Porsche Boxster Spyder: Purismus pur

Porsche Boxster Spyder: Purismus pur

80 Kilogramm leichter, ausschließlich mit manuellem Getriebe, das Stoffverdeck kann nur von Hand bewegt werden, Radio und Klimaanlage gehören nicht zur Serienausstattung, der neue Porsche Boxster zeigt sich sehr puristisch. Auf der anderen Seite gibt es 55 PS mehr und üppigen Fahrspaß.

Wie schon beim Vorgänger legt Porsche größten Wert darauf, das ursprüngliche Roadster-Feeling bei der Neuauflage weiterhin zu betonen. Entsprechend sind zwei extrem leichte Sportschalensitze mit ausgeprägten Seitenwangen montiert, um besten Seitenhalt selbst in richtig schnell gefahrenen Kurven zu garantieren. Die können mit einem neuen Sport-Lenkrad (Durchmesser: 360 Millimetern) angesteuert werden. Das gelang schon beim ersten Boxster Spyder überaus exakt und dürfte bei der Neuauflage, die derzeit auf der Automesse in New York (bis 12. April) ihre Weltpremiere feiert, erwartungsgemäß noch besser sein. Auch, weil die Entwickler die Lenkung nochmals direkter ausgelegt haben. Zudem bietet die flache Flunder ein straff abgestimmtes Sportfahrwerk, das die Karosserie um 20 Millimeter tiefer an die Straße bringt als beim herkömmlichen Boxster.

Die hohen sportlichen Ansprüche soll der 375 PS starke 3,8-Liter-Sechszylinder (bisher ein 3,4 Liter mit 320 PS) erfüllen. Das Triebwerk lässt den Spyder in 4,5 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 schnellen (Werksabgaben). In der Spitze sind 290 Kilometer pro Stunde möglich - offen oder auch geschlossen.

Und in beiden Fällen kann sich die Optik des Roadsters (Basispreis ab 79.945 Euro) mehr als sehen lassen. Vor allem aber bei geöffnetem Verdeck kommen die so genannten Streamliner zur Geltung, die sich von den Kopfstützen über die Heckklappe ziehen. Damit wollen die Designer an den 718 Spyder aus den 60er-Jahren erinnern. Front- und Heckteil haben die Gestalter hingegen vom neuen Cayman GT4, der Rennmaschine der Baureihe, übernommen.

(amv)