München: Schlechte Ausstattung wird mit Punkten und Bußgeld bestraft

München: Schlechte Ausstattung wird mit Punkten und Bußgeld bestraft

Autofahrer sollten im Winter einen Eiskratzer, einen kleinen Besen, eine Abdeckfolie für die Windschutzscheibe im Fahrzeug, für den Notfall einen Türschloss-Enteiser in der Tasche und einige Regeln im Kopf haben. „Sonst begibt sich rechtlich auf Glatteis und riskiert Bußgelder samt Punkte in Flensburg“, warnt Andrea Piechotta vom ADAC in München.

Den Motor nicht im Stand warmlaufen lassen. Wer es dennoch tut, wird mit zehn Euro abgemahnt. Ist die Frontscheibe vereist oder mit Schnee bedeckt, reicht es nicht, ein kleines Guckloch frei zu kratzen. "Wer dies dennoch tut, muss mit eingeschränkter Sicht und ebenfalls zehn Euro Bußgeld rechnen", erinnert Piechotta.

Wichtig für ausreichende Sicht ist auch, dass die Scheibenwischanlage mit Frostschutzmittel gefüllt ist. Blinker, Rücklichter, Scheinwerfer sowie Kennzeichen müssen vor Fahrtantritt von Schnee und Eis befreit werden. Das gilt ebenfalls für das Autodach, damit weder der nachfolgende Verkehr noch die eigene Sicht durch herab fallende Schneemengen behindert wird.

Fahrzeuge mit Sommerreifen haben im Straßenverkehr jetzt nichts mehr zu suchen. Wer trotz verschneiter Straßen ohne Winter- oder Ganzjahresreifen ausgestattet ist, muss das Auto stehen lassen; sonst drohen 40 Euro Geldbuße und ein Punkt in Flensburg.

Wer durch falsche Bereifung den Verkehr behindert, wird mit 80 Euro und einen Punkt abgestraft. Sind verschneite Verkehrsschilder aufgrund ihrer Form zu erkennen, oder ist der Autofahrer ortskundig, schützt die fehlende Lesbarkeit bei einem Verstoß nicht vor Strafe. "Und wer seinen Wagen mit abgelaufenem Saisonkennzeichen auf öffentlichen Plätzen oder Straßen abstellt, zahlt 40 Euro, bekommt einen Punkt und muss die Kosten des Abschleppens zahlen", ruft die ADAC-Fachfrau ins Gedächtnis.

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