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Köln: Neuvorstellung: Toyota Auris

Köln : Neuvorstellung: Toyota Auris

Wer sich in der automobilen Spitzengruppe behaupten will, muss vornehmlich im Segment der kompakten Modelle mehr als andere bieten. Das möchte Toyota mit dem neuen Auris und stellt die dritte Generation der Baureihe mit neuer Optik, verbesserter Technik und noch mehr Ausstattung in die Schaufenster. Besondere Attraktivität verspricht man sich von der Hybridvariante mit einer Systemleistung von 136 PS.

Augenfällig ist zunächst einmal das deutlich veränderte Erscheinungsbild mit verlängerter Karosserie, einer flacher gestalteten Dachpartie, die leicht abgesenkt ins Heck übergeht, sowie einer neuen Frontansicht mit schmalem oberen Kühlergrill samt neugestalteten Scheinwerfern.

Das alles wirkt im Vergleich zum Vorgängermodell dynamischer und sportlicher, aber dieses „Gesicht der Zukunft”, wie es Toyota nennt, wird nicht unbedingt von einem Aha-Effekt gekrönt. Das zeigt sich besonders bei der Heckansicht mit dem im Dach integrierten Spoiler. Diese Optik könnte genauso gut einigen Mitbewerbern zugeordnet werden.

Innenraum präsentiert sich neu

Völlig neu präsentiert sich die Innenausstattung mit einer übersichtlich angeordneten Armatur, deutlich verbesserten Sitzen mit gutem Seitenhalt und qualitativ ansprechenden Materialien in Polster- und Seitenverkleidungsbereichen.

Durch den tieferen Schwerpunkt der Karosserie und den Längenzuwachs (30 Millimeter) auf gut 4,27 Meter ergeben sich großzügigere Platzverhältnisse, was besonders den Fondpassagieren zugutekommt. Die Tieferlegung bewirkt allerdings auch, dass Ein- und Ausstieg für ältere Mitfahrer beschwerlicher werden. Das Kofferraumvolumen ist um 30 Prozent auf 360 Liter gewachsen.

Die Schwerpunkte der Verbesserungen beim neuen Auris (Einstiegspreis: 15.950 Euro) liegen allerdings auf technischer Ebene. Da muss man in erster Linie das ausgezeichnete Fahrverhalten nennen. Verantwortlich dafür ist ein niedrigerer Schwerpunkt der Karosserie, der Agilität und Fahrpräzision ganz entscheidend beeinflusst. Da auch die Lenkung noch exakter wirkt, scheinen Fahrer und Straße näher zusammen zu rücken.

Hybrid 200 Euro günstiger als Diesel

Eine weitere starke Säule im Konzept des neuen Auris ist die Motorisierung mit deutlich reduzierten Emissionen. Gleich zum Verkaufsstart am 19. Januar 2013 wird parallel zu Benzin- und Dieselmotoren - sie decken ein Leistungsspektrum von 90 bis 132 PS ab - auch der Vollhybrid-Antrieb angeboten. Toyota rechnet beim Vollhybrid, dessen Batterie jetzt unter der hinteren Sitzbank eingebaut ist, mit rund einem Drittel Verkaufsanteil und geht in der Preisgestaltung soweit, den Auris Hybrid mit 22.950 Euro um 200 Euro günstiger als den Zweiliter-Diesel anzubieten.

Stolz vermelden die Toyota-Ingenieure, dass die durchschnittlichen CO2-Emissionen um 13 Prozent auf nur noch 109 Gramm je Kilometer gesenkt werden konnten. Anteil daran habe die Start-Stopp-Automatik, die in wesentlichen Punkten verbessert worden sei.

Die Ausstattung des neuen Auris entspricht durchaus einem höheren Standard. Bereits die Basisversion bietet Berganfahrassistent, elektrische Fensterheber vorne, Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung - allerdings keine Klimaanlage. Der Individualisierung sind bei fünf Ausstattungsvarianten aber kaum Grenzen gesetzt. Gegen entsprechende Aufpreise werden Features und Systeme angeboten, die bislang nur oberen Klassen vorbehalten waren. Dazu zählen unter anderem der Park-Assistent, adaptives Kurvenlicht, Lederausstattung und ein Panorama-Glasdach.