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Gelsenkirchen: Die Dekotrends für Ostern: Blüten im Ei

Gelsenkirchen : Die Dekotrends für Ostern: Blüten im Ei

Im Frühjahr erwacht die Natur zu neuem Leben. Krokusse und Narzissen sprießen als bunte Farbkleckse aus der Erde. Überall beginnt es zu blühen und zu grünen. Spätestens zum Osterfest hält die farbenfrohe Pflanzenwelt auch Einzug in die Wohnzimmer.

Denn: „Blumen dürfen an Ostern auf keinen Fall fehlen”, findet Nicola Fink vom Bundesverband Deutscher Floristen in Gelsenkirchen. „Schließlich sind sie die Botschafter der neuen Jahreszeit.” Auf der Ostertafel kommen Schnittblumen in diesem Jahr „verspielt, nicht opulent” zum Einsatz, geht es nach den Trends der Floristen. Ein Hingucker seien Chrysanthemen, Narzissen oder Clematis, die mit etwas Grün zu liebevollen Gestecken dekoriert werden.

Damit die Osterdekoration nicht jedes Jahr dieselbe ist, gibt es ein paar kleine Ideen: Das Ei einfach mal in Filz hüllen oder aus Geschenkbank kleine Osterhasen formen. Besonders Pastellfarben sind dieses Jahr gefragt.
Damit die Osterdekoration nicht jedes Jahr dieselbe ist, gibt es ein paar kleine Ideen: Das Ei einfach mal in Filz hüllen oder aus Geschenkbank kleine Osterhasen formen. Besonders Pastellfarben sind dieses Jahr gefragt. Foto: dpa

„Etwas stimmungsvoller sieht es aus, wenn die einzelnen Blüten durch kleine Öffnungen in ausgeblasene Eier gesteckt werden”, sagt Fink. Diese Dekoration selbst herzustellen, ist jedoch eine ziemliche Herausforderung: „Zunächst muss Steckschaum durch die Öffnung ins Ei gegeben und schließlich die Blume mit viel Fingerspitzengefühl hineingesteckt werden.”

Damit die Osterdekoration nicht jedes Jahr dieselbe ist, gibt es ein paar kleine Ideen: Das Ei einfach mal in Filz hüllen oder aus Geschenkbank kleine Osterhasen formen. Besonders Pastellfarben sind dieses Jahr gefragt.
Damit die Osterdekoration nicht jedes Jahr dieselbe ist, gibt es ein paar kleine Ideen: Das Ei einfach mal in Filz hüllen oder aus Geschenkbank kleine Osterhasen formen. Besonders Pastellfarben sind dieses Jahr gefragt. Foto: dpa

Auch der klassische Osterstrauß darf auf keinem Festtagstisch fehlen. „Die Sträuße werden in diesem Jahr locker und leicht gebunden - als seien sie gerade erst gepflückt worden”, erklärt Fink. Denn die Dekoration an Ostern sei 2014 insbesondere eines: natürlich.

Damit die Osterdekoration nicht jedes Jahr dieselbe ist, gibt es ein paar kleine Ideen: Das Ei einfach mal in Filz hüllen oder aus Geschenkbank kleine Osterhasen formen. Besonders Pastellfarben sind dieses Jahr gefragt.
Damit die Osterdekoration nicht jedes Jahr dieselbe ist, gibt es ein paar kleine Ideen: Das Ei einfach mal in Filz hüllen oder aus Geschenkbank kleine Osterhasen formen. Besonders Pastellfarben sind dieses Jahr gefragt. Foto: dpa

Schnittblumen und Zweige, die sich selbst weiter entfalten, liegen daher besonders im Trend - Tulpen, Weidenkätzchen und Forsythienzweige etwa. „Sie wachsen weiter, erblühen langsam und wandeln so Tag für Tag ein bisschen ihr Aussehen - so, wie sich die Natur auch stetig verändert”, beschreibt es die Blumenexpertin.

Damit die Osterdekoration nicht jedes Jahr dieselbe ist, gibt es ein paar kleine Ideen: Das Ei einfach mal in Filz hüllen oder aus Geschenkbank kleine Osterhasen formen. Besonders Pastellfarben sind dieses Jahr gefragt.
Damit die Osterdekoration nicht jedes Jahr dieselbe ist, gibt es ein paar kleine Ideen: Das Ei einfach mal in Filz hüllen oder aus Geschenkbank kleine Osterhasen formen. Besonders Pastellfarben sind dieses Jahr gefragt. Foto: dpa

Claudia Herke, Designerin vom Stilbüro bora.herke.palmisano und Trendexpertin für die Messe Frankfurt, interpretiert die Verwendung von natürlichen Osterdekorationen als eine Sehnsucht nach Harmonie im Wohnbereich. „Das Plakative wird durch eine entspannte, berührende Zurückhaltung abgelöst”, sagt die Trendanalystin. Künstliche Stoffe seien da fehl am Platz. „Ausdruck findet der neue Stil in natürlichen Materialien wie Holz, Kork, Korb und Geflechten.”

Der Natürlichkeit spiegelt sich auch in den Trendfarben wieder: „Wir werden viele pastellfarbene Blumen sehen - etwa Clematis, Hortensien und Vergissmeinnicht”, so Nicola Finks Prognose. Kombiniert werden sie mit viel Grün, darunter auch Kräuter, die in Blumengebinden bislang eher ungewöhnlich sind. „Salbei und Thymian sind ein absolutes Muss in diesem Jahr”, berichtet Fink von den Trends der Floristenbranche. „Sie setzten duftende Akzente, die die Verbundenheit zur Natur nochmals unterstreichen.”

Statt bunter Plastikanhänger kommen obendrein eher natürliche Accessoires wie Gänsefedern oder ausgeblasene Eier in den Strauß. Bänder werden von Applikationen in Form von Blüten oder Schmetterlingen geziert, berichtet Herke. „Auch hier bemerken wir eine Tendenz hin zu natürlichen Materialien - etwa Leinen”, ergänzt Gerlinde Karg, Geschäftsführerin des Verbandes Hobby-Kreativ aus Neumarkt in der Oberpfalz (Bayern).

Diese seien ebenfalls oft mit typischen Frühlingsmotiven wie Schmetterlingen oder Blumen bedruckt. Oder zum Fest gibt es sie mit Schriftzügen wie „Frohe Ostern”. Die Bastelexpertin rät, die Bänder nicht nur zum Verpacken von Geschenken oder als Dekoration im Strauß zu verwenden, sondern damit Figuren zu formen - etwa einen Osterhasen. Dafür werden Körper, Füße und Kopf einzeln aus einem breiten Geschenkband gefaltet und die Teile schließlich mit Heißkleber zusammengesetzt, erklärt Karg.

Sogar das Ei, das Oster-Dekoelement schlechthin, bekommt in diesem Jahr einen Mantel aus einem Naturmaterial: eine Schicht Filz. Dafür wird ein Styroporei genommen und mit einer Filznadel und verschiedenfarbiger Wolle bearbeitet. „Zunächst wird die Filzwolle um das Styroporei gelegt und mit der Nadel um das Ei gefilzt”, so Karg. Anschließend kommt eine zweite Schicht darüber.

Mit dem Stanzer werden aus 80 Gramm schwerem Papier Motive ausgestanzt. Diese werden als Schablone auf das Ei gelegt und als Ornamente durch das Papier auf das Styropor übertragen. „Wer kann, filzt die Motive einfach freihändig auf das Ei”, sagt Karg. „Man kann aber auch Konturen aus Bastelfilz ausschneiden und auf das Ei kleben.” Wer zwei linke Hände hat, aber nicht auf die wollenen Osteraccessoires verzichten möchte, findet aktuell viele fertige Produkte aus Filz im Handel.

„Niedliche Häschen und Hühner sind und bleiben übrigens die Klassiker”, betont Karg. Wer es puristisch mag, greift zu weißen Porzellanfiguren. Bastler stellen die tierischen Dekoelemente selbst aus buntem Papier her. Auch kunterbunte Hasen- und Hühnerfamilien, die in Gras gebettet in Weidenkörbe drapiert werden, seien ein schöner Hingucker. „Je nach Wohnstil und Geschmack dürfen es gerne ganze Herden oder aber einzelne Exemplare sein”, findet Karg.

(dpa)