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München: Verkehrsunfälle vermeiden: Fünf Tipps für ein sicheres Miteinander

München : Verkehrsunfälle vermeiden: Fünf Tipps für ein sicheres Miteinander

Das Radwegenetz in Deutschlands Großstädten lässt nach jüngsten Erkenntnissen des ADAC an vielen Stellen zu wünschen übrig. Und auf den Straßen wird es immer enger. Bis sich an dieser heiklen Situation etwas ändert, sind Autofahrer, Radler und Fußgänger gleichermaßen gefordert, Rücksicht aufeinander zu nehmen - nur so lassen sich die Unfallzahlen senken.

„Es darf im Straßenverkehr nur ein Miteinander geben und kein Gegeneinander”, betont Simone Saalmann vom Testzentrum Mobilität des ADAC. Fünf Tipps können dabei helfen:

- Besondere Unfallschwerpunkte sind Straßenkreuzungen, das sollten sich Autofahrer und Radler ständig vor Augen halten. „Vor allem bei schlechten Sichtbeziehungen durch Bäume, parkende Autos oder weit von der Fahrbahn abgesetzte Radwege ist Vorsicht angesagt”, so Saalmann.

- In Abbiegesituationen gilt für Autofahrer: Schulterblick nicht vergessen. Radfahrer können die Gefahrensituation entschärfen, indem sie Kreuzungen mit gemäßigtem Tempo überqueren, sich an Ampelsignale halten und auffällige Kleidung tragen.

- Auf kombinierten Rad- und Fußwegen heißt es für Fahrradfahrer: Geschwindigkeit anpassen und bremsbereit sein. Passanten müssen ihrerseits darauf achten, Radlern nicht unvermittelt in die Quere zu kommen - „die können nicht abrupt stoppen und keine plötzlichen Richtungswechsel vornehmen”, gibt Saalmann zu bedenken.

- Der ADAC warnt eindringlich davor, Radwege als „Geisterradler” unsicher zu machen: Das Fahren in falscher Fahrtrichtung sei eine der Hauptunfallursachen zwischen Radfahrern.

- Autofahrer dürfen Fahrstreifen für Radler am Fahrbahnrand nicht blockieren - auch nicht, um nur mal eben kurz beim Bäcker ein paar Brötchen zu kaufen. Denn das führt dazu, dass Fahrradfahrer gefährlich weit auf die Straße ausweichen müssen.

(dpa)