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München: Mini Countryman: Dezente Änderungen beim Familien-Mini

München : Mini Countryman: Dezente Änderungen beim Familien-Mini

Als der Mini Countryman vor fast vier Jahren auf den Markt kam, da gab es selbst im Hause BMW Stimmen, die mit einer nur kurzen Lebensdauer dieser Modell-Variante rechneten. Doch, tot gesagte leben länger, weiß der Volksmund und bisher haben sich weltweit mehr als 350.000 Kunden für die größere Mini-Variante mit ihren fünf Sitzplätzen, etwas mehr Bodenfreiheit und optionalem Allradantrieb entschieden.

Nahezu zehn Prozent der Fahrzeuge gingen davon nach Deutschland. In vielerlei Hinsicht überarbeitet und mit noch mehr individuellen Gestaltungsmöglichkeiten geht der Countryman nun gemeinsam mit seinem zweitürigen Bruder Paceman in die zweite Hälfte des Modellzyklus.

Die äußerlichen Veränderungen fallen dezent aus. Den verfeinerten Hexagon-Kühlergrill identifizieren wohl nur intime Kenner der Baureihe als neu. Deutlicher sind schon der optische Unterfahrschutz an Front und Heck sowie Seitenschweller zum Schutz gegen Parkrempler. Bei den allradgetriebenen Varianten gehören sie zur Grundausstattung, wer einen Fronttriebler ordert, muss 540 Euro zuzahlen. Erstmals gibt es auch LED-Scheinwerfer (250 Euro). Die Cooper-Versionen zieren Leichtmetallfelgen, die nicht nur ein Hingucker sind, sondern zudem noch ein reduziertes Gewicht und bessere Aerodynamikeigenschaften bieten sollen.

Im Innenraum haben die Designer versucht, den Premium-Anspruch mit nun dunkel eingefärbten Ziffernblättern für Geschwindigkeitsanzeigen und Drehzahlmesser zu unterstreichen. Nach intensiven Kundenbefragungen in den vergangenen Jahren hat Mini die Alltagstauglichkeit und Variabilität des Fahrzeugs verbessert. So gibt es im Fond eine durchgehende Bank, die um 13 Zentimeter in Längsrichtung verschiebbar ist. Die Rückenlehnen lassen sich in der Neigung einstellen oder im Verhältnis 40 zu 20 umklappen. Damit vergrößert sich das Ladevolumen von 350 auf 1170 Liter. Unter dem doppelten Ladeboden verbirgt sich für kleinere Gegenstände ein Staufach. Dessen Zugang gestaltet sich allerdings recht sperrig.

Absolut geschmeidig bei der Kraftentfaltung zeigt sich hingegen der 218 PS starke 1,6-Liter-Twinturbo im John Cooper Works. Bärenstark, dynamisch und mit einem kernigen Klang sorgt er in Pace- und Countryman gleichermaßen für Fahrspaß. Der kommt auch im Cooper S nicht zu kurz, obwohl dann aus dem gleichen Hubraum „nur“ 190 PS (sieben PS mehr als bisher) generiert werden. Im Cooper leistet der Motor immer noch starke 122 PS. Nach unten abgerundet wird die Benzinerpalette mit einem 98 PS starken 1,6-Liter ohne Aufladung im Mini One. Dieselfreunde können wie gehabt wählen zwischen drei Versionen eines 1,6-Literufen-Selbstzünders mit 90, 112 oder 143 PS.

Alle Motoren sind serienmäßig mit einem Sechsgang-Getriebe kombiniert und erfüllen mit der Markteinführung im Juli auch die EU6-Norm. Bis auf den Einstiegsbenziner (wird im Paceman nicht angeboten) können alle Aggregate mit einem Allradantrieb (Serie im John Cooper Works) geordert werden. Bei der Fahrwerksabstimmung sind die Ingenieure auf die Wünsche der Countryman-Fahrer eingegangen: sie mögen es etwas komfortabler als die Liebhaber des klassischen Minis, der seit ein paar Monaten komplett erneuert auf dem Markt ist.

Die Preise für den Countryman beginnen bei 20.400 Euro (Paceman: 23.900 Euro). Klimaanlage, Reifendruckkontrolle und ein Radio-CD-System mit MP3-Funktion plus Aux-Anschluss sind dann mit an Bord. Eine lange Liste an Zusatzoptionen bieten nicht nur weiteren Komfort, sondern ebenso zahlreiche individuelle Gestaltungsmöglichkeiten. Von Xenonscheinwerfern (690 Euro) bis zu Motorhaubenstreifen (ab 110 Euro) bleiben kaum Wünsche offen. Die diversen Angebote werden offenkundig gerne genommen, etwa 20 Prozent des Kaufpreises werden laut Mini in Zusatzoptionen investiert.

(amv)