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Berlin: Bauholz sollte unter 20 Prozent Restfeuchte haben

Berlin : Bauholz sollte unter 20 Prozent Restfeuchte haben

Holz am Haus und im Garten ist bis zu einem gewissen Grad vor Feuchtigkeit, Pilzen und daran nagenden Insekten geschützt. Wichtig ist aber, dass die Restfeuchtigkeit im Bauholz unter 15 Prozent, mindestens aber unter 20 Prozent liegt.

Es sei denn, die Konstruktion kann noch gut nachtrocknen. Darauf weist der Bauherren-Schutzbund (BSB) in Berlin hin. Denn auf feuchtem Holz wachsen etwa Pilze schneller.

Oder aber der Hausbesitzer muss den Baustoff mit schützenden Stoffen einstreichen - etwa Bioziden, die Organismen abtöten. Weil diese Stoffe aber Menschen, Tiere und die Umwelt gefährden können, sollte er nur Produkte mit Zulassung der Bundesstelle für Chemikalien der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) benutzten.

Ölige Produkte und solche, die Lösungsmittel enthalten, eignen sich für Bauholz mit einer Restfeuchte zwischen 20 und 30 Prozent oder geringer. Allerdings dürfen sie nicht verwendet werden für Bauteile, die in Kontakt mit Erde kommen. Hier braucht man einen extra Schutz gegen Fäule. Das bieten wässrige oder wasserlösliche Mittel. Diese enthalten anorganische Wirkstoffe wie Arsen-, Bor-, Chrom-, Fluor- und Kupferverbindungen.

Zwar sind diese hochtoxisch, aber sie belasten laut BSB die Luft im Wohnraum kaum. Sie können schon für Holz mit einer Restfeuchte von über 30 Prozent verwenden werden, heißt es in dem neuen BSB-Ratgeber „Holzschutz ABC”. (www.bsb-ev.de; http://www.baua.de/)

(dpa)