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München: Urlaub mit Kindern: So sorgt man für eine entspannte Fahrt

München : Urlaub mit Kindern: So sorgt man für eine entspannte Fahrt

„Eine angenehme Anreise in entspannter Atmosphäre kann zu einem gelungenen Ferienstart beitragen“, schildert Jürgen Brenner-Hartmann von TÜV Süd in München seine Erfahrungen. Allerdings können vor allem unbeeinflussbare Faktoren wie Stau oder Aggressivität anderer Verkehrsteilnehmer ordentlich stressen.

„Wichtig ist in erster Linie, sich nicht durch andere aus der Ruhe bringen zu lassen. Schimpfen und Ärgern kann die Stimmung an Bord schlagartig verschlechtern“, warnt der Verkehrspsychologe.

Doch nicht nur von außen droht Ungemach. Eine wichtige Komponente für eine Ferienfahrt mit der Familie sind Gelassenheit und gute Laune der Eltern. „Wenn auf den Vordersitzen gestritten wird, geht das unmittelbar auf die Kinder über, und sie fühlen sich dann ebenfalls unwohl“, hält Brenner-Hartmann fest: „Ein ruhiger Fahrstil und gesunde leichte Zwischenmahlzeiten tragen darüber hinaus wesentlich zum Komfort der kleinen Passagiere im Fond bei. Jetzt im Sommer sollte man auch eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung nicht vergessen.“

Vor allem jüngere Kinder empfinden eine lange Autofahrt als eine Einschränkung ihres Bewegungsdranges und entsprechend wird gemosert. „Mir ist so langweilig“, „ich muss mal“, „wann sind wir endlich da?“, solche Quengeleien können die Atmosphäre schnell strapazieren. „Das lässt sich vermeiden“, beruhigt Brenner-Hartmann und nennt die obersten Regeln für Familienreise: „Viele Pausen einlegen und bei den Zwischenstopps für Bewegung sorgen.“

Grundsätzlich sollte die Reise mit dem Nachwuchs von Anfang an gut vorbereitet und sorgfältig geplant sein. Das spart letztlich Zeit und Nerven. Bei der Streckenkalkulation gilt es zu bedenken, wie man die größten Staustrecken umgehen kann. „Hilfreiche Hinweise geben die Stauprognosen der Automobilclubs, die Meldungen im Verkehrsfunk sowie Echtzeit-Verkehrsinformationen via Smartphone - natürlich das des Beifahrers“, empfiehlt Brenner-Hartmann.

Die kleinen Urlauber brauchen auf einer langen Fahrt häufiger Pausen als die Großen. Mehr Zeit einplanen damit man bei den Zwischenstopps nicht in Zeitverzug kommt, empfiehlt daher Brenner-Hartmann.

Das „Wie“ spielt hier eine entscheidende Rolle. Die Junioren müssen sich richtig austoben und frische Luft schnappen können. Unter www.rast.de können entsprechend zur eigenen Reiseroute Autobahnraststätten mit speziellem Kinderservice schon vorab ermittelt werden.

(amv)