Performance trifft Style: Neuvorstellung des Cupra Ateca

Performance trifft Style : Neuvorstellung des Cupra Ateca

Vor gutem einem Jahr positionierte Seat die Performance-Abteilung Cupra als eine neue, eigenständige Marke. Offensichtlich erfolgreich. So verbuchte der Cupra Ateca in den ersten vier Monaten nach der Markteinführung im November mit 4000 verkauften Einheiten bereits einen vielversprechenden Start.

20 Prozent des Ateca-Absatzes entfielen damit auf den sportlich-luxuriösen Ableger, der als Grundstein für die neue Marke unter dem Seat-Dach dient. Das mit einem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe kombinierte Zweiliter-Turbotriebwerk bietet satte 300 PS samt einem Drehmoment von 420 Newtonmetern (Nm). Die Beschleunigung aus dem Stand auf Tempo 100 gelingt in 5,2 Sekunden – Lauch Control inklusive. In der Spitze schafft das geräumige SUV knapp 250 Kilometer pro Stunde (km/h/Werksangaben).

Das alles wird untermalt mit einem kernigen Sound. Das entsprechend straff abgestimmte Sportfahrwerk rückt die Karosserie zehn Millimeter näher an die Straße. Allradantrieb sowie Progressivlenkung garantieren solide Spurtreue und ein exaktes Einlenkverhalten. Über eine Drehknopf auf der Mittelkonsole lassen sich vier unterschiedliche Modi - von Comfort, Sport, Offroad bis hin zum besonders sportlich ausgelegten Cupra - anwählen. In dieser Fahrstufe lenkt der Ateca straffer. Das Gas wird direkter angenommen. Das Getriebe reagiert schneller.

Im großzügig dimensionierten Innenraum mit viel Platz für Passagiere und Gepäck dominieren wertige Materialien. Türverkleidungen und Sitze sind mit Alcantara bezogen. Graue Kontrastnähe heben sich vom schwarzen Stoff ab. Passend dazu haben die Designer im Interieur jede Menge Carbonfaser-Optik untergebracht. Vor dem Lenkrad mit dem Cupra-Logo liegt das hochauflösende digitale Cockpit, daneben mittig im Armaturenträger ein Acht-Zoll-Touchscreen, über den sich unter anderem das serienmäßige Navigations- sowie das Infotainmentsystem steuern lassen.

Ab Werk ebenfalls an Bord sind LED-Scheinwerfer, eine Klimaautomatik, ein schlüsselloses Zugangs- und Startsystem, eine drahtlose Lademöglichkeit für Smartphones, ein GSM-Antennenverstärker, eine Kamera mit 360-Grad-Rundumsicht sowie Apple Car Play oder Android Auto. Außen dominieren schwarz glänzende Details das Design. Auf der Frontschürze des Cupra Ateca prangt am oberen Kühlergrill im Waben-Design das neue Logo. Die vier Auspuffrohre am Heckdiffusor und die exklusiven 19-Zoll-Alufelgen in Rautenform betonen den elegant-sportlichen Look des SUV, das ab 42.850 Euro zu haben ist.

Ende des Jahres folgt eine Special Edition des Models, die dann unter anderem mit Carbon-Aerodynamikanbauteilen, 20-Zoll-Felgen, einer Akrapovic-Abgasanlage und Schalensitzen ausgestattet ist. Während beim Ateca die vermutlich auch in Zukunft ohnehin nur schwer zu erkennenden Grenzen zwischen Seat und Cupra noch verschwommen sind, soll sich das mit der Einführung des Formentor Anfang 2020 ändern. Das SUV mit Coupé artigem Dach wird als erster echter Cupra auf den Markt kommen. Als Antrieb wird es dann auch einen Plug-in-Hybrid mit 245 PS Systemleistung und einer rein elektrischen Reichweite von etwa 50 Kilometern geben. Denkbar ist zudem, dass das erste E-Modell der spanischen VW-Tochter, der kürzlich auf den Genfer Autosalon erstmals gezeigte eBorn, ebenfalls als Cupra und nicht als Seat von 2020 an auf die Straßen rollt. Wolfgang Schäffer

(amv)
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