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Frankfurt: Unfälle: Fußgänger sind im Winter besonders gefährdet

Frankfurt : Unfälle: Fußgänger sind im Winter besonders gefährdet

In der dunklen Jahreszeit steigt das Unfallrisiko für Passanten und Radfahrer massiv an. Dies belegen Daten der Unfallforschung der Versicherer (UDV). Demnach sterben in den Monaten November, Dezember und Januar eines Jahres statistisch betrachtet die meisten Fußgänger und Fahrradfahrer.

Einer der Gründe: Sie sind oftmals dunkel gekleidet und laufen so Gefahr, übersehen zu werden. „Helle Mäntel, Hosen und Jacken sind erfahrungsgemäß fast wie eine Lebensversicherung, wenn Dunkelheit, am besten kombiniert mit Regen, und Scheinwerferlicht zusammenkommen“, sagt Herbert Engelmohr vom Autoclub AvD in Frankfurt.

Typische Sicherheits-Kleidung ist weder stylisch noch chic. Stattdessen aber kann man kleine, reflektierende Accessoires verwenden, wie etwa aufnähbare Reflektoren, Klettbänder mit Reflektorstreifen oder durchaus auch die preiswert überall erhältlichen Warnwesten sowie retroreflektierende Accessoires. „Sie enthalten Partikel, die das Licht von Lampen und Scheinwerfern wieder in Richtung der Lichtquelle zurückwerfen anstatt es in alle Richtungen zu streuen“, erläutert der AvD-Sprecher. Die Reflexelemente wirken dadurch fast so hell, wie die Lichtquelle selbst.

Schulkinder sollten auf jeden Fall mit Reflektoren an der Kleidung oder auf dem Schulranzen ausgestattet sein. Ganz wichtig: auch Kinderwagen, ein Rollator oder der Einkaufswagen sollten Reflexelemente aufweisen. Und sogar das Halsband des Hundes kann damit zum Lebensretter werden.

„Besonders gefährlich ist im Herbst und im Winter das Gehen entlang der Straßen“, gibt Engelmohr zu bedenken. Wenn man an einer Landstraße ohne separaten Fußweg laufen muss, ist die linke Seite zu wählen, um dem ankommenden Verkehr entgegen zu laufen und notfalls ausweichen zu können.

Der AvD rät, eine kleine LED-Taschenlampe mitzunehmen und in Richtung des ankommenden Verkehrs zu leuchten. Ohne Warnweste oder retroreflektierende Ausrüstung sollte man in der Dunkelheit keinesfalls entlang unbeleuchteter Straßen laufen.

Muss man an ungesicherten, unübersichtlichen oder schlecht beleuchteten Stellen die Fahrbahn überqueren, darf man dies erst tun, wenn man sicher sein kann, dass die Straße frei ist oder man, etwa am Zebrastreifen oder einer Fußgängerampel, durch Blickkontakt mit den Autofahrern weiß, dass man ihre Aufmerksamkeit erlangt hat.

(amv/nom)