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Düsseldorf: Regelmäßig zum Augen-TÜV

Düsseldorf : Regelmäßig zum Augen-TÜV

Jährlich rund 300.000 Verkehrsunfälle gehen auf das Konto mangelnder Sehleistung. Das schätzt der Berufsverband Deutscher Augenärzte. „Oft bemerken die Fahrer im Laufe der Jahre nicht einmal ihr Manko“, weiß Ingo Rütten vom Zentralverband der Augenoptiker (ZVA).

Das Fatale daran: Über 90 Prozent der Sinneseindrücke im Straßenverkehr werden über die Augen wahrgenommen. Aber zu einem Sehtest müssen Autofahrer nur einmal im Leben, vor der Führerscheinprüfung.

Dabei trägt jeder zweite Kraftfahrer eine Brille oder Kontaktlinsen. Selbst von denen zweifelt jeder vierte an seinem scharfen Blick. Besonders betroffen sind nicht nur die über 50-Jährigen. Rütten: „Gerade zwischen dem 14. und 28. Lebensjahr verschlechtert sich das Sehvermögen bei vielen Menschen erheblich.“

Erste Anzeichen für eine Alters-Sehschwäche sind brennende, müde Augen, Kopf- und Nackenschmerzen. Fahrer können den Fehler selbst mit größter Anstrengung nicht mehr ausgleichen, reagieren langsam und unsicher, das Unfallrisiko steigt. Im Interesse der Sicherheit rät der ZVA deshalb zum regelmäßigen Augen-TÜV.

Wer am Tag schon schlecht sieht, hat es in der Dunkelheit besonders schwer. Augenärzte und Optiker prüfen neben der Tagessehschärfe auf Wunsch auch die Blendempfindlichkeit sowie das Sehvermögen bei Dämmerung und Nacht. Kritisch wird es, wenn sich Kurzsichtigkeit mit einer Nachtmyopie - eine besondere Form der Kurzsichtigkeit - paart: Das Licht von entgegenkommenden Fahrzeugen und der Straßenbeleuchtung wird gestreut. Die Lampe verwandelt sich zu einem Lichtkranz. Hier helfen eine vorausschauende Fahrweise und spezielle Brillen. Die Blendempfindlichkeit kann auch auf eine Trübung der Augenlinse hinweisen und muss von einem Arzt behandelt werden.

Die optimale Brille für das Autofahren sollte große, entspiegelte und nicht zu stark getönte Gläser in der optimalen Sehstärke haben. Schmale Bügel und Fassungsränder lassen so viel wie möglich Sicht. Brillen mit Polarisationsfilter reduzieren laut den Fachleuten Spiegelungen beispielsweise auf regennasser Straße zusätzlich. Für die Sonnenbrille empfehlen Augenoptiker eine Braun- oder Grautönung. Farben von Ampeln und Warnlichtern werden so am wenigsten verfälscht.

(amv)