Der neue Mazda2: Leises Leichtgewicht

Der neue Mazda2 : Leises Leichtgewicht

Vor fünf Jahren rollte der erste Mazda2 auf die Straßen. Seither ist er mit relativ konstanten Verkaufszahlen zwischen 9000 und 10.000 Einheiten – lediglich 2018 rutschte der Absatz auf 8500 ab – eine feste Größe für den japanischen Hersteller auf dem deutschen Markt.

Damit das so bleibt, wurden Front- und Heckpartie des Kleinwagens (Einstiegspreis: 14.190 Euro) jetzt optisch an Mazdas Familien-DNA angepasst. Dementsprechend haben die Designer dem Grill nun ein Wabenmuster statt Streben verpasst. Von den schmal gezeichneten serienmäßigen LED-Scheinwerfern zieht sich eine Chromschwinge in Richtung der ebenfalls neu gestalteten Frontschürze. Beim Blick auf das Heck des Mazda2 fällt die veränderte Signatur der LED-Rücklichter auf.

Weitaus deutlicher sind die technischen Veränderungen. Die Modifizierungen an Federn, Stoßdämpfern und Radaufhängungen wirken sich spürbar auf den Fahrkomfort aus. Der Kleine rollt deutlich souveräner über schlechte Wegstrecken als die Vorgängerversion. Schläge oder Stöße kommen kaum bei den Passagieren an. Dazu liegt der 4,07 Meter lange Wagen gut in der Hand. Auch wenn kein Go-Kart-Feeling aufkommt – die Lenkung reagiert angenehm direkt, so dass Kurven selbst in flotter Fahrt zu nehmen sind. Die Reifen des Mazda2 hinterließen jedoch bei ersten Fahreindrücken weder beim Abrollkomfort noch bei der Haftung einen guten Eindruck. Hier wäre mehr Qualität wünschenswert.

Die aber ist bei der Geräuschentwicklung zu loben. Im ausschließlich als Viertürer lieferbaren und 1025 Kilogramm leichten Auto bleibt es selbst bei schneller Fahrt erfreulich leise. Veränderungen an der Dämmung tragen ebenso dazu bei wie die leise arbeitenden Motoren.

Der 1,5-Liter Skyactiv-G-Vierzylinder ist mit 75 oder 90 PS zu haben. Die Kraft der Triebwerke, die 90 PS-Variante hinterlässt den harmonischeren Eindruck, wird generell über ein Sechsganggetriebe übertragen, für die stärkere Variante gibt es eine Sechsstufen-Automatik (1800 Euro Aufpreis). Die Entscheidung dafür schließt allerdings das ansonsten in beiden Motoren serienmäßig eingesetzte Mild-Hybrid-System aus.

Dieses System besteht aus einem riemengetriebenen 22,5-Volt-Starter-Generator sowie einem Kondensator als Stromspeicher und soll außer zu einer schnellen und leisen Reaktion des Start-Stopp-Systems zur Reduzierung des Verbrauchs beitragen. Laut WLTP-Zyklus beträgt der bei beiden Motorvarianten im Durchschnitt 5,3 Litern, was einem CO2-Ausstoß von 120 Gramm (ebenfalls WLTP/nach dem noch gültigen NEFZ sind es 94 Gramm) entspricht.

Zur Ausstattung des Mazda2 zählen in der Basisversion („Prime-Line“) unter anderem elektrisch einstellbare Außenspiegel, elektrisch bedienbare Fensterheber vorn und hinten, ein Audiosystem samt USB- und AUX-Anschluss, ein Multifunktionslenkrad sowie eine in Höhe und Länge verstellbare Lenksäule.

In der Höhe verstellbar ist ebenfalls der Fahrersitz, der ebenso wie der Beifahrersitz im Vergleich zum Vorgängermodell eine verbesserte Qualität bietet. Das gilt einerseits für den Sitzkomfort. Auf der anderen Seite haben die Entwickler die Architektur der beiden vorderen Sitze derart verändert, dass eine aufrechte Stellung des Beckens unterstützt wird. Mit dieser Maßnahme sollen Bewegungen des Kopfes reduziert und Ermüdungserscheinungen minimiert werden.

In der Ausstattungsvariante „Center-Line“ mit 90 PS (16.890 Euro) sind dann Klimaanlage, Freisprecheinrichtung mit Sprachsteuerung sowie Bluetooth, Tempomat, Lederlenkrad, im Verhältnis 60:40 umklappbare hintere Lehnen sowie 15-Zoll-Aluräder im Lieferpaket enthalten.

(amv)