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7 (gute?) Gründe für den Immobilienkauf

Gut durchdacht : 7 (gute?) Gründe für den Immobilienkauf

Der Kauf des eigenen Zuhauses ist für viele Menschen in Deutschland ein großer Traum. Bei steigenden Kaufpreisen sollte der Kauf allerdings nicht nur eine emotionale Entscheidung sein, sondern auf sicheren Beinen stehen. Hier sind sieben Gründe für den Kauf einer Immobilie und wann sie wirklich zutreffen.

Die Mieten und Preise steigen bei Immobilien weiterhin. In einigen Städten und Lagen Deutschlands sind die Preise mittlerweile so hoch, dass sich viele Menschen mit ihrem Einkommen dort kein Eigentum mehr leisten können. Wer nicht über ein überdurchschnittliches Einkommen verfügt oder eine höhere Summe erbt, muss bei der Lage oder bei der Größe der Immobilie Kompromisse schließen. Diese sollten allerdings gut durchdacht sein, damit am Ende nicht die Enttäuschung groß ist. Wer langfristig einen Garten möchte, der wird mit einem Balkon oder Hofgarten unglücklich. Wer kurze Wege im Alltag wünscht, dem hilft das schönste Zuhause nicht über den Stress mit langen Wegen hinweg. Eine kleine Wohnung in einer zentralen Wohnung lässt sich bei Veränderungen in der Lebenssituationen gut verkaufen oder vermieten. Bei einem Haus in einer weniger attraktiven Lage sieht das bereits anders aus. Ein klarer Blick und Beratung durch einen Fachmann helfen, die Entscheidung für oder gegen den Kauf einer Immobilie wohl bedacht treffen zu können.

Grund 1: Wertzuwachs und Sicherheit

Eine eigene Immobilie ist für die meisten Menschen ein Synonym für Sicherheit und Wertzuwachs. Diese Einschätzung stimmt jedoch nur bedingt. Eine Immobilie kann an Wert verlieren, wenn die Lage durch Veränderungen an Attraktivität verliert. Ebenso verliert eine Immobilie an Wert, wenn sie nicht entsprechend gepflegt ist. Das ist ein Punkt, den viele Immobilienkäufer unterschätzen und nicht in ihre Kalkulation einbeziehen. Eine Immobilie fordert Geld und Zeit für die Instandhaltung und Verbesserung. Beim Kauf einer Bestandsimmobilie sollte der Zustand kritisch betrachtet werden. Die folgenden Punkte sind wichtig:

  • Wie steht es um die sanitären Anlagen?
  • Wie alt ist die Heizung?
  • Wie aktuell ist der Strom und passen die Anschlüsse zu den eigenen Bedürfnissen?
  • Wann wurde das Dach gedeckt?
  • Ist das Haus komplett ausgebaut oder sollen noch Teile wohnlich erschlossen werden?
  • Wie ist das Haus gedämmt und wie sind die regionalen Vorschriften für Hausbesitzer?
  • Wie alt sind die Fenster?
  • Wie einbruchssicher ist die Immobilie?
  • In welchem Zustand befinden sich der Garten, Zuwegung und der Eingangsbereich?

Denn das sind alles Punkte, die eine größere Investition mit sich bringen. Bei einer Immobilienfinanzierung sollten zukünftige Investitionssummen mitberücksichtigt werden. Die eigene Vorbereitung ist bei einer Finanzierung in der Größe entscheidend. Wer durch Aufschreiben der konkreten Einnahmen und Ausgaben seinen eigenen Kreditrahmen einschätzen kann, schaut realistischer auf die Angebote. Varianten wie Mietkauf sind nur bedingt zu empfehlen, da sie häufig versteckte Risiken mit sich bringen.

