Zukunftsvision: Wenn das Auto an der Tankstelle selbst bezahlt

Zukunftsvision : Wenn das Auto an der Tankstelle selbst bezahlt

Tanken ohne lästiges bezahlen? Das wird wohl immer ein Traum bleiben – aber zumindest der Bezahlvorgang könnte sich in Zukunft deutlich einfacher gestalten: So wurde Anfang diesen Jahres erstmals eine Technologie vorgestellt, bei der das Auto quasi seine eigene Geldbörse mitführt und autonom an der Tankstelle bezahlen kann.

Basis dafür ist eine Bitcoin-ähnliche Technologie Namens IOTA, die mittlerweile von Industriegrößen wie Bosch, Volkswagen und Fujitsu unterstützt wird. Auch Jaguar plant die Ausstattung seiner Fahrzeuge mit einem entsprechenden Wallet.

Tangle stellt die Basis dar

Das sogenannte Wallet, das im Fahrzeug integriert ist, interagiert automatisch mit den Point of Sale-Terminals und ermöglicht somit die Initialisierung diverser Dienste - so etwa die Autorisierung des Batteriesystems, sodass der Ladevorgang begonnen werden kann, wobei gleichzeitig der fällige Betrag direkt an den Händler bezahlt wird.

Das System basiert auf der Bitcoin-ähnlichen Kryptowährung IOTA und würde sodann MIOTA-Token für die Bezahlung verwenden. Dominik Schiener, der Mitbegründet der IOTA-Stiftung, zeigte sich begeistert: „Es sind Unternehmen wie Accessec, die auf Basis von IOTA Produkte entiwckeln, die für uns eine Hilfe sind, wenn es etwa darum geht, die Akzeptanz wie auch die Bedeutung von IOTA in der Industrie voranzutreiben.“

Foto: Pixabay.com

IOTA arbeitet auch mit Volkswagen zusammen

„Digital CarPass“ lautet das Projekt, das ein wesentlicher Bestandteil der Zusammenarbeit zwischen Volkswagen wie IOTA ist. Das Projekt konnte erstmals auf der Cebit 2018 präsentiert werden und wurde gleich als positive Überraschung wahrgenommen. Am Ende handelt der CarPass von der Zurverfügungstellung zuverlässiger Fahrzeugsoftware über das Netzwerk von Tangle. Dabei ermöglicht die Blockchain-Alternative, dass die Daten von VW-Fahrzeugen zuverlässig erfasst werden, sodass es zu einer Effizienzsteigerung kommen kann. „Volkswagen will Tangle integrieren, sodass den Nutzern neue Dienste angeboten werden können“, so VW-Forschungschef Benjamin Sinram.

Bei CarPass handelt es sich um eine von mehreren Initiativen, die von Seiten des deutschen Autokonzerns entwickelt wurde. Der Forschungschef betonte zudem auch, dass Porsche an einer auf der Blockchain basierende Identitätslösung arbeite, die am Ende ermöglichen soll, dass der Fahrzeugzugang von mehreren Personen gemeinsam genutzt werden kann.

So war es in weiterer Folge auch möglich, wichtige Erkenntnisse zu gewinnen, die sodann für die Produktion wiederverwendet wurden. Das heißt, Sicherheitsprobleme vorhandener sowie auch implementierter PoS-Terminal-Softwaremodule wie Wallets stellen keinerlei Bedrohung mehr dar.

Die Alternative zur Blockchain?

Das Hauptziel, das von IOTA verfolgt wird? Man will die Lücken zwischen der Distributed Ledger Technologie (kurz: DTL) und dem „Internet of Things“ (IoT), dem „Internet der Dinge“, schließen. Zahlreiche Anwendungen übermitteln bereits automatisch Daten an Geräte wie Hersteller. Das Tangle wurde dahingehend entwickelt, eine schnelle wie auch skalierbare Machine to Machine (kurz: M2M) Kommunikation zu ermöglichen.

Tangle mag durchaus eine interessante Alternative zu der Blockchain sein. Aufgrund der Tatsache, dass sich IOTA auf das „Internet der Dinge“ spezialisiert hat, kann sehr wohl mit dem Gedanken gespielt werden, Geld in die Technologie zu investieren. Aktuell beträgt der Kurs der Kryptowährung 0,28 US Dollar (Stand: Anfang Mai 2019). Berücksichtigt man, dass der Krypto-Markt immer stärker wird, allen voran der Bitcoin, so könnte ein Investment durchaus erfolgversprechend sein.