1. Leben
  2. Auto

Stuttgart: Porsche 911 GTS: Ein weiterer Leistungsschub

Stuttgart : Porsche 911 GTS: Ein weiterer Leistungsschub

Von der Sportwagenikone Porsche 911 gibt es aktuell 25 Varianten. Dessen ungeachtet fahnden Porsches Modellentwickler mit Erfolg und Akribie stetig nach weiteren Lücken im Angebot, kreieren weitere Varianten mit weiteren Leistungsschüben, um weitere Begehrlichkeiten bei den Kunden wecken. So, wie jetzt mit dem 911 GTS.

430 PS haben die Techniker dem 3,8-Liter-Boxer-Triebwerk nun entlockt. Das sind 30 mehr als der herkömmliche Elfer, 22 mehr als der GTS des Vorgängermodells und nur fünf weniger als beim alten GT3, der fast reinrassigen Rennmaschine, die es jetzt auf 475 PS bringt. Mit seinem Leistungspotenzial trumpft der GTS mächtig auf.

In vier Sekunden wird der Wagen aus dem Stand auf Tempo 100 katapultiert (Werksangabe), wenn das Doppelkupplungsgetriebe (PDK) - serienmäßig gibt es eine Siebengang-Schaltung - für extrem schnell Wechsel der Fahrstufen sorgt. Die Marke 100 wird förmlich im Flug passiert. Ebenso rasant geht die Tachonadel über die 200 hinweg (14,5 Sekunden) und kommt, wenn es denn sein soll, erst kurz hinter der 300 zur Ruhe. Die aber gibt der Boxermotor dabei nicht.

Er röhrt und brüllt, dass es wohl eine Freude für jeden Sportwagenfahrer ist. Die Techniker haben dem GTS, der wie schon beim Vorgänger als Coupé und Cabrio sowie mit Heck- oder Allradantrieb angeboten wird, einen ganz speziellen Sound programmiert. Motormusik, die Gänsehaut verursacht. Wer den Wagen fordert und das ist realistisch nur auf einer Rennstrecke möglich, kann sich auf ein Fahrwerk verlassen, das dank des aktiven Dämpfersystems eine nochmals verbesserte Kurvendynamik bietet.

Es ist schon faszinierend, wie souverän und ruhig der Wagen selbst in extrem schnell gefahrenen Kurven in der Hand liegt. Dazu trägt natürlich die von den Allrad-Elfern übernommene breite Spur an der Hinterachse bei, die allen GTS mit auf den Weg gegeben wird. Da die Karosserie gegenüber den herkömmlichen Elfern um zehn Millimeter tiefer an die Straße rutscht, sinkt ebenfalls der Schwerpunkt.

Ein weiterer Pluspunkt für dynamisches Fahren. Optisch zeigt der GTS seine Kraft vor allem mit seinem breiten Hinterteil mit den von den Allradlern bekannten muskulös ausgestellten Radhäusern. Vorn tragen eine spezielle Bugverkleidung mit einer Öffnung für einen zusätzlichen Kühler sowie verdunkelte Bi-Xenon-Scheinwerfer zu einem markanten Auftritt bei.

Zudem hat Porsche dem neuen GTS schwarz lackierte 20-Zoll-Räder mit Zentralverschluss spendiert, die bisher nur dem 911 Turbo S vorbehalten waren. Serienmäßig sind überdies die Sportabgasanlage und das Dynamik-Licht-System im Preis enthalten. Das jüngste 911-Derivat gibt sich aggressiver als der Carrera S, aber alltagstauglicher als der GT3.

Die Preise beginnen bei 117.549 Euro und liegen damit 12.376 Euro über denen des jeweiligen S-Modells.

(amv)