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Neue Gestaltung: Neuer BMW X5 mit digitalisiertem Cockpit

Neue Gestaltung : Neuer BMW X5 mit digitalisiertem Cockpit

BMW bricht mit einer jahrelang gepflegten Tradition. Die Zeit der Rundinstrumente neigt sich mit der Einführung der vierten Generation des X5 dem Ende entgegen.

Stattdessen werden Geschwindigkeit und Drehzahlen rechts und links am äußeren Rand des komplett neu gestalteten digitalen Displays vor dem Fahrerplatz angezeigt.

Diese Form der Darstellung wird in Zukunft vermutlich in allen neuen BMW-Modellen zu finden sein. Die neugestaltete Grafik des 12,3 Zoll großen Bildschirms bietet in der Mitte Platz für einen Navigationskartenausschnitt. In den Bereichen daneben können noch personalisierte Anzeigen eingerichtet werden. Auf dem gleich großen Control Display wird das Hauptmenü jetzt auf bis zu zehn Seiten mit jeweils zwei bis vier Kacheln mit Live-Inhalten angezeigt.

Wie gehabt hochwertig ist das gesamte Ambiente des Innenraums, der nochmals mehr Platz als im Vorgänger bietet. Davon profitieren vor allem die Mitreisenden im Fond, die sich über reichlich Bein- und Kopffreiheit freuen dürfen. Der Kofferraum hat ein Volumen von 650 Litern und kann bis auf 1860 Liter vergrößert werden, wenn die hinteren Lehnen - im Verhältnis 40:20:40 geteilt - vorgeklappt werden.

Grund für das geräumiger gewordene Passagierabteil ist das generelle Größenwachstum des X5. Nach und nach rückt das SUV der Fünfmeter-Marke immer näher. Die jetzt vierte Generation ist in der Länge um vier Zentimeter gewachsen, misst bei einem Radstand von 2,98 Metern nun 4,92 Meter.

In der Breite hat der Wagen sogar um knapp sieben Zentimeter auf zwei Meter, in der Höhe um zwei Zentimeter auf 1,75 Meter zugelegt. Der wuchtige Grill, mächtige Öffnungen für die Beatmung des Motors, neu gezeichnete LED-Scheinwerfer (Serie), bis zu 22 Zoll große Räder sowie ein optisch extrem breit und voluminös wirkendes Heck tragen zu einem ebenso robusten wie kraftvollen Auftritt bei.

Für den Antrieb des mindestens 2,1 Tonnen schweren SUV stehen drei Motoren zur Wahl. Der Dreiliter-Reihensechszylinder im xDrive 40i für 70.700 Euro leistet 340 PS und wuchtet ein Drehmoment von 450 Newtonmeter (Nm) auf die beiden Achsen, des generell mit Allradantrieb ausgestatteten Wagens. Antritt, Durchzug und Laufruhe sind bestens. Den Durchschnittsverbrauch des Benziners gibt BMW mit 8,5 Litern an. Trotz ruhiger Fahrweise zeigte der Bordcomputer indessen einen Wert von 10,6 Litern an. Deutlich sparsamer ist der Einstiegsdiesel.

Der Sechszylinder im xDrive 30d (69.200 Euro) hat eine Leistung von 265 PS und ein Drehmoment von satten 620 Nm. Letzteres sorgt für ungemeinen Durchzug. Selbst unter Volllast bleiben die Arbeitsgeräusche des Selbstzünders angenehm leise - und der Verbrauch klettert nicht über die Acht-Liter-Marke.

Wer es denn richtig sportlich mag, für den hat BMW den 92.900 Euro teuren M50d mit einer Leistung von 400 PS und einem Drehmoment von 760 Nm im Angebot. Alle Motoren sind mit einer Achtgang-Steptronic kombiniert und erfüllen die Euro 6d-Temp-Norm.

Damit die Leistung der Triebwerke auch entsprechend auf die Straße kommt, wurde das Fahrwerk komplett überarbeitet. Im Sportmodus fährt sich der Wagen sehr agil, ist dabei aber nicht zu straff ausgelegt. Grund dafür sind die dynamischen Dämpfer, die serienmäßig verbaut sind und diese Spreizung ermöglichen.

Wenn Zweiachs-Luftfederung und Hinterradlenkung an Bord sind, wird der Komfort nochmals gesteigert. Dann rollt das SUV fast sänftenartig über schlechte Wegstrecken, ohne dabei auch nur die Spur an Agilität zu verlieren. Für das Fahren abseits befestigter Straßen bietet BMW erstmals ein Offroad-Package mit vier unterschiedlichen Modi an.

(amv)