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Aachen: Sturmböen und starker Seitenwind bergen Unfallrisiko

Aachen : Sturmböen und starker Seitenwind bergen Unfallrisiko

„Starker bis stürmischer, in Böen Sturmstärke erreichender Wind mit einzelnen schweren Sturmböen bis 102 Kilometer pro Stunde (km/h/entsprechend Windstärke neun bis zehn)“, warnt der Wetterdienst Wetter.de. Wer kann, sollte daheim bleiben. Doch vielen ist das nicht möglich.

Auch Autofahrer sollten sich wappnen. Sturm- und Orkanböen bergen die Gefahr von Kollisionen, Spurversatz oder Umkippen. Unfallexperte Achmed Leser vom TÜV Thüringen in Erfurt rät gerade an Brücken und beim Überholen von Lkw zur Vorsicht. Fußgänger sollten sich vor herabstürzenden Dachziegeln oder Ästen in Acht nehmen.

„Gerade beim Queren von Brücken, an Waldrändern oder beim Vorbeifahren an Lastzügen besteht die Gefahr, das Steuer zu verreißen“, warnt Leser. „Die entstehenden Windabrisskanten verursachen ähnliche Effekte, wie wir sie vom so genannten Wirbelschleppen bei Flugzeugen her kennen. Oftmals versuchen Autofahrer, durch zu extreme Lenkbewegungen der Windkraft entgegenzuwirken. Reißt der Luftstrom dann abrupt ab, kann die Fahrt im schlimmsten Fall im Graben oder in der Leitplanke enden.“

Leser empfiehlt, auf Wetterwarnungen zu achten und die Fahrweise den äußeren Bedingungen anzupassen. Behutsames Gegenlenken und Reaktionsbereitschaft sollten Autofahrer bei starken Seitenwinden an den Tag legen. Auch Windsäcke an Autobahnbrücken können vor starkem Wind warnen. Vor allem Fahrzeuge mit hohen Aufbauten wie SUV, Transporter, Wohnmobile und Lkw sind äußerst windanfällig. Die große Seitenfläche bietet dem Wind eine gute Angriffsfläche und kann zum Spurversatz oder gar Kippen des Fahrzeuges führen.

(nom)