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Versicherungsschutz: Richtig abgesichert mit dem Fahrrad unterwegs

Versicherungsschutz : Richtig abgesichert mit dem Fahrrad unterwegs

Mit den wärmeren Tagen steigt wieder die Zahl der Mitbürger, die in ihrer Freizeit. zum Einkauf oder für den Arbeitsweg auf das Rad umsatteln.

„Eine private Haftpflichtversicherung sollte auf jeden Fall bestehen“, legt ihnen Bianca Boss vom Bund der Versicherten (BdV) in Hamburg ans Herz. „Zudem lohnt ein prüfender Blick auf die Hausratversicherung.“ Viele elektrounterstützte Fahrräder können mit speziellem Versicherungsschutz abgesichert werden.

Wer mit dem Fahrrad einen Unfall verursacht und dabei eine andere Person schädigt, muss für die Folgekosten aufkommen. Insbesondere bei Personenschäden können diese so hoch sein, dass sie für viele Menschen den finanziellen Ruin bedeuten würden. Daher ist die Privathaftpflichtversicherung unverzichtbar. Sie übernimmt die Aufwendungen zur Freistellung des Versicherungsnehmers und wehrt zudem Ansprüche ab, die unberechtigt gestellt werden. Für Beschädigungen oder den Verlust des Fahrrads kommt die Hausratversicherung auf, wenn diese durch Feuer, Sturm, Hagel, Leitungswasser oder Einbruchdiebstahl verursacht wurden. Ein Einbruchdiebstahl liegt beispielsweise dann vor, wenn das Fahrrad nach einem widerrechtlichen Eindringen in einen verschlossenen Raum gestohlen wurde – zum Beispiel aus einem Keller.

Ein einfacher Diebstahl ist nur bei wenigen Hausrattarifen beitragsfrei mitversichert. Um einen solchen handelt es sich beispielsweise, wenn das Fahrrad an einer Laterne oder einem Fahrradständer vorm Haus angeschlossen war. „Wer sich unsicher ist, ob die eigene Police auch den einfachen Diebstahl absichert, sollte einen Blick in seinen Vertrag werfen“, rät Boss. „Ist das nicht der Fall, kann das Risiko gegen einen Beitragszuschlag eingeschlossen werden. Empfehlenswert ist das insbesondere bei hochwertigen Fahrrädern.“

Die Hausratversicherung bietet allerdings keinen Schutz für leistungsstarke E-Bikes und Pedelecs, die nicht als Fahrrad anzusehen sind. Einige von ihnen sind einem Kleinkraftrad gleichgestellt, unterliegen daher der Versicherungspflicht und benötigen ein entsprechendes Kennzeichen. E-Scooter mit einer Geschwindigkeit bis maximal 20 Stundenkilometer (km/h)sind seit Mitte 2019 in Deutschland für den Straßenverkehr zugelassen. Die Kleinroller müssen über eine allgemeine Betriebserlaubnis verfügen und durch eine Versicherungsplakette eine bestehende Haftpflichtversicherung nachweisen. Die Plakette gibt es bei vielen Kfz-Versicherern. Der Gültigkeitszeitraum beginnt jeweils am 1. März eines Jahres und läuft bis Ende Februar des folgenden Jahres.

(amv)