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Stuttgart: Wieder salonfähig: Der Pick-up erobert Deutschland

Stuttgart : Wieder salonfähig: Der Pick-up erobert Deutschland

Auf US-Straßen kommt kaum einer an ihm vorbei - jetzt kommen Pick-ups auch langsam nach Deutschland. „Das Segment hat zwar nur einen Marktanteil von weniger als einem Prozent”, sagt Mitsubishi-Vertriebschef Jens Schulz, „Aber die Zahl der Wettbewerber, die um diesen kleinen Kuchen ringen, wird immer größer.”

Auch Renault plant schon für das nächste Jahr einen ersten Kleinlaster mit offener Ladefläche und hat mit dem Alaskan bereits eine entsprechende Designstudie gezeigt, sagt Pressesprecher Thomas May-Englert. Und als dritter im Bunde hat Fiat in Turin für das kommende Jahr ebenfalls einen neuen Pick-up mit rund einer Tonne Nutzlast angekündigt.

Dass sich die drei Hersteller vergleichsweise leicht tun mit dem Schritt in ein neues Segment, hat zwei Gründe: Die Technik der Pritschenwagen ist ebenso robust wie preisgünstig. „Und vor allem setzen alle Neueinsteiger auf Kooperationen mit etablierten Anbietern und müssen deshalb nicht mehr bei Null anfangen”, sagt Jonas Wagner vom Strategieberater Berylls.

Den Anbietern könnte sogar die Psychologie zur Hilfe kommen, glaubt Markenwissenschaftler Paolo Tumminelli von der International School of Design in Köln. Die zunehmende Verweichlichung der konventionellen Geländewagen beschert Ranger & Co. Zulauf, sagt er: „Wenn alle Barbies einen süßen SUV fahren, dann will Big Jim das kernige Auto mit kräftigen Sixpack zurück.”

(dpa)