Frankfurt: Ohne Schild ist es kein Kreisverkehr

Frankfurt: Ohne Schild ist es kein Kreisverkehr

Die Zahl der Kreisverkehre hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Nach Beobachtungen des Automobilclub von Deutschland (AvD) in Frankfurt verunsichern diese Verkehrsknotenpunkte aber noch immer so manchen Verkehrsteilnehmer. Dabei ist in Deutschland ein Kreisverkehr sichtbar ausgeschildert.

Nach Straßenverkehrsordnung (StVO) muss an jeder einzelnen Zufahrt eines Kreisverkehrs ein Schild, auf dem eine blauer Ronde mit drei sich verfolgenden weißen Pfeilen zu sehen ist, sowie ein Vorfahrt-gewähren-Schild stehen. „Sind diese Zeichen nicht vorhanden, handelt es sich um eine normale Kreuzung und es gilt die Rechts-vor-Links-Vorschrift“, erläutert AvD-Sprecher Herbert Engelmohr.

Grundsätzlich gilt, Vorfahrt haben Fahrzeuge im Kreisverkehr. Die einfahrenden Fahrzeuge haben die Vorfahrt zu gewähren. Bei Annäherung sollte das Tempo deshalb bereits heruntergesetzt werden. Achtung bei Verlassen des Kreises bei querenden Radfahrern: Diese haben nach Paragraf (§) 9 Absatz 3 StVO Vorrang, gleich ob sie auf oder neben der Fahrbahn in der gleichen Richtung fahren. Aus dem Kreisverkehr ausfahrende Kraftfahrer müssen zudem auf Fußgänger achten und gegebenenfalls anhalten.

Bei Einfahrt in den Kreisverkehr darf laut StVO nicht geblinkt werden. Den Blinker setzen muss man hingegen wegen des Richtungswechsels bei der Ausfahrt. Halten und Parken im Kreis ist verboten. Nur verkehrsbedingtes Stehen bei stockendem Verkehrsfluss ist zulässig. Das bei kleineren Kreiseln oft praktizierte Schneiden und teilweise Überfahren der Mittelinsel ist ebenfalls untersagt. Nur besonders lange Fahrzeuge oder Gespanne dürfen das. Die Fahrtrichtung ist im Kreisel mit rechts herum vorgegeben. Verstöße gegen die Kreisverkehrregeln kosten zehn Euro bis 35 Euro Verwarngeld.

(amv)
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