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Die Auswirkungen von Corona auf die Baubranche

Veränderte Bedingungen : Die Auswirkungen von Corona auf die Baubranche

Mit dem Corona-Virus kamen zahlreiche Einschränkungen. Sowohl im zwischenmenschlichen Bereich als auch aus wirtschaftlicher Sicht kann die Pandemie langfristige Folgen haben. Doch vielerorts können sich auch Chancen ergeben, so etwa im Hausbau.

Wir zeigen, welche Auswirkungen Corona auf die Baubranche hat, ob und unter welchen Bedingungen der Traum vom Eigenheim verwirklicht werden kann.

Der Hausbau lohnt sich

Weil die Corona-Pandemie die Zinsen drückt, ist jetzt die beste Zeit, von der Mietwohnung in ein Eigenheim zu ziehen. Man kann sogar von einem Allzeittief der Bauzinsen sprechen. Wie die Kreditplattform Interhyp berichtet, gibt es den Immobilienkredit mit einer Zinsbindung von 10 Jahren aktuell zu einem Zinssatz von nur 0,6 Prozent jährlich. Ein Zinssatz, der viele Pläne durcheinanderwirbeln könnte. Schließlich kann man dadurch erwägen, einen höheren Kredit aufzunehmen, wodurch sich die Eigenkapitalleistung verschmälert.

Die meisten Baufirmen nehmen wieder Aufträge an und bieten potentiellen Kunden persönliche Beratungstermine als auch Videotelefonie an. So kann man sich in aller Ruhe darüber informieren, welche Möglichkeiten es gibt, die eigenen Vorstellungen vom neuen Zuhause umzusetzen. Die Vorteile einen Bungalow zu bauen können dabei ebenso erörtert werden wie die Gründe, die für einen anderen Haustyp sprechen könnten. Je nach individuellen Präferenzen, können dabei auch weitere Wünsche berücksichtigt werden. Mit einem Passivhaus die Heizkosten senken ist zum Beispiel etwas, das viele baldige Eigenheimbesitzer interessiert.

Diese Besonderheiten bringt der Hausbau unter Corona mit sich

Während lange Zeit über viele Branchen brachlagen, kehrt man in immer mehr Bereichen zur Normalität zurück. Das gilt auch für Bauprojekte, die weiterhin stattfinden dürfen. Allerdings müssen auch hier Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden. Auch Bauherren sind für die Einhaltung dieser Regeln verantwortlich. Das bedeutet, beim Baustellenbesuch müssen Bauherren die aktuellen Regelungen einhalten und auf die in ihrem Bundesland gültigen Ausgangsbeschränkungen achten.

Und noch eine weitere Besonderheit gibt es: Während Fertighäuser in der Regel innerhalb kürzester Zeit gebaut werden können, kann es hier nun zu Verzögerungen kommen. Ein möglicher Grund sind Engpässe bei der Lieferung von Materialien. Zwar halten Fertighaus-Anbieter vieles auf Vorrat, doch einige Materialien müssen aus dem Ausland eingekauft werden. Durch verschärfte Einreisekontrollen sowie Staus an Grenzübergängen kann es deswegen zu Lieferschwierigkeiten kommen. Hier kann es sich lohnen, über die Verwendung anderer Materialien nachzudenken. Dauert etwa die Lieferung von Badfliesen aus Italien zu lange, sollte gemeinsam mit dem Bauunternehmen nach Alternativen geschaut werden. Bei bereits begonnenen Bauprojekten sowie bei zukünftigen gilt, dass der Bauherr darüber informiert werden muss, falls es zu einer Bauverzögerung kommt.

Was tun bei finanziellen Engpässen?

Die meisten Menschen finanzieren ihr neues Zuhause über einen Kredit. Kurzarbeit, Entlassungen oder Gehaltsanpassungen können jedoch dafür sorgen, dass man seine Kreditraten nicht mehr tilgen kann. Solche finanziellen Engpässe sorgen bei Bauherren verständlicherweise für Verunsicherung und Angst. Hier gilt: Ruhe bewahren und das Gespräch mit dem Kreditgeber suchen. Banken und Kreditinstitute wissen um die momentan heikle finanzielle Lage vieler Kreditnehmer und zeigen sich verständnisvoll. Im neuen „Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht“ ist etwa festgehalten, dass Kreditnehmer eine Stundung ihres Kredits beantragen können.

(rd)