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Motoröl und Minusgrade: Gut geschmiert durch den Winter rollen

Motoröl und Minusgrade : Gut geschmiert durch den Winter rollen

Im Januar und Februar warten noch frostige Nächte auf uns. Für Autofahrer heißt das auf ein winterfestes Fahrzeug achten. Vor allem Motoröl und Minusgrade vertragen sich nicht gut. Worauf im Winter bei kalten Temperaturen geachtet werden muss.

Herkömmliches 30er Motoröl wird bei Minusgraden dick wie Honig. Beim Starten des Motors schafft es die Pumpe nicht, Öl an alle wichtigen Schmierstellen zu verteilen. Aus diesem Grund hat die Autoindustrie Additive entwickelt, die das Öl bei Kälte flüssig halten. Symbolisiert wird das durch eine Kombination aus Buchstaben und Zahlen, die für Viskosität stehen.

Generell ist Synthetik-Öl besser für die kalte Jahreszeit geeignet als Mineralöl. Vor allem neuere Autos erhalten Öl aus Synthetik, doch auch dieses ist bei Kälte anfällig. Das liegt auch daran, dass die Motoren so gefertigt sind, dass dickes Öl kaum noch an alle Schmierstellen gelangt. Erst recht nicht, wenn der Motor sehr kalt ist. Darum gilt als Faustregel: Immer äußerst vorsichtig Kaltstarten und den Motor nichthochjubeln. Fahrer, die im Winter behutsam mit dem Gaspedal umgehen, haben mehr von ihrem Wagen. Des Weiteren sollte in den ersten 15 Kilometern nicht mit einer höheren Drehzahl als 2.500 gefahren werden. Danach sollte das Öl soweit aufgewärmt sein, dass beschleunigen keine Probleme bereitet.

Motoröl bei unter null Grad noch fließfähig

Wer im Winter sein Motoröl wechselt, sollte auf ein Produkt zurückgreifen, das auch unter null Grad noch fließfähig bleibt. So werden alle wichtigen Stellen im Fahrzeug mit Öl versorgt. Beim Kauf erkennen Fahrer das an dem "W" für Winteröl auf der Flasche bzw. dem Kanister. Die Zahl gibt Auskunft über die Viskosität bei Minustemperaturen. Unter Viskosität versteht man die Fließfähigkeit des Schmierstoffes. Hier gibt es diverse Klassen, welche die Temperaturbereiche angeben, in denen das Motoröl voll funktionsfähig ist. Die Skala reicht von 0 bis 25, was die höchste Festigkeit im Winter darstellt. Das Motoröl fließt sogar noch bei unter minus 30 Grad. Generell gilt: Mit einer 5 vor dem W machen Käufer nichts falsch. Dennoch heißt es im Fachhandel genau nachfragen und im Zweifelsfall einen Berater hinzuziehen.

Wer einen Old- oder Youngtimer fährt, sollte stets einen Ölwechsel auf wintergeeignetes Motoröl vornehmen. Eine Optimierung der Viskosität kann nicht durch Nachfüllen von dünnerem Öl erreicht werden. Hinzu kommt, dass niemals - egal wie alt das Auto ist - kaltes Öl in heiße Aggregate gekippt werden darf.

Ölstand regelmäßig messen

Autofahrer sollten den Ölstand des Autos regelmäßig überprüfen. Aufgrund der niedrigen Außentemperatur erhöht sich die Reibung beim Kaltstart. Das verbraucht auch mehr Öl. Wer einen Ölwechsel im Winter in Betracht zieht, kann den Stand ganz einfach prüfen. An einer Tankstelle gibt es passendes Material. Als Faustregel gilt: Alle 1.000 Kilometer fällt eine Messung an. Bei der Messung ist es ratsam, dass das Auto auf einem ebenen Grund steht. Nachdem der Motor ein paar Minuten abkühlen konnte, ergibt sich ein korrekter Ölstand. Nur so konnte sich das Schmiermittel in der Ölwanne sammeln. Ein Peilstab gibt Auskunft über den Messstand. Moderne Autos haben eine digitale Anzeige im Amaturenbrett. Liegt der Stand unter der Angabe "Min" muss schnellstens Öl aufgefüllt werden. Beim Auffüllen im Winter unbedingt darauf achten, dass das Motoröl nicht vorher in der kalten Garage stand. Durch die hohen Temperaturunterschiede kann es zu Schäden am Auto kommen.

Bei Schnee und Frost denken die meisten Autofahrer an Eiskratzen und nicht an gut laufendes Motoröl. Doch der Motor des Wagens arbeitet in der Kälte unter extremen Bedingungen und bedarf besonderer Pflege.

(vo)