Henstedt-Ulzburg: Moped, Mofa und Roller bekommen neue Kennzeichen

Henstedt-Ulzburg: Moped, Mofa und Roller bekommen neue Kennzeichen

Für Roller-, Mofa- und Moped-Besitzer in Deutschland gilt ab dem 1. März „blau statt schwarz“. Der Bund der Versicherten (BdV) in Henstedt-Ulzburg weist darauf hin, dass die Besitzer der flotten Zweiräder darauf achten müssen, ihren Versicherungsschutz nicht zu gefährden.

Die schwarzen Kennzeichen sind dann nicht mehr gültig. Wer dennoch weiter mit einem alten Kennzeichen fährt, verliert seinen Haftpflichtversicherungsschutz und macht sich zudem strafbar, so der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Das Versicherungskennzeichen gilt grundsätzlich für ein Jahr ab dem 1. März.

Es läuft am 28. oder 29. Februar des Folgejahres ab. Die Gültigkeit wird nicht automatisch verlängert. Besitzer eines entsprechenden Fahrzeugs müssen sich also rechtzeitig zum Ablauf des Versicherungsjahres um ein neues Roller-Versicherungskennzeichen kümmern.

Zum Start der neuen Mofa-Saison muss das schwarze Versicherungskennzeichen ausgewechselt werden. „Ein Blick in die Tariftabellen der Versicherungen lohnt sich dann allemal, denn die Unterschiede in den Beiträgen sind mitunter beträchtlich“, rät BdV-Sprecherin Bianca Boss. Eine günstige Kfz-Haftpflichtversicherung (Deckungssumme 100 Millionen (Mio.) Euro pauschal für Personen-, Sach- und Vermögensschäden) bekommt ein Fahrer, 25 Jahre und älter, schon ab 38 Euro im Jahr. Jüngere müssen leider etwas tiefer in die Tasche greifen und mit etwa dem doppelten Beitrag rechnen.

Wer seinen Roller auch gegen Schäden durch beispielsweise Diebstahl, Brand, Hagel, Kurzschluss in der Verkabelung oder Schäden durch Unfälle mit Haarwild versichern möchte, muss zusätzlich eine Teilkaskoversicherung abschließen. Die Versicherung trägt dann die Kosten für anfallende Reparaturen oder erstattet im Falle eines Totalschadens den Wiederbeschaffungsaufwand des Fahrzeugs. Die Teilkaskoversicherung sollte mit einer Selbstbeteiligung abgeschlossen werden und auch hier lohnt sich gerade für Fahrer unter 23 Jahren ein Vergleich der verschiedenen Angebote.

„Beim Abschluss der Teilkaskoversicherung sollte man darauf achten, dass der Versicherer auf den Einwand der grob fahrlässigen Herbeiführung des Versicherungsfalls verzichtet. Dann nimmt der Versicherer grundsätzlich im Schadenfall keinen Abzug der Leistung vor“, erläutert Boss. Davon ausgenommen bleiben jedoch Versicherungsfälle, die durch Alkohol oder berauschende Mittel verursacht werden, sowie die grob fahrlässige Begünstigung eines Fahrzeugdiebstahls.

Wichtig: Auch bestimmte E-Bikes und S-Pedelecs unterliegen der Versicherungspflicht, etwa Elektrofahrräder mit Anfahrhilfe über 6 Kilometer pro Stunde (km/h/auch ohne Tretunterstützung) oder mit Tretunterstützung über 25 km/h.

(amv)
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