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TÜV Report 2019: Porsche 911er glänzt in jedem Alter

TÜV- Report 2019 : Der Porsche 911 glänzt mit geringer Mangelstatistik

Sieger des TÜV Reports 2019: der Porsche 911. Er gewinnt als erstes Fahrzeug über alle Altersklassen hinweg.

Die Fehlerstatistik dokumentiert jährlich die häufigsten Mängel an Pkw. Ungeachtet des Spitzenplatzes stieg die durchschnittliche Quote der erheblichen Mängel leicht um 1,3 Prozentpunkte auf 21,2 Prozent; das betrifft 1,8 Millionen Fahrzeuge. Gleichzeitig wächst allerdingts auch die Zahl der Fahrzeuge ganz ohne Mängel: von 66,2 Prozent auf 66,7 Prozent (5,8 Millionen Fahrzeuge). Die Quote der geringen Mängel sinkt - von 13,9 auf zwölf Prozent, das entspricht etwa einer Million Fahrzeuge. Der Anstieg bei den erheblichen Mängeln ist laut Jürgen Wolz, Leiter Operations bei der TÜV SÜD in München auch Ergebnis des gestiegenen Durchschnittsalters auf aktuell 9,4 Jahre. 2009 waren es noch 8,2 Jahre.

Einer der bei Hauptuntersuchungen (HU) immer wieder festzustellenden Mängel sind zu tief eingestellte Scheinwerfer, nicht funktionierende Nebelschlussleuchten oder defekte Rückfahrscheinwerfer. Die Quote für das Abblendlicht beim TÜV Report 2019:

1,7 Prozent der dreijährigen Pkw präsentiert sich auf den Prüfgassen in schlechtem Licht. Bei den Elfjährigen sieht es entsprechend düsterer aus: 7,5 Prozent der Fahrzeuge in dieser Altersklasse haben Mängel am Abblendlicht.

Insgesamt nimmt der größte unabhängige Gebrauchtwagenbericht fast neun Millionen Hauptuntersuchungen von 231 Fahrzeugmodellen unter die Lupe, vom 2. Halbjahr 2017 bis zum ersten Halbjahr 2018. Neu dabei: Dacia Lodgy, BMW 2er active Tourer und Porsche Cayenne.

Der Porsche 911 verweist die schwäbischen Nachbarn Mercedes B-Klasse und Mercedes GLK (Silber mit jeweils 2,6 Prozent) sowie den Vorjahressieger Mercedes SLK (Bronze mit 2,8 Prozent) auf die Plätze. Diese Ränge belegten im Vorjahr der VW Golf Sportsvan (Platz zwei) sowie Mercedes B-Klasse und Mercedes GLK (Platz drei). Vorjahres Zweiter VW Golf Sportsvan landet aktuell auf Platz zehn. Auf Platz Sieben beweist der Polo-Konkurrent Hyundai i20 mit lediglich 3,0 Prozent bei den erheblichen Mängeln, dass Qualität nicht teuer sein muss. Der günstige Südkoreaner, der für den europäischen Markt in der Türkei gebaut wird, hat beim HU-Debüt mit 33.000 Kilometern durchschnittlicher Laufleistung sogar 7000 Kilometer mehr auf dem Buckel als das Gewinnersportcoupé für den wohlhabenderen Autofahrer.

Klassenbeste: In der Klasse „Mini“ siegt erneut der Opel Adam (4,4 Prozent). Bei den Kleinwagen belegt der Hyundai i20 (3,0 Prozent) den ersten Platz. Bei den Kompakten manifestiert die Mercedes A-Klasse die Position (3,2 Prozent). In der Mittelklasse übernimmt wieder die C-Klasse (3,0 Prozent) vom Vorjahressieger Volvo V40 (4,2 Prozent), davor war es umgekehrt. Wechsel auch bei den Vans: B-Klasse (2,6 Prozent) übernimmt von Golf Sportsvan (3,3 Prozent) die Position zurück. Mercedes GLK (2,6 Prozent) verteidigt die Klasse „SUV“.

Am Ende der Tabelle alte Bekannte: „Dauerschlussleuchte“ Dacia Logan (14,6 Prozent). Auf dem vorletzten Platz: der Renault Clio (13,0 Prozent); Drittletzter: der Fiat Punto mit 12,1 Prozent.

(amv)