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München: Maßanzug für Businessklasse: BMW frischt den 5er auf

München : Maßanzug für Businessklasse: BMW frischt den 5er auf

BMW steht mit seiner 5er-Baureihe auf der Poleposition in der Businessklasse. Eine Million Einheiten sind in den vergangenen dreieinhalb Jahren in Kundenhände gegangen. Damit der Platz an der Spitze gehalten werden kann, wurde die Baureihe der oberen Mittelklasse nun in Details verfeinert. Mit sparsameren Motoren, mehr Komfort sowie einer frischeren Optik will man die Konkurrenz weiterhin auf Abstand halten.

Die Design-Retuschen sind am Ehesten am GT erkennbar. Das häufig zwiespältig diskutierte Heck haben die Designer abgemildert. Nun wirkt es deutlich länger und flacher. Die gesamte Karosserie des Gran Turismo profitiert davon. Die Optik erscheint moderner, stimmiger. Nebenbei wuchs das Ladevolumen um 60 auf jetzt 500 Liter.

Eine weitere Neuerung beim GT sowie beim Touring ist die serienmäßige Luftfederung mit Niveauregelung an der der Hinterachse. Bei ersten Fahreindrücken zeigte sich, schlechter Fahrbahnbelag, Rillen oder Riefen im Asphalt werden förmlich weggebügelt, bevor sie sich störend auf die Insassen auswirken können.

Doch auch in der 5er-Limousine können sich Reisende über größtmöglichen Komfort freuen. Die Münchner Ingenieure verbesserten das Fahrwerk merklich. Egal, ob kurvige Landstraßen, schlechte Wegstrecken oder lange Autobahnpassagen, der 5er agiert stets souverän und überzeugt mit seinem fahrdynamischen Charakter. Dazu kommt der großzügig und edel ausgestattete Innenraum, der mit dem neuen Jahrgang dank zahlreicher Chromelemente hochwertiger als bisher wirkt..

Kein Wunder also, dass die Business-Limousine vor allem bei Vielfahrern und Außendienstlern gut ankommt. Mehr als 50 Prozent aller Verkäufe gehen an Geschäftskunden.

Der neue Einstiegsdiesel für Touring (42.400 Euro) und Limousine (39.900 Euro), ein 143 PS-Zweiliter-Selbstzünder, dürfte aber auch bei Privatkunden ankommen. „Es handelt es sich keineswegs um das aus der 318 bekannte Aggregat“, betont BMW-Sprecher Peter Wolf. Man habe bei der Entwicklung viel Wert auf eine vollkommen eigene Charakteristik und Leistungsentfaltung gelegt. Das maximale Drehmoment liegt bei 360 Newtonmetern an. Den Normverbrauch beziffert BMW mit 4,5 Litern (CO2-Ausstoß: 119 Gramm).

Beim Top-Triebwerk, dem 4,4-Liter-Achtzylinder im 550i (Touring 75.200 Euro/GT 77.900 Euro), ist dieser Wert mit 8,8 Litern ausgewiesen. Im Vergleich zum bisherigen Modell sind dies 17 Prozent weniger, obwohl das Triebwerk mit seinen 450 PS jetzt zehn Prozent mehr als bisher leistet.

Gefeilt haben die BMWler auch an zusätzlichen Ausstattungsoptionen. So kann die Kofferraumklappe im Touring jetzt mit einer Fußbewegung unter dem hinteren Stoßfänger nicht nur geöffnet, sondern ebenso geschlossen werden - das kostet 790 Euro Aufpreis.

Erstmals bietet BMW zudem zwei eigens auf den 5er abgestimmte Designlinien an. „Luxury“ (4200 Euro) steht dabei für klassisch-elegante Elemente. „Modern“ (2200 Euro) spricht eher den modern-sportlichen Stil an. Gemein sind den beiden unter anderem LED-Nebelscheinwerfer, 18-Zoll-Leichtmetallfelgen sowie die B-Säulen-Abdeckung in Schwarz.

Das Angebot, den Wagen als mobiles Büro zu nutzen, wurde um Gimmicks wie etwa eine Diktierfunktion von SMS und Emails während der Fahrt erweitert und das aufpreispflichtige Navigationssystem Professional kann jetzt über ein Touchpad per Handschrift bedient werden.

BMW sieht sich so gut gerüstet, die Erfolgswelle des 5ers in Schwung zu halten. Mit 40 Prozent geht derzeit ein Großteil der Produktion in die USA, 25 Prozent nach Europa. Während in China vor allem der Gran Turismo besonders beliebt ist, fahren die Deutschen in erster Linie auf den Touring, den Kombi also, ab. Beide Versionen rollen ebenso wie die Limousine Mitte Juli in den Handel.