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Weiterstadt: Seat setzt nach dem erfolgreichsten Jahr der Unternehmensgeschichte weiter auf Privatkunden

Weiterstadt : Seat setzt nach dem erfolgreichsten Jahr der Unternehmensgeschichte weiter auf Privatkunden

Seit acht Jahren kann die VW-Tochter kontinuierlich Zuwächse verzeichnen. 2017 konnte sogar das bislang mit Abstand erfolgreichste Jahr in der Unternehmensgeschichte gefeiert werden. Mit 108.203 Zulassungen haben sich im vergangenen Jahr elf Prozent mehr Kunden für einen Seat entschieden als noch im Jahr zuvor.

„Ein super Jahr“ - Seat Deutschland-Chef Bernhard Bauer kommt derzeit aus dem Strahlen gar nicht mehr heraus. „Besonders erfreulich ist dabei, dass wir den Anteil der Privatkunden um 50 Prozent steigern konnten“, freut sich Bauer über den nachhaltigen Erfolg.

Selbst bei einem Modell wie dem Ibiza, der Mitte des Jahres komplett neu auf den Markt kam, können die Verantwortlichen eine Absatzsteigerung um 53 Prozent verbuchen. Grundsätzlich sieht der Seat-Chef in der Aufwertung der Produktpalette einen entscheidenden Grund für die guten Zulassungszahlen hierzulande. So hat sich mit 19.000 Einheiten auch der Ateca (ab 19.900 Euro) in seinem ersten vollen Geschäftsjahr ganz in Bauers Sinne entwickelt: „Die 10.000 Stück, die uns für das prognostizierte Ziel noch fehlen, befinden sich bereits in den Auftragsbüchern und sind also nur eine Frage der Verfügbarkeit.“

Während den Allradantrieb bei dem Kompakt-SUV 40 Prozent der Kunden wählen, sind es beim Alhambra und dem Leon jeweils 20 Prozent. Bei letzterem beruht das System auf einer hydraulisch betätigten Haldex-Lamellenkupplung. Damit jederzeit die genau richtige Traktion gewährleistet wird, werden die Kräfte innerhalb von Millisekunden im passenden Verhältnis auf die Achsen gelenkt. So sind auch Ausflüge ins gemäßigte Gelände unbedenklich möglich. Passen dazu steuert der Kombi in der X-Perience-Version (24.950 Euro) drei Zentimeter mehr Bodenfreiheit, eine rustikal wirkende Beplankung der Radkästen sowie einen optischen Unterbodenschutz bei.

13 Prozent beziehungsweise 5900 Einheiten des Leon laufen jedoch mit dem Zusatz „Cupra“ vom Band. Der 300 PS starke Kombi ST Cupra 300 ist sogar nach dem 1,4 TSI (125 PS) die zweithäufigste gewählte Motorisierung. Entscheidet man sich für den allradgetriebenen Boliden, dann ist auch die adaptive Fahrwerksregelung (DCC) mit vier Fahrprogrammen mit an Bord. Die Palette reicht vom langstreckentauglichen Comfort-Programm über den deutlich straffer abgestimmten Sportmodus bis hin zur Cupra-Einstellung mit der der familientaugliche Viertürer seine Sportwagenseite zeigt.

Fahrwerk und Dämpfer sind dann noch ein Quäntchen bissiger abgestimmt, die Kennlinien von Gaspedal und Lenkung sind direkter und das Ansprechverhalten des Motors verheißt Volldampf. Hat man auf abgesperrtem und womöglich leicht eisigem Terrain die Möglichkeit, ESP gefahrlos auszuschalten, dann steht rasanten Drift-Einlagen nichts mehr im Weg.

Vor dem Hintergrund der hohen Nachfrage nach dem Sportler deutet Bauer an, ihm in 2018 mehr Raum im Portfolio zu geben als bisher: „Da steckt mehr drin als die sportliche Marke des Leon zu sein.“ Über weitere Details hüllt der Seat-Chef sich aber ebenso in Schweigen wie über den großen Geländewagen, der im Herbst bei den Händlern stehen soll. Er verrät nur, dass es sich um keine Ateca-Variante handeln und er ein komplett neues Gesicht - „die neue Designsprache der Marke“- tragen wird.

Bereits Realität ist indessen das verstärkte Engagement, Erdgas (CNG) als alternativen Antrieb voranzutreiben. „In den letzten sechs Monaten haben wir zehn Mal so viele CNG-ler verkauft als im ganzen Jahr zuvor“, hat Bauer mit einem Marktanteil von neun Prozent in diesem Segment einen weiteren Grund, zu strahlen. Sabine Neumann

(amv)