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Berlin: Mietwagen vom Vermittler: Eigene Regeln bei der Selbstbeteiligung

Berlin : Mietwagen vom Vermittler: Eigene Regeln bei der Selbstbeteiligung

Auch wenn ein Mietwagen-Angebot mit Vollkasko ohne Selbstbeteiligung gekennzeichnet ist, kann es sein, dass der Mieter im Schadensfall trotzdem erst einmal in Vorleistung gehen muss. Das ist meist dann der Fall, wenn das Auto nicht direkt bei der jeweiligen Autovermietung, sondern über einen Vermittler gebucht worden ist, erklärt die Stiftung Warentest.

Die Angebote der auch Broker genannten Vermittler sind insbesondere auf Vergleichsportalen für Mietautos zu finden.

Der Kunde kann sich die gezahlte Selbstbeteiligung erst später vom Vermittler zurückholen. Mit dieser Erstattungsleistung hat die Autovermietung vor Ort erst einmal nichts zu tun: „Die Höhe Selbstbeteiligung ist im Mietvertrag festgeschrieben”, erklärt Marion Weitemeier von der Stiftung Warentest. „Oft ist sie ähnlich hoch wie die Kaution, die fast alle Autovermieter von ihren Kunden verlangen.”

Der Buchungsweg ist also meist dreigeteilt: Die Kunden suchen über ein Vergleichsportal, das wiederum mit einem Vermittler arbeitet, der den Kunden zu einem Autovermieter am Urlaubsort vermittelt. Dabei sind alle drei Vertragspartner des Mieters. Den Mietvertrag schließt er mit dem Autovermieter vor Ort.

Der erhebt auch die Kaution. Diese dient auch dazu, nicht versicherungsrelevante Kosten wie etwa verspätete Abgabe, Verschmutzung oder Nichtbetanken zu decken. Die Summe werde in der Regel auf der Kreditkarte des Kunden geblockt.

(dpa)