Neue Winterreifen: Das sollten Sie beachten

Gesetzlich vorgeschrieben : Neue Winterreifen: Das sollten Sie beachten

Wenn die Tage kürzer werden und die Temperaturen fallen, dann ist das für Autofahrer ein untrügliches Zeichen: Der Kauf und das Anbringen von Winterreifen steht an. Hierbei handelt es sich nicht etwa um ein rein freiwilliges Unterfangen. In Deutschland wird rechtlich ausdrücklich festgelegt, dass bei entsprechendem Wetter Winterreifen verwendet werden müssen.

Wer diese nicht besitzt, der sollte bei Glätte lieber nicht ins Auto steigen.

Das sagt der deutsche Gesetzgeber

Generell gibt es keinen festen Zeitpunkt, an welchem die Winterreifen spätestens angebracht werden müssen. Vielmehr als auf ein konkretes Datum kommt es auf die vorherrschenden Witterungsbedingungen an. Sobald winterliche Verhältnisse herrschen, müssen die Reifen gewechselt werden. Dabei ist die Rede von Eis, Schnee und Reifglätte. Sollte das Auto bei derlei Bedingungen gar nicht bewegt werden, so müssen natürlich auch keine Winterreifen verwendet werden. Die Regelung gilt ausschließlich für Autos, die im öffentlichen Straßenverkehr eingesetzt werden. Generell wird empfohlen, dass Winterreifen, die im stationären Handel vorort, aber auch online wie zum Beispiel auf Pkwteile.de erworben werden können, von Oktober bis März oder April verwendet werden.

Wer sich weigert, die Winterreifen bei Glätte oder Schnee zu verwenden, der muss mit einem Bußgeld im zweistelligen Bereich und einem Punkt in Flensburg rechnen. Falls ein Unfall aufgrund der falschen Bereifung passiert, kann sich der Betrag entsprechend erhöhen. Bußgeldzahlungen in Höhe von 120 bis 150 Euro sind dann keine Seltenheit.

Das unterscheidet Winterreifen von normalen Reifen

Alle zugelassenen Winterreifen müssen das Alpine-Symbol tragen. Hierbei handelt es sich um ein Symbol, welches aussieht wie ein Berg mit drei Zacken. In seinem Zentrum befindet sich eine stilisierte Schneeflocke. Außerdem gibt es Reifen, welche nur das bekannte M+S-Symbol, aber kein Alpine-Zeichen tragen. Wurden diese vor dem Jahr 2018 hergestellt, dürfen sie bis Mitte 2024 verwendet werden.

Generell haben Winterreifen ein höheres Profil und daher mehr Halt auf der Straße. Dadurch wird das Fahrgefühl ein wenig beeinflusst und auch der Spritverbrauch wird leicht erhöht.

Beim Kauf alles richtig machen

Auf der sicheren Seite sind Verbraucher dann, wenn die neuen Reifen von einer offiziellen Werkstatt montiert werden. Nur dann können sie sichergehen, dass die Reifen korrekt, sicher und fest sitzen und keine Gefahr im Straßenverkehr darstellen. Hier lohnt es sich allerdings, die Preise zu vergleichen, denn die Werkstätten veranschlagen unterschiedliche Stundensätze für die Montage.

Es ist wichtig, die Winterreifen bereits vor dem ersten Schnee zu kaufen. In der Regel führt der erste Schneefall oder das Aufkommen von Glatteis zu einer vorübergehenden Verknappung der Winterreifen. Die Folge sind steigende Preise und enge Terminpläne in der örtlichen Werkstatt. Wer für alles gerüstet sein möchte, der sollte die Winterreifen daher rechtzeitig besorgen und am beste bereits im Oktober anbringen lassen.

Gebrauchte Winterreifen - hier sparen Verbraucher an der falschen Stelle

Natürlich sind gebrauchte Winterreifen erheblich günstiger als neue Reifen. Allerdings kann das Sparen beim Kauf der Reifen auf Kosten der Sicherheit gehen. Werden die Reifen von einem privaten Verkäufer bezogen, so sind die Rückgabe und der Umtausch ausgeschlossen. Die Folge: Werden absichtlich oder unabsichtlich falsche Angaben gemacht, können allzu abgenutzte Reifen nicht mehr verwendete werden und die Anschaffung schlägt gleich doppelt zu Buche.

Sowohl gebrauchte, als auch neue Winterreifen müssen eine Lauffläche von mindestens 1,6 Millimeter aufweisen, besser sind mindestens 4 Millimeter. Wurden die gebrauchten Reifen regelmäßig genutzt, entspricht das Profil dieser Anforderung in der Regel nicht mehr. Dadurch hat der Wagen zu wenig Halt und liegt bei Glätte nicht gut auf der Straße.

(ka)
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