Grund 2: Schutz vor Inflation

Renovieren in der eigenen Immobilie nutzt nicht nur dem Wohlbefinden, sondern erhält auch den Wert der Immobilie. Foto: pixabay.com/elbym

Immobilien und Land verlieren in der Regel nicht an Wert. In einem eigenen Zuhause ist das eigene Geld sicherer angelegt als auf einem Sparbuch. In den meisten Fällen stimmt das. Allerdings darf die Immobilie nicht an Wert verlieren. Wichtig ist, dass der Kaufpreis realistisch ist und nicht aufgrund eines temporären Hypes entsteht. Wer eine Immobilie in einem angesagten Szeneviertel einer Großstadt kauft, geht ein gewisses Risiko ein. Der Stadtteil darf sich in der kommenden Zeit nicht anderweitig entwickeln und die Preise wieder fallen. Bei ländlicheren Gegenden spielt die Entwicklung der Infrastruktur für die Preise eine Rolle. Außerdem verlieren Grundstücke dort durch mögliche weitere Bauten an Wert. Wird die besondere freie Sicht auf Felder durch weitere Häuser oder Windräder weggenommen, sinkt der Wert der Immobilie. Wer sich vor dem Kauf einer Immobilie mit der Entwicklung der Gegend auseinandersetzt, minimiert das Risiko einer Überraschung. Ganz ausschließen lässt sich der Werteverfall durch äußere Faktoren und Trends jedoch nicht.

Grund 3: Fördermöglichkeiten ausschöpfen

Der Kauf von Immobilien wird in Deutschland durch überregionale und regionale Zuschüsse vom Staat gefördert. Besonders günstige Darlehensbausteine sowie Zuschüsse für Dämmung, energetische Sanierung oder altersgerechtes Wohnen unterstützen Immobilienkäufer. Auch Familien werden durch besondere Maßnahmenpakete beim Erwerb von Eigentum unterstützt. Der Aufbau des eigenen Vermögens wird beim Kauf von Immobilien staatlich vielseitig gefördert.

Grund 4: Absicherung im Alter

Die aktuelle Untersuchung zur Entwicklung der Altersarmut bis 2036 in Deutschland vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung sieht den Besitz von Immobilien als hilfreichen Faktor im Vermeiden von Altersarmut an. Wichtig ist allerdings, wie mit dem Besitz umgegangen wird. So kann eine zu große und nicht altersgerechte Immobilie unnötige Kosten im Alter verursachen. Wird das große Haus hingegen verkauft, ganz oder teilweise vermietet, sorgt es für ein Polster in diesem Lebensabschnitt. Wer frühzeitig eine Unterteilung der Immobilie durch entsprechende Anschlüsse vorbereitet, profitiert im Alter davon.

Grund 5: Gewinn von Lebensqualität

Die meisten Menschen sehen in den eigenen Vier-Wänden eine höhere Lebensqualität. Gerade nach dem ersten Jahr wird der Kauf der Immobilie als eine positive Entwicklung im Leben angesehen. Allerdings ist hierbei eine realistische Finanzierung der Immobilie ein entscheidender Faktor. Wer sich finanziell mit dem Kauf übernimmt, gewinnt keine Lebensqualität.

Grund 6: Neue Freiheiten

Die eigene Immobilie bedeutet Freiheiten. Das beginnt bei einem Haus mit dem eigenen Treppenhaus, in dem keine anderen Menschen mehr sind, und einer fehlenden Hausordnung. Die Freiheiten gehen weiter über die Gestaltung der Immobilie. Wer sich schwarze Wände wünscht, muss keinen Vermieter kontaktieren. Auch das Halten von Haustieren ist in den eigenen Vier-Wänden problemlos möglich. Die Kinder können im Garten spielen, ohne dass sich der pingelige Nachbar beschwert.

Grund 7: Sicherheit

Die eigene Immobilie bietet wirtschaftliche Sicherheit. Beim Mieten einer Immobilie wird Monat für Monat das Geld und die Gegenleistung des Wohnens aufgebraucht. Der Mieter erhält für seine Miete keine Sicherheit für die Zukunft. Bei der eigenen Immobilie kann der monatlich zu zahlende Betrag für die Finanzierung ebenso hoch oder höher als die Miete sein. Aber der Immobilienbesitzer bekommt jeden Monat für dieses Geld einen reellen Gegenwert und eine neue Sicherheit. Sein Zuhause wird mit jedem Monat mehr sein eigenes Zuhause. Der durchdachte Kauf einer Immobilie bietet dem Käufer sowohl pragmatisch als auch emotional Sicherheit.

(vo)