auch im April können die Nächte teilweise noch sehr kalt werden. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, schützt die Pflanzen daher mit einem Vlies, Karton oder Zeitungspapier vor frostigen Stunden.

Garage

Auch die Garage hat sich etwas Zuneigung verdient. In den meisten Fällen ist es nicht zwingend notwendig, sie nass zu reinigen. Oft reichen Besen und Staubsauger aus, um Boden und Wände von Laub, Spinnweben und Staub zu befreien.

Wer hingegen eine Nassreinigung plant, sollte hierfür einen warmen, sonnigen Tag wählen, denn Feuchtigkeit im Inneren der Garage gehört zu jenen unliebsamen Dingen, die Besitzer tunlichst vermeiden sollten, um Fahrzeuge zu schützen.

Garagenböden, die von allzu viel Schmutz verschont geblieben sind, können mit einem gewöhnlichen Putzmittel und Wasser gereinigt werden. Dort, wo sich mehr Flecken gebildet haben, kann ein Hochdruckreiniger mit einer Sodalösung wahre Wunder vollbringen. Wer mit besonders hartnäckigen Ölflecken zu kämpfen hat, kann diese noch vorbehandeln – zum Beispiel mit Waschbenzin. Hierfür die Flecken damit einschmieren und 30 Minuten warten.

Danach mit einer Drahtbürste den Boden schrubben. Die Feuchtigkeit schließlich mit einem saugfähigen Material, wie zum Beispiel Zeitungspapier, aufnehmen. Danach den Boden gründlich reinigen und die Garage noch einige Stunden offenhalten, damit so viel Luftfeuchtigkeit wie möglich entfleuchen kann. Checken Sie dazu vorab auch den Abfluss.

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Foto: Pexels.com

Über den Winter können sich Laub, Kieselsteine oder Schmutz unter dem Gitter angesammelt haben, die ihn verstopfen. Werfen Sie daher einen Blick unter das Abflussgitter und beseitigen Sie gegebenenfalls Unrat mit dem Handschuh oder einer kleinen Schaufel.

Kontrollieren Sie außerdem das Garagentor. Lässt es sich noch einwandfrei öffnen und schließen? Oder wird dieser Prozess von einem lauten Quietschgeräusch begleitet? Dann kann ein Tropfen Spezialöl helfen, um Komponenten wieder geschmeidig zu machen.

Wer über einen Antrieb verfügt, sollte die Garage ebenso per Knopfdruck ein paar Mal öffnen und schließen, um sicherzugehen, dass alles funktioniert. Wer mechanische Elemente säubern möchte, sollte auf jeden Fall darauf achten, dass auch diese danach wieder eingeölt oder eingefettet werden.

Überprüfen Sie Garage und Tor auch in puncto rostige Stellen. UV-Strahlen, Beschädigungen oder Blasen können den Lack abplatzen lassen, wodurch diese nicht mehr vor äußeren Einflüssen geschützt sind. Schmirgeln Sie kleine Stellen ab und tragen Sie frischen Lack auf – zum Beispiel mit Lackstiften.

Generell sollte das Garagentor regelmäßig von einem Profi gewartet werden. Wer größere Beschädigungen feststellt, sollte über eine Garagenrenovierung nachdenken.

Nutzen Sie die Gelegenheit außerdem, um die Garage zu entrümpeln und zu ordnen. Leere Behälter, alte Möbel, die zwischengelagert wurden oder kaputte Blumentöpfe sollten entsorgt werden. Wer besonders viel in der Garage lagert, kann auf ein Regalsystem setzen, um Ordnung zu schaffen. Das Entrümpeln und Aufräumen sorgt aber nicht nur für ein gutes Erscheinungsbild Ihrer Garage, sondern Sie werfen damit auch einen speziellen Blick auf die Grundsubstanz und können Schimmel, Risse oder Verunreinigungen rasch erkennen.

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Eingangsbereich

Schließlich sollte auch der Eingangsbereich aufpoliert werden. Genauso wie bei Balkon und Terrasse befreien Sie auch hier zunächst den Boden mit einem Besen von Unrat und reinigen anschließend Platten oder Steine mit Wasser und, wenn nötig, etwas Schmier- oder Kernseife. Je nach Untergrund kann auch hier der Hochdruckreiniger zum Einsatz kommen. Befreien Sie Zwischenräume von Moosen und zupfen Sie unliebsames Unkraut aus.

Dann können Sie sich der Eingangstüre widmen. Entfernen Sie hierfür zunächst Staub, Spinnweben und losen Schmutz mit dem Staubsauger und reinigen Sie die Tür mit milden Putzmitteln und Wasser. Die besonders sensiblen Elemente Türklinke, -knauf und -klopfer können Sie mit einem Allzweckreiniger oder einem Desinfektionsmittel desinfizieren. Säubern Sie zu guter Letzt die Fußmatte – das gelingt am besten mit dem Gartenschlauch. Manche Fußmatten können Sie sogar in der Waschmaschine reinigen.

Schließlich geht es noch ans Dekorieren der Haustür. Der Eingangsbereich ist gewissermaßen die Visitenkarte Ihres Hauses und jene Zone, mit der Besucher zuallererst in Berührung kommen. Liebe zum Detail ist hier also gefragt. Kleine Dekoelemente aus Holz oder eine Laterne können auf dem Boden unmittelbar neben der Tür platziert werden. Oder wie wäre es mit einer massiven Vase und ein paar Zweigen Golflieder, die die Osterzeit einläuten? Auch selbstgebundene Kränze, Tontafeln oder klassische Blumentöpfe bieten sich an. Hier sind der eigenen Kreativität keine Grenzen gesetzt.