Paris: Paris macht Ernst: Fahrverbote für ältere Autos

Paris: Paris macht Ernst: Fahrverbote für ältere Autos

In der französischen Hauptstadt ist vor dem Hintergrund verschärfter Umweltregelungen das angekündigte Fahrverbot für ältere Autos in Kraft getreten. Laut der Französischen Zentrale für Tourismus gilt nun innerhalb der Umweltzone ein zeitlich begrenztes Fahrverbot: montags bis freitags von 08.00 Uhr morgens bis 20.00 Uhr abends.

Alle Kraftfahrzeuge mit Erstzulassung vor dem 1. Januar 1997 und Krafträder mit einer Erstzulassung vor dem 1. Juni 1999 dürfen dann dort nicht fahren. Diese Regelung betrifft auch Fahrzeuge mit ausländischem Kennzeichen. Die Einfahrtserlaubnis ist mit einem Vignetten-System (Crit'Air Vignette) geregelt.

Die Umweltzone umfasst den Stadtbereich innerhalb des Stadtautobahnrings, des Boulevard périphérique. Der Stadtautobahnring selbst fällt nicht in den Regelungsbereich. Bis Herbst werden Verstöße gegen das Einfahrtverbot nicht geahndet. Bei Missachtung der Vorschrift ist grundsätzlich eine Strafe von 68 Euro fällig.

Paris ist die erste französische Stadt, die eine Umweltzone eingeführt hat. Acht weitere französische Städte werden in den nächsten Monaten folgen. Die Tourismuszentrale empfiehlt, die Umweltplakette "Crit'Air Vignette" (Preis: rund fünf Euro) ausschließlich über die offizielle, vom Umweltministerium autorisierte Seite (www.certificat-air.gouv.fr) zu bestellen.

Die notwendigen Daten werden per Rechner erfasst. Derzeit steht allerdings noch keine deutschsprachige Website-Version zur Verfügung. Bei einem Versand der Plakette, die farblich je nach der jeweiligen Schadstoffeinstufung variiert, ins Ausland muss mit einer Versandzeit von etwa fünf Werktagen gerechnet werden.

(amv)
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