1. Leben
  2. Auto

Erfuhrt: Vorsicht bei starkem Seitenwind

Erfuhrt : Vorsicht bei starkem Seitenwind

Heftiger, vor allem aber böiger Seitenwind birgt die Gefahr einer Kollision, Spurversatz oder Umkippen. Unfallexperte Achmed Leser vom TÜV Thüringen in Erfurt rät zu besonderer Vorsicht an Brücken und beim Überholen von Lastwagen.

Orkanartige Böen und Starkwinde führen jedes Jahr im Straßenverkehr zu Unfällen, warnt Achmed Leser: „Gerade beim Queren von Brücken, an Waldrändern oder beim Vorbeifahren an Lastzügen besteht die Gefahr, das Steuer zu verreißen. Die entstehenden Windabrisskanten verursachen ähnliche Effekte, wie wir sie vom so genannten Wirbelschleppen bei Flugzeugen her kennen.“

Oftmals versuchen Autofahrer, durch zu extreme Lenkbewegungen der Windkraft entgegenzuwirken. Reißt der Luftstrom dann abrupt ab, kann die Fahrt im schlimmsten Fall im Graben oder in der Leitplanke enden. Leser empfiehlt, auf Wetterwarnungen zu achten und die Fahrweise den äußeren Bedingungen anzupassen. Mit erhöhter Reaktionsbereitschaft sowie behutsamem Gegenlenken bei starken Seitenwinden kann man die Gefahren mindern.

Vor allem Fahrzeuge mit hohen Aufbauten wie Minivan, Caravan, SUV, Transporter und Lastwagen sind äußerst windanfällig. Die große Seitenfläche bietet dem Wind eine gute Angriffsfläche und kann zu einem Spurversatz oder gar Kippen des Fahrzeuges führen. Einige Hersteller bieten bereits heute einen elektronischen Seitenwind-Assistenten für ihre Fahrzeuge an. Hilfreich an windigen Tagen ist zudem ein höchst konservatives Warnsignal: Windsäcke an Autobahnbrücken warnen augenscheinlich vor starkem Wind.

(amv)