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Einbruchschutz: Tipps für ein sicheres Eigenheim

Einbruchschutz : Tipps für ein sicheres Eigenheim

Deutschland ist ein sicheres Land. Hier können wir uns wirklich glücklich schätzen. Vor allem was das Thema Einbrüche angeht, kann man beobachten, dass die Zahl in Deutschland in den vergangenen Jahren konstant rückläufig ist.

Unter anderem liegt das an den immer beliebter werdenden Maßnahmen für den Einbruchsschutz. Laut einer aktuellen Statistik des Bundeskriminalamts kam es im Jahr 2019 zu insgesamt 87.145 Wohnungseinbruchsdelikten. Im Jahr 2015 waren es fast noch doppelt so viele Einbrüche. Das ist nicht zuletzt auf die gute Aufklärungsarbeit der Polizei zurückzuführen. Aber auch Haus- und Wohnungsbesitzer sowie Mieter versuchen ihr Zuhause immer sicherer zu machen, was es den Langfingern deutlich erschwert.

Sichere Fenster und Türen

Einbrecher haben es wirklich sehr schwer, wenn sie gar nicht erst in den Wohnraum eindringen können. Die meisten Diebe geben ihren Versuch in der Regel sehr schnell auf, wenn es nicht auf Anhieb klappt. Umso wichtiger ist es, dass man sich auf seine Türen und Fenster verlassen kann. Spezielle Anfertigungen, die Einbruchsicherheit versprechen, werden in diesem Zusammenhang immer beliebter.

Viele Anbieter passen die Fenster speziell an die Wünsche von Hausbesitzern an, sodass man gar keinen Unterschied zwischen einbruchssicheren und normalen Fenstern feststellen kann. So kann trotz des Schutzaspekts sich an Fenstern erfreuen, die zum restlichen Interieur passen.

Damit der Schutz etwas bringt, sollte man immer darauf achten, dass die Fenster und Türen beim Verlassen der Wohnung oder des Hauses richtig verschlossen sind. Gekippte Fenster im Erdgeschoss oder angelehnte Türen wirken auf Einbrecher geradezu wie eine Einladung, die sie gerne annehmen.

Will man auf Nummer sicher gehen, empfiehlt es sich, die Türen fest abzuschließen, selbst dann wenn man nur kurz weg ist. Die Fenster können ebenfalls mit abschließbaren Griffen gesichert werden. Noch mehr Sicherheit bringen zudem Aushebelsperren oder auch Gitter an den Fenstern. So hat der Dieb fast keine Chance mehr in den Innenraum einzudringen.

So tun, als sei man zu Hause

Generell haben Einbrecher Häuser eher auf dem Schirm, wenn sie sicher sein können, dass niemand zu Hause ist. Auf diese Weise können sie ungestört vorgehen und sich in Ruhe umsehen. Vor allem in der aktuellen Zeit haben es Diebe deshalb besonders schwer.

Sehr beliebt sind Wohnungen oder Häuser, deren Bewohner beispielsweise in Urlaub gefahren sind. Aus diesem Grund sollte man den Diebenvorspielen, dass immer jemand zu Hause ist. So kommen sie gar nicht erst auf die Idee einzubrechen.

Hierzu muss man erst einmal selbst die Anzeichen erkennen, die den Einbrechern verraten könnten, dass niemand zu Hause ist. Ein überquellender Briefkasten kann dem Langfinger beispielsweise sagen, dass man möglicherweise ein paar Tage verreist ist. Deshalb sollte man sich gut mit seinen Nachbarn stellen oder vielleicht auch Freunde bitten, regelmäßig den Briefkasten zu leeren - im Idealfall sogar einmal täglich.

Trotz des leeren Briefkastens können Einbrecher dennoch merken, dass niemand da ist, wenn seit längerer Zeit kein Licht in der Wohnung brennt. Für gewöhnlich beobachten die Langfinger ihr Zielobjekt für einige Zeit, um auszuschließen, dass und wann jemand zu Hause ist. Hier können entweder Zeitschaltuhren helfen, die zu bestimmten Zeiten das Licht einschalten oder sogenannte Anwesenheits-Simulatoren sind sinnvoll. Sie simulieren beispielsweise das Licht und das Flackern eines Fernsehers.

Diebe informieren sich oft über das Leben der Bewohner. Deshalb sollte man es vermeiden in irgendeiner Weise seine Abwesenheit anzukündigen, wie etwa in den sozialen Medien.

Ein guter Draht zu den Nachbarn

Verstehen sich die Nachbarn gut miteinander, kann das bei einem möglichen Einbruch von Vorteil sein. Bei einem Urlaub können sie beispielsweise nach dem Rechten sehen. Zudem wissen sie oft auch, wer ein- und ausgeht. Darum fallen ihnen verdächtige Personen viel schneller auf. Möglicherweise alarmieren sie dann früh genug die Polizei und es kommt gar nicht erst zum Einbruch.

Alarmanlagen und Kameras

Etwas kostspieliger, aber dennoch sehr effektiv, sind Sicherheitsgadgets. Das berühmteste Beispiel ist wohl die klassische Alarmanlage. Sie gilt als zusätzlicher Schutz, wenn die Einbrecher sich bereits Zutritt verschaffen konnten. Mit einem schrillen Alarm werden die Langfinger dann in die Flucht geschlagen. Dazu werden spezielle Sensoren an den Fenstern und Türen angebracht, die, wenn die Alarmanlage aktiv ist, beim öffnen auslösen können.

Überwachungskameras runden das Sicherheitspaket ab. Sie können entweder per Bewegungsmelder aktiviert werden oder durchgehend aufzeichnen. Am besten bringt man sie so an, dass sie besonders prominente Zugangsmöglichkeiten zum Haus immer im Blick haben.

Zusätzlich sind auch Bewegungsmelder sinnvoll, die ein grelles Licht aktivieren. Einbrecher agieren vorzugsweise im Dunkeln und lassen sich von zu hellem Licht ebenfalls abschrecken, weil sie Angst haben gesehen oder gar erkannt zu werden.

Wertsachen sicher lagern

Manchmal kann es ein Dieb trotz aller getroffenen Sicherheitsmaßnahmen dennoch ins Haus schaffen. Spätestens dann, wenn er sich wirklich ungestört im Wohnraum umschauen kann, ist es meistens schon zu spät. Viele Einbrecher haben bereits Routine in ihrem „Job“ und kennen sich besonders gut mit Verstecken aus. Selbst wenn man sich das beste Versteck für sein Bargeld oder seine wertvolle Uhrensammlung ausgedacht hat, wird der Dieb wohl dennoch fündig werden.

Richtig wertvolle Sachen, die beispielsweise auch einen persönlichen Wert haben, sollte man nicht ungeschützt zu Hause liegen lassen. Gleiches gilt für Bargeld. Beides ist wohl besser in einem Schließfach in der Bank aufgehoben.

(vo)