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Köln: Peugeot 208 im Edellook

Köln : Peugeot 208 im Edellook

Klein, aber oho. Mit matt-grauem Lack, chromverzierter Kühlerhaube und Topausstattung wird ein Peugeot 208 unversehens zu einem Hingucker, an dem kaum einer einfach vorbeiflaniert. Mit französischem Chic und aktueller Technik zeigt der Kleine, dass es mehr Auto eigentlich nicht braucht.

Mit der matt schimmernden, leicht körnigen Oberfläche greift Peugeot einen Trend auf, der in der Premiumklasse gerne als extravagante Variante mit üppigen Aufpreisen bezahlt werden will. Doch im 208 ermöglicht eine patentierte Technik namens „Strukturlack“ Peugeot, den coolen Look in der Großserie anzubieten und zwar für 680 Euro. Das sind eben einmal 180 Euro mehr Aufpreis als für eine Metallic-Lackierung. Zur Ausstattung Allure gehören zudem der dreidimensional wirkende Kühlergrill mit seiner erhabenen Kunststoffstruktur, Chromleisten um die Seitenfenster und ansehnliche 16-Zoll Leichtmetallfelgen. Schwarz umrahmte, große Nebelleuchten sowie krallenartige Rückleuchten betonen überdies die markante Note des Kleinwagens (3,96 Meter). Mit diesem Look kann man sich vor der Oper ebenso sehen lassen wie im Szeneviertel Eindruck schinden.

Im mit edel-wirkenden Materialien bestückten Innenraum sorgt vor allem die bei Peugeot übliche Gestaltung des Cockpits für den Hingucker. Es besteht aus einem tief angesetzten, recht kleinen Lenkrad (höhen- und längsverstellbar). Je nach der individuellen Körpergröße sind Tacho, Drehzahlmesser und Bordcomputer mehr oder weniger gut ablesbar. Hauptbedienungselement ist ein Sieben-Zoll-Touchscreen auf einer weit nach vorne gezogenen Mittelkonsole.

Darunter befindet sich eine sehr reduzierte Anzahl an Schaltern und Tasten für die Bedienung von Klimaanlage, Lüftung und Warnblinkanlage sowie der leicht zugängliche USB-Anschluss und die Zwölf-Volt-Steckdose mit passendem Fach fürs Smartphone. Alles praktisch und übersichtlich. Ebenfalls als zweckmäßig und alltagsgerecht entpuppt sich das Infotainmentsystem. Mittels Peugeot Connect Apps und Mirror Screen-Technik wird das Display des eigenen Smartphones auf einfache Weise auf den Touchscreen des Fahrzeugs gespiegelt.

So bequem die Sitze und überraschend großzügig die Platzverhältnisse selbst in der zweiten Reihe sind, so mühsam ist es indessen, schwere Gegenstände über die hohe Ladekante der Kofferraumes zu heben. Dessen 285 Liter Volumen genügen für zwei Trolleys und einige Taschen. Klappt man die Rücksitzlehnen nach vorne um, bleibt zwar eine Stufe in der Ladefläche, aber das Fassungsvermögen wächst auf 1076 Liter. Dem Großeinkauf steht also nichts im Weg. Zumal die Zuladung mit 399 Kilogramm recht ordentlich ausfällt.

Die Kombination aus 1,2 Tonnen Leergewicht und dem 120 PS starken 1,6-Liter- Diesel verheißt dynamische Fahreigenschaften. Das maximale Drehmoment von 300 Newtonmetern (Nm) liegt bei 1750 Umdrehungen an (Werksangaben). Von Null auf Tempo 100 braucht der Vierzylinder 9,4 Sekunden. Bei 190 Kilometern pro Stunde (km/h) ist die Höchstgeschwindigkeit erreicht. Insgesamt rollt man locker auf der Autobahn mit dem Verkehr mit und muss weder dort bei Überholmanövern noch auf der Landstraße bei kurzen Zwischensprints fehlende Agilität oder mangelhafte Kraftreserven befürchten. Peugeot gibt den Normverbrauch mit 3,6 Litern an. Dafür benötigt man aber einen sehr gefühlvollen Fuß am Gaspedal und eine absolut vorausschauende Fahrweise. Doch knapp fünf Liter lassen sich ohne großen Verzicht durchaus erreichen.

Das Sechsgang-Schaltgetriebe arbeitet tadellos. Die Lenkung bietet einen sehr guten Geradeauslauf. Nur die Windgeräusche dürften etwas geringer sein, um schnellere Fahrt rundum angenehm zu gestalten. Dafür ist aber die Abstimmung des Fahrwerks gut gelungen: knackig und präzise in der Stadt, ausreichend komfortabel für die Langstrecke.

Komfort und Kraft in der 208-Baureihe haben natürlich ihren Preis. Zwischen dem Einstiegsbenziner (68 PS/13.150 Euro) und dem Flaggschiff Allure BlueHDi 120 Stop & Start (20.950 Euro) klafft eine Differenz von 7800 Euro. Außer Zentralverriegelung, Reifendruckkontrollsystem und Tempomat sind dann allerdings Audioanlage, Klimaanlage inklusive gekühltem Handschuhfach, LED-Tagfahrlicht, Parksensoren hinten, Regen- und Lichtsensor, Berganfahrhilfe sowie elektrisch verstell- und beheizbare Außenspiegel mit an Bord. Sabine Neumann

(amv)