1. Leben
  2. Auto

Neuer SUV vorgestellt: VW T-Cross kommt im Mai

Neuvorstellung : VW T-Cross: Nachzügler mit Erfolgschancen

Kleine SUVs liegen voll im Trend und natürlich will VW daran teilhaben. Getreu der Devise, besser spät als nie, positioniert Volkswagen den neuen T-Cross unterhalb seiner SUV-Palette von T-Roc, Tiguan und Touareg.

Die Taktik des Spätstartens hat bei denen ja funktioniert. Auf Basis des Polo haben die Entwickler ein Auto auf die Räder gestellt, das sowohl den Lifestyle-Part abdecken als auch mit Praktikabilität sowie Funktionalität überzeugen soll.

Was den Lifestyle-Charakter des 4,11 Meter langen, 1,78 Meter breiten (ohne Außenspiegel) und 1,58 Meter hohen Wagens angeht, punktet der Neuling zunächst einmal mit der SUV-Karte. Die VW-Designer haben dem T-Cross aber nicht nur mehr Höhe (13 Zentimeter mehr als der Polo, der zudem fünf Zentimeter kürzer ist) und ein etwas robusteres Aussehen mit großen Radausschnitten (16 bis 18 Zoll Felgen sind möglich) verpasst. Mit dem breiten Kühlergrill, aus dem die Scheinwerfer bis in die Kotflügel wachsen, der wuchtigen Motorhaube sowie muskulös gezeichneten Schulterpartien steht das Auto kraftvoll auf der Straße. Betont wird das zusätzlich noch mit einem Reflektorband, das sich zwischen den ausdrucksstarken LED-Rücklichtern quer über das gesamte Heck spannt.

Zwar ist der T-Cross etwa zwölf Zentimeter kürzer als der etwas größere Bruder T-Roc. Doch im Innenraum macht sich das nicht bemerkbar. Der lange Radstand von 2,55 Metern wirkt sich positiv aufs Platzangebot aus. Die Beinfreiheit ist ausgesprochen gut. Und auch über dem Scheitel ist jede Menge Luft. Den Ein- und Ausstieg erleichtern große Türen. Gut zudem die Variabilität des T-Cross. So lässt sich die Rückbank um bis zu 14 Zentimeter in der Länge verschieben, die hinteren Lehnen können im Verhältnis 60:40 vorgeklappt werden. Damit wächst der Stauraum von 385 Litern sehr variabel auf bis zu 1281 Liter bei dachhoher Beladung. Allerdings ist der Boden des Kofferraums dann nicht komplett eben. Um Kleinkram und Flaschen unterzubringen, gibt es eine Vielzahl von Ablagemöglichkeiten und große Fächer in den Türen.

Bei der Auswahl der Materialien muss sich der T-Cross keinesfalls hinter dem größeren Bruder T-Roc verstecken. Zwar kommt eine Menge Hartplastik zum Einsatz. Doch das fühlt sich weder billig an, noch sieht es so aus. Die Einlagen im Armaturenträger sind in unterschiedlichen Lackierungen zu haben. Die eingeführte Design-Line bietet dazu weitere Möglichkeiten, das Auto mit Dekors zu individualisieren.

Gegen Aufpreis kann das digitale Cockpit mit einem Acht-Zoll-Infotainment-Touchscreen sowie einem sogenannten Active Info Display geordert werden. Die gut gepolsterten und bequemen Sitze wurden aus dem T-Roc übernommen. Serienmäßig sind beim T-Cross Radio und mindestens ein USB-Anschluss an Bord.

Zum Verkaufsstart gibt es lediglich einen Einliter-Dreizylinder-Benziner (95 PS/115 PS) Schon die mit einem Fünfgang-Schaltgetriebe kombinierte Einstiegsversion hinterlässt einen durchaus ordentlichen Eindruck. Der Antritt ist gut, beim Durchzug kommt er allerdings nicht an die stärkere Variante heran. Die hat sich bei ersten Fahreindrücken als harmonischere Kombination herausgestellt. Vor allem, wenn statt der serienmäßigen Sechsgang-Schaltung das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (1500 Euro extra) zum Einsatz kommt. Dann geht es vom Start weg richtig flott los. Erst wenn die Drehzahlen weit nach oben klettern, meldet sich der Dreizylinder mit einem für diese Bauart typischen blechernen Klang. Wirklich laut aber wird das Aggregat nicht. Nach flotter Fahrt über kurvenreiche Landstraßen mit einer Reihe von Zwischenspurts zeigte der Bordcomputer 6,1 Liter an. Bei etwas ruhigerem Gasfuß sollte eine Fünf vor dem Komma zu erreichen sein. Der Normverbrauch wird mit 4,9 Litern für beide Dreizylinder angegeben.

Bei der Fahrwerksabstimmung haben die Entwickler spürbar auf Komfort gesetzt. Dementsprechend geht es souverän über schlechte Straßenabschnitte. Die Insassen des Klein-SUV werden von Stößen und Schlägen weitgehend verschont. Zwar reagiert die Lenkung schön direkt, was der Agilität zugutekommt. Doch schnell gefahrene Kurven mag der T-Cross nicht so sehr. Auf der anderen Seite ist der Wendekreis von 10,60 Metern ein Garant dafür, dass der Wagen in der Stadt locker und leicht zu bewegen ist.

Der Front-Assist samt Fußgängererkennung und die City-Notbremsfunktion sind wichtige Sicherheitssysteme, die serienmäßig zum Einsatz kommen, ebenso Spurhalte- und Berganfahrassistent, das proaktive Insassenschutzsystem (schließt Fenster, strafft Gurte und baut zusätzlichen Bremsdruck auf, wenn eine potentielle Unfallsituation erkannt wird) sowie der mit der Ausparkhilfe kombinierte Spurwechselassistent werden werksseitig eingebaut. Zur Serienausstattung des Basismodells zum Preis von 17.975 Euro zählen unter anderem Bordcomputer, Radio mit 6,5-Zoll-Farbdisplay, ein höhenverstellbarer Fahrersitz und elektrische Fensterheber rundum.

(amv)