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München: Störenfriede sofort aus dem Reifenprofil entfernen

München : Störenfriede sofort aus dem Reifenprofil entfernen

Tack-tack-tack: Wenn ein Stein im Reifenprofil steckt und beim Fahren dieses Geräusch verursacht, sollten Betroffene anhalten und den Störenfried beseitigen. Der Stein ist dann meist so groß, dass er mit etwas Pech einen Plattfuß verursachen kann.

„Warten Sie in diesem Fall nicht, bis er sich bei höherem Tempo von alleine ablöst”, rät Vincenzo Lucà vom TÜV Süd. „Zumal er dann das eigene Auto beschädigen oder bei nachfolgenden Fahrzeugen gegen die Scheibe geschleudert werden kann.” Um Steine aus dem Reifenprofil zu holen, sollten Autofahrer niemals spitze Gegenstände verwenden.

Kleinere Splittsteinchen, wie sie im Winter auf glatte Straßen gestreut werden, sind nicht das Problem. „Die können Autoreifen normalerweise nichts anhaben”, sagt Lucà. Größere und scharfkantige Kaliber dagegen schon: Bohren sie sich tief genug ins Gummi, führt das unter Umständen zu schleichendem Luftverlust.

Wenn man zum Beispiel in den Bergen auf einer Schotterstraße unterwegs war oder den Wagen auf einem unbefestigten Wanderparkplatz abgestellt hat, kann es sinnvoll sein, anschließend nach größeren Steinen im Profil zu schauen.

„Wenn Sie den Eindruck haben, dass ein Stein ziemlich tief im Gummi steckt, operieren Sie ihn lieber nicht selbst heraus, sondern lassen Sie das von einem Reifenhändler machen”, empfiehlt Lucà.

Sollte der Reifen danach nicht mehr dicht halten, kann er vom Reifenspezialisten oft noch repariert werden: Dieser stopft und versiegelt das Löchlein, so der TÜV-Sprecher. „Bei Schäden auf der Lauffläche ist das möglich. Wenn ein Reifen allerdings im Bereich der Flanken kaputt ist, muss er ersetzt werden - eine Reparatur ist dort nicht erlaubt.”

(dpa)