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Rüsselsheim: Platz satt im Mitsubishi L200

Rüsselsheim : Platz satt im Mitsubishi L200

Generationswechsel bei Mitsubishi. Nach neun Jahren Produktionszeit und 1,3 Millionen weltweit verkauften Fahrzeugen kommt nun der neue L200 auf den Markt. Der Pick-up erfreut sich zwar vornehmlich bei Handwerkern, im Garten- und Landschaftsbau, in der Forstwirtschaft oder bei Kommunen großer Beliebtheit, wird aber auch immer öfter bei Freizeitsportlern mit aufwändigerem Gerät wie etwa einem Quad zum Fahrzeug ihrer Wahl.

Die neue Generation kann nun bis zu 3,1 Tonnen an den Haken nehmen. Die Länge der Ladefläche ist leicht gestiegen, die der Doppelkabine auf 1,52 Meter, die der Einzelkabine (Club Cap) auf 1,85 Meter. Zudem wuchs die Beinfreiheit im Innenraum des Passagierabteils um bis zu 20 Millimeter. Deutlich wertigeren Materialien im Innenraum erzeugen eher Pkw- denn Nutzfahrzeugatmosphäre.

Auch die Sitze sind überarbeitet worden und taugen nun durchaus für längere Fahrten - außer in der zweiten Reihe des Club Cap. Diese Plätze bleiben ein Notbehelf. Dank zwei schmalen und hinten angeschlagenen Türen ist der Fond nun leichter als bisher zu erreichen. Eine Neukonstruktion ist der 2,4-Liter-Diesel. Bereits die Einstiegsversion mit nun 154 PS statt bisher 136 PS sowie einer Drehmoment-Steigerung von 314 Newtonmeter (Nm) auf 380 Newtonmeter (Nm) zeigt sich durchzugsstark, agil und dynamisch.

Noch etwa kerniger geht es mit dem 180 PS starken Selbstzünder zur Sache. Sein maximales Drehmoment ist mit 430 Nm erreicht. Mit etwas Geduld erreicht der L200 auf der Autobahn seine Höchstgeschwindigkeit von Tempo 180 (Werksangaben). Der Verbrauch des Vierzylinders ist mit 6,4 (Schaltgetriebe) und 7,2 Litern (Fünfgang-Automatik) angegeben. Die Kraftübertragung erfolgt serienmäßig über ein Sechsgang-Getriebe auf die Hinterachse. Die vorderen Räder sind bis Tempo 100 über einen auf der Mittelkonsole platzierten Drehschalter zuschaltbar. Beim größeren Selbstzünder in der Version L200 Plus verteilt der Allradantrieb die Antriebskräfte passend zum Untergrund.

Grundsätzlich liegt die Kraftverteilung bei 40 Prozent auf der Vorder- und 60 Prozent auf der Hinterachse. Manuell kann das Mittendifferenzial gesperrt werden, um die Geländegängigkeit zu erhöhen. Für ganz schwieriges Terrain gibt es eine zusätzliche Untersetzung. Auf normaler Straße kann der L200 nicht verhehlen, dass man ein Nutzfahrzeug mit Leiterrahmen, Starrachse und Blattfedern bewegt. Dennoch fährt sich der Zweitonner hinreichend komfortabel. Den automobilen Alltag erleichtern diverse, optional erhältliche Assistenzsysteme, darunter ein Spurhalteassistent, eine Anhängerstabilisierung oder eine Berganfahrhilfe.

Neu ist die Option auf Bi-Xenon-Scheinwerfer (mit integrierten LED-Tagfahrleuchten) und Rückfahrkamera. Zur Serienausstattung gehört unter anderem ein Fahrer-Knieairbag. Verlängerte Wartungsintervalle (Ölwechsel jetzt alle 20.000 km anstatt 15.000 km), eine wartungsfreie Steuerkette und umfassende Korrosionsschutzmaßnahmen reduzieren die Unterhaltskosten. Die Preise für den L200 beginnen mit 26.290 Euro für den Club Cab und 28 490 Euro für die Doppelkabine (kleiner Diesel, Schaltung und einfacher Allradantrieb) etwas unter dem Niveau des Vorgängers. Allerdings hat man die Basisversion auf Wunsch der gewerblichen Kunden etwas abgespeckt. Für die stärkere Variante muss man 32.890 Euro, beziehungsweise 33.890 Euro investieren.

(amv)