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Rüsselsheim: Opel Adam Rocks 1.0 Ecotec: Die Lücke macht’s

Rüsselsheim : Opel Adam Rocks 1.0 Ecotec: Die Lücke macht’s

Das kleine Auto mit dem langen Namen ist ziemlich auf Zack. Besonders das, was nicht vorhanden ist, macht seinen Reiz aus: ein elektrisch betriebenes Faltdach ziert den Opel Adam Rocks 1.0 Ecotec Direct Injection Turbo. Das garantiert reichlich Spaß an sonnigen Tagen.

Mit einer Länge von 3,75 Metern ist das Topmodell der Kleinstwagen-Baureihe zwar kurz geraten, aber oho. Das wird nicht nur durch diverse Assistenten an Bord deutlich, die den automobilen Alltag erleichtern, sondern ebenfalls optisch signalisiert. Markante Kunststoff-Beplankungen und allerlei Chrom lassen den Adam kraftvoller als seine Serienbrüder auf der Straße stehen.

Etwas mehr Bodenfreiheit (15 Millimeter), Radkästen und Schweller mit schwarzen Kunststoffverkleidungen sowie ein angedeuteter Unterfahrschutz machen den Zweitürer zu einem schmucken Hingucker. Ergänzt wird der selbstbewusst-freche Auftritt durch Nuancen wie die bumerangförmigen Spangen um die Nebelleuchten. Mit Zweifarblackierung, passenden Accessoires wie Spiegelverkleidung, Kühlerspange oder Dachaufbau oder sehr schicken 18-Zoll-Leichtmetall-Felgen (Aufpreis: 650 Euro) wird der so genannten „Mini Cross-Over“ zum ganz individuellen Stadtflitzer.

Für das dunkelbraune Faltdach verlangt Opel 100 Euro Aufpreis. Damit eröffnen sich in fünf Sekunden Cabrio-Gefühle. Die dreilagige Stoffhaube ist bis Tempo 140 gut gedämmt. Darüber hinaus wird es dann aufgrund der Windgeräusche ziemlich laut im Innenraum. Die Sitze in einer Stoff-Leder-Kombination erweisen sich selbst bei längeren Touren als sehr bequem. Kannte man in früheren Zeiten bei Opel noch eine Vielzahl verwirrender Knöpfe, beschränkt sich der Adam Rocks auf ein paar wenige.

Radiosender, Telefon oder Bordcomputer lassen sich über den in angenehmer Höhe platzierten Touch-Bildschirm des Multimedia-Systems (inklusive Bluetooth-Freisprecheinrichtung) bedienen. Zahlreiche Ablagen - etwa ausreichend große Fächer für 1,5-Liter-Flaschen - machen es leicht, Ordnung an Bord zu halten.

Etwas Kraftaufwand benötigt man, um den 170 Liter fassenden Kofferraum zu füllen. Die Ladekante ist erst sehr hoch, das Fach dahinter dann sehr tief. Zwei Getränkekisten plus eine große Einkaufstasche passen hinein. Bei Bedarf können die Rücksitzlehnen umgeklappt werden. Dann wächst das Ladevolumen auf bis zu 663 Liter.

Der Dreizylinder-Turbo leistet 115 PS und gibt sich dank Ausgleichswelle laufruhig und agil. Die Arbeitsgeräusche sind sehr zurückhaltend, selbst bei höheren Geschwindigkeiten. Laut Opel liegt das Spitzentempo bei 196 Kilometer pro Stunde (km/h); in 9,9 Sekunden ist aus dem Stand die Tempo-100-Marke erreicht. Das maximale Drehmoment von 170 Newtonmetern liegt zwischen 1.800 und 4.500 Touren an.

Möchte man jedoch den Normverbrauch von 5,1 Litern erreichen, muss man sehr zurückhaltend mit dem Gaspedal umgehen, die Hochschaltempfehlung penibel beachten und an wirklich jeder Ampel den Fuß von der Kupplung nehmen, um die Start-Stopp-Automatik in Aktion zu setzen. Bei einem Mix aus Stadt- und auch mal zügigen Autobahnfahrten zeigt der Bordcomputer 7,5 Liter an. Den Alltag angenehm macht das gut abgestimmte und leichtgängig arbeitende Sechsgang-Getriebe gleichermaßen wie das serienmäßige Sportfahrwerk. Damit nimmt diese Adam-Version spurtreu selbst schnellere Kurven, ohne es an nötigem Komfort und Fahrsicherheit fehlen zu lassen.

Serienmäßig ist der City-Modus mit an Bord. Er reduziert bei niedrigen Geschwindigkeiten den Lenkwiderstand. Beim Starten des Motors ist der Modus allerdings immer aktiv - und bleibt es auch, wenn es schneller wird. Das führt zu einem etwas schwammigen Lenkgefühl bis man wieder in den Normalmodus geschaltet hat.

Komfortbedürfnisse erfüllt überdies die Serienausstattung, die Opel dem Topmodell des Adam Rocks (18.790 Euro) mit auf dem Weg gibt. Dazu gehören die Klima- und Audioanlage samt USB- und Bluetooth-Schnittstelle, elektrische Fensterheber sowie elektrisch verstell- und beheizbare Außenspiegel. Auch ein Bremsassistent, eine Berganfahrhilfe und Tempomat sind mit an Bord. Wem das alles nicht reicht, kann auf eine umfangreiche Liste mit Individualisierungsangeboten zurückgreifen, deren Lektüre wahrscheinlich erst absolviert ist, wenn das Dach witterungsgemäß wieder geschlossen bleibt.

(amv)