Berlin: Sonnenbrillen: Graue oder braune Gläser beim Fahren bevorzugen

Berlin: Sonnenbrillen: Graue oder braune Gläser beim Fahren bevorzugen

Autofahrer sollten Sonnenbrillen wählen, die grelles Licht und Reflektionen filtern. Getönte Aufsteckclips und selbsttönende Gläser sind am Steuer eher ungeeignet. Für Kontaktlinsenträger gilt: Vorsicht mit Klimaanlagen.

„Autofahren eignen sich braune oder graue Gläser mit 65 bis 75 Prozent Tönung am besten“, sagt Kerstin Kruschinski vom Kuratorium Gutes Sehen (KGS) in Berlin. Diese verfälschten die Farben von Ampeln oder Schildern nur sehr wenig und ließen noch genug Licht durch, um sich im Verkehr zu orientieren. Polarisierende Gläser vermindern zusätzlich Reflektionen, wie sie etwa nach einem Sommerregen auf der Straße entstehen können.

Getönte Aufsteckclips, die aus der normalen Brille vorübergehend eine Sonnenbrille machen, sind zwar praktisch für den Alltag, können beim Autofahren aber stören, weiß Wolfgang Wesemann, Leiter der Höheren Fachschule für Augenoptik in Köln: „Es kann passieren, dass das Sonnenlicht zwischen den Gläsern hin- und her gespiegelt wird. Dadurch wird das Kontrastsehen eingeschränkt.“

Auch selbsttönende Gläser eignen sich nicht hinterm Steuer. Sie reagieren auf UV-Licht, das aber durch die Autoscheiben schon zum größten Teil herausfiltert wird und ohne UV-Wirkung dunkeln die Gläser nicht ein. Wer Kontaktlinsen trägt, sollte im Auto Lüftung und Klimaanalage nicht auf höchster Stufe laufen lassen. Sowohl Zugluft als auch die kühle Luft können dazu führen, dass die Linsen schneller trocken werden und die Augen ermüden. „Macht die Hitze dennoch eine Abkühlung oder Durchzug erforderlich, lassen Nachbenetzungstropfen die Augen wieder fit werden“, empfiehlt Kerstin Kruschinski.

(amv)
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