München: Stau auf der Autobahn: Betreten der Fahrbahn verboten

München: Stau auf der Autobahn: Betreten der Fahrbahn verboten

Der Verkehr staut sich und je länger die Autobahn blockiert ist, desto mehr Menschen sind zu beobachten, die das Auto verlassen. Aber: Wer im Stau steht, darf die Fahrbahn grundsätzlich nicht betreten.

„Weder ein menschliches Bedürfnis noch das Wickeln eines Kindes stellen einen vom Gesetzgeber anerkannten Notfall dar“, warnt Katrin Müllenbach-Schlimme vom ADAC in München vor verbotenem Tun. In solchen Fällen heißt es, bis zum nächsten Park- oder Rastplatz zu warten. Das Betreten ist nur erlaubt, um einen Unfall abzusichern. Wer sich nicht daran hält, muss erwischtermaßen zehn Euro Verwarnungsgeld zahlen.

30 Euro Verwarnungsgeld riskiert, wer auf der Autobahn oder auf dem Standstreifen hält. Wer sogar parkt, riskiert ein Bußgeld von 70 Euro sowie einen Punkt. „Steht der Verkehr auf der Autobahnbei bei einer Vollsperrung für lange Zeit, wird die Polizei bei kurzem Aussteigen auf eine Anzeige verzichten“, schildert die ADAC-Fachfrau ihre Beobachtungen. Dabei dürfen Rettungskräfte nicht behindert werden.

Auch während eines Staus ist das Telefonieren ohne Freisprechanlage strikt verboten, sofern der Motor nicht ausgeschaltet ist. Hier droht ein Bußgeld von 60 Euro samt einem Punkt.

„Der Seitenstreifen ist nicht dazu da, um schneller zum Rastplatz oder zur Autobahnausfahrt zu gelangen“, warnt Katrin Müllenbach-Schlimme vor einer weiteren Unart. Wer den Streifen dennoch benutzt, riskiert 75 Euro Bußgeld und einen Punkt. Rückwärtsfahren oder gar wenden ist auch im Stau tabu, es sei denn, die Polizei fordert dazu auf. Sonst drohen eine Geldbuße bis zu 200 Euro, zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot.

Rechts zu überholen ist nur dann erlaubt, wenn der Verkehr auf dem linken Fahrstreifen steht oder mit weniger als 60 Kilometer pro Stunde (km/h) unterwegs ist. Bei stehendem Verkehr auf dem linken Fahrstreifen darf auf dem rechten Fahrstreifen mit einer Geschwindigkeit von höchstens 20 km/h gefahren werden. Ist der Verkehr auf dem linken Fahrstreifen langsam in Bewegung, darf die Differenzgeschwindigkeit nur 20 km/h betragen, höchstens also 80 km/h. Widrigenfalls werden eine Geldbuße von 100 Euro sowie ein Punkt riskiert.

Das A und O im Stau ist schließlich die Bildung einer Rettungsgasse. Bei Verstößen gegen dieses Gebot droht ein Verwarnungsgeld von 20 Euro.

(nom)