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Weiterstadt: Seat Leon: Mehr als nur ein kesses Outfit

Weiterstadt : Seat Leon: Mehr als nur ein kesses Outfit

Seat ist - mit Unterstützung von Volkswagen - schon seit Jahren bemüht, sich vornehmlich jungen Leuten von der sportlichen Seite zu zeigen. Dabei hat es mit verschiedenen Modellen vielversprechende Anläufe gegeben, ohne dass jedoch der ganz große Durchbruch geschafft wurde. Diesen Fluch könnte der neue Leon durchbrechen.

In vielen Teilen seiner Konzeption profitiert das Kompaktmodell davon, dass man sich des modularen Querbaukastens des Wolfsburger Konzerns bedienen konnte. Ausgenommen davon ist allerdings das Design, eine reine spanische Kreation unter Leitung von Alejandro Mesonero-Romanos. Auf dieser Ebene wurden alle Register gezogen, um den neuen Leon zu einem echten Hingucker zu machen.

Scheinwerfer in Dreiecksform

Gedacht ist er als Auftakt einer neuen Designsprache von Seat, zum Beispiel im Frontbereich. Hier zielen alle Linien auf das in der Mitte platzierte neue Seat-Logo. Die in Dreiecksform gehaltenen Scheinwerfer verheißen Dynamik. Die seitliche Silhouette wird von der trapezförmigen C-Säule und dem kurzen, nach oben ziehenden dritten Seitenfenster bestimmt. Im Heckbereich dominieren die keilförmig ausgelegten Rückleuchten sowie das neue große Seat-Logo, das als Öffner für die Heckklappe dient.

Klare Strukturen zeichnen auch das Interieur aus. Das macht sich besonders rund ums Lenkrad mit einer insgesamt näher an den Fahrer herangerückten Armatur bemerkbar, die mit dezentem Einsatz von hochwertigen Kunststoffen und Klavierlack in Richtung Audi A3 und Golf VII weist.

Im Vergleich zum Vorgänger ist der Leon fünf Zentimeter kürzer ausgefallen. Dennoch ist der Radstand um sechs Zentimeter gewachsen. Das bringt mehr Platz für Personen und Zuladung. Einschränkend muss man jedoch feststellen, dass man davon in Fondbereich nicht viel spürt. Das Kofferraumvolumen ist um 39 Liter auf fast 390 Liter angewachsen. Bei komplett umgelegten Rücksitzen ergibt sich ein Volumen von 1.186 Litern.

1,6 TDI verbraucht nur 3,8 Liter

Der neue Leon hat um 90 Kilogramm abgespeckt, was sich indirekt auch auf das Handling auswirkt. Das von Seat selbst entwickelte Fahrwerk zeigt sich sportlich, ohne dass der Komfort auf der Strecke bleibt. Bei der Motorisierung stehen fünf Benziner und vier Diesel zur Wahl, die ein Leistungsspektrum von 63 kW/86 PS bis 135 kW/184 PS abdecken. Fast alle verfügen serienmäßig über ein Start-Stopp-System. Laut Seat konnten die Verbrauchswerte der Motoren im Vergleich zu den Vorgängern um bis zu 22 Prozent gesenkt werden. Sparmeister ist der 1,6-Liter-TDI mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 3,8 Liter auf 100 Kilometer (Werksangaben).

Die drei Ausstattungslinien erfüllen gehobene Ansprüche. Hinzu kommen ein gut ausgestattetes Infotainment-System, optionale neue Assistenzsysteme, unter anderem mit Müdigkeitswarner, Fernlicht- und Spurhalteassistent sowie erstmals in diesem Segment mit Voll-LED-Scheinwerfern, auch gegen Aufpreis. Der Seat Leon der dritten Generation kostet in der Einstiegsversion 15.390 Euro und ist damit 200 Euro günstiger als das Vorgängermodell und 1.585 Euro billiger als der VW Golf 7. Im kommenden Jahr folgen Dreitürer, Kombi, Cupra mit 184 kW/250 PS und Allrad sowie eine Erdgasvariante.