Weiterstadt: Skoda Octavia Combi RS: Zwischenziel „Eau Rouge“

Weiterstadt: Skoda Octavia Combi RS: Zwischenziel „Eau Rouge“

Von außen nur dezent retuschiert, von innen vor allem mit neuer Elektronik samt größerem Touchscreen sowie besserer Smartphone-Integration aufgepeppt, stürmt der Skoda Octavia Combi RS mit üppigen 230 PS durch die Kurven.

Das macht er so gut, dass man sich auf der täglichen Fahrt zur Arbeitsstätte als Zwischenziele die „Eau Rouge“ in Spa oder die Nordschleife des Nürburgrings ins Navi programmieren möchte.

Mittlerweile ist jeder fünfte neu zugelassene Octavia eine RS-Version. Hierzulande besonders beliebt ist die Kombiversion. Verständlicherweise. Schließlich bietet sie im Kapitel Alltagstauglichkeit das bekannt gute Raumangebot mit reichlich Bein-, Ellenbogen- und Kopffreiheit, ein Gepäckabteil, dass es dank 610 und 1740 Litern Stauvolumen locker mit dem Reisegepäck einer Familie aufnimmt und die ebenso einfache wie intuitive Bedienung aller Instrumente.

Für das Kapitel Fahrspaß generiert der Zweiliter-Turbobenziner ein Drehmoment von 350 Newtonmetern (Nm) zwischen 1500 und 4600 Umdrehungen pro Minute. Schon ein kleiner Druck aufs Gaspedal genügt, um die Kräfte frei zu setzen. Das Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe arbeitet ohne spürbare Zugkraftunterbrechung und legt den passenden Gang im passenden Moment ein. Als Höchsttempo nennt Skoda 248 Kilometer pro Stunde (km/h) und beziffert den Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 mit 6,8 Sekunden. Als Verbrauch sollte man realistischer Weise neun Liter Super je 100 Kilometer einkalkulieren. Wer es ruhig angehen lässt, kann im Eco-Modus immerhin auf sieben Liter pro 100 Kilometer kommen.

Mit seinen Fahrleistungen und Fahrverhalten changiert der Combi mithin gekonnt zwischen einem braven Familienwagen und einem bissigen Sportgerät mit viel Fahrspaß ohne Nutzwert-Kompromisse im Alltag. Mit dem um 15 Millimeter abgesenkten Fahrwerk, den verschiedenen Fahrprofilen sowie der präzisen Lenkung wird die Fahrt über kurvenreiche Landstraßen zu einer Endorphine-Kur.

Auch beim Infotainment hat Skoda im Zuge des Facelifts nachgerüstet und bietet für den Octavia RS einen LAN-Hotspot, ein LTE-Modul und in der Folge Internetzugriff und unter anderem auch Verkehrsinformationen in Echtzeit an. Das Smartphone kann zudem über eine induktive Ladeschale wieder aufgeladen werden. Über einen Line-in-Audioanschluss oder die USB-Buchse in der Mittelkonsole lassen sich mobile Medienplayer einbinden. Darüber hinaus bietet bei den Assistenzsysteme der Sport-Skoda so ziemlich alles an, was in der Kompaktklasse der Stand der Zeit ist: Müdigkeitswarner ebenso wie eine ganze Armada von Hilfs- und Assistenzsystemen.

Skodas Sportkombi kostet ab 33.390 Euro und erscheint damit als ein vergleichsweise faires Angebot. Bedient man sich in der üppigen Optionsliste, addieren sich rasch 44.289 Euro beisammen. Angesichts der bereits guten Grundausstattung und der diversen Extras samt Alcantara-Ausstattung ist das immer noch ein faires Angebot. Dass die dreijährige Anschlussgarantie bis maximal 150.000 Kilometer mit 1049 Euro zu Buche schlägt, dürfte allerdings nur für Skoda simply clever sein.

(amv)
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