Berlin: Vorsicht beim Wechseln der Kaskoversicherung

Berlin: Vorsicht beim Wechseln der Kaskoversicherung

Autobesitzer, die zum Jahresende ihre Kaskoversicherung wechseln wollen, um Geld zu sparen, sollten vorsichtig zu Werke gehen. Zunächst solle man einen neuen Vertrag suchen und dann erst den alten kündigen, raten die Fachleute des Verbrauchermagazins Finanztest in der Dezember-Ausgabe des Blattes.

Hintergrund: in der Kasko dürfen Versicherungen Kunden ablehnen. Das passiere zwar selten, ist aber möglich, wenn ein Autofahrer in jüngster Zeit viele Schadensfälle hatte oder einen besonders teuren PKW fährt, so die Verbraucherschützer in Berlin. Bei Neupreisen über 70.000 Euro würden einige Versicherer skeptisch. In der Haftpflicht gibt es eine Ablehnung nicht.

Die Versicherer müssen jedem Kunden die gesetzliche Mindestdeckung gewähren. In vielen Fällen gilt als letzter Termin für eine fristgemäße Kündigung der Haftpflicht der 30. November, erinnern die Versicherungsfachleute. Danach kann für einen besseren Tarif nur noch gekündigt werden, wenn der Versicherer den Beitrag erhöht hat. Dann gilt für einen Monat ab Zugang der Rechnung ein außerordentliches Kündigungsrecht.

Die Kündigung wirkt frühestens ab dem Tag, zu dem die Erhöhung greifen soll, meist ab 1. Januar. Aber, eine Beitragserhöhung ist gar nicht so leicht erkennbar, schildern die Finanztest-Fachleute ihre Beobachtungen. Oft ändere sich auch die Schadensfreiheitsklasse. Kunden müssen auf den Vergleichsbeitrag achten, empfehlen die Fachleute und den verstecken viele Versicherer klein in der Rechnung. Fällt er niedriger aus als der aktuelle Beitrag, wurden die Preise erhöht.

(amv)
